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Tragisches Unglück an der Ruhr: Frau stürzt und stirbt im eiskalten Wasser

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Von: Martin Hüttenbrink

Ruhr zugefroren
An der Ruhr in Wickede starb eine Frau. © Martin Hüttenbrink

Eine 66-jährige Frau aus Wickede ist in der Ruhr ums Leben gekommen. Sie war wohl gestürzt und im eiskalten Wasser gestorben.

Update vom 20. Dezember, 14 Uhr: Bei dem Tod einer 66-jährigen Wickederin am frühen Montagabend an der Ruhr handelt es sich offenbar um einen tragischen Unfall. Das legt der aktuelle Stand der Ermittlungen durch die Polizei nahe. „Wir gehen von einem Unglücksfall aus, es gibt keinerlei andere Hinweise“, erläuterte Polizeisprecherin Diana Kettelhake zu den gegenwärtigen Erkenntnissen.

FlussRuhr
Länge219 km
QuelleSauerland

Tragisches Unglück an der Ruhr: Frau stürzt und stirbt im eiskalten Wasser

Demnach war die Wickederin mit ihrem Hund an der Ruhr unterwegs. Im Uferbereich muss sie an einer schlüpfrigen Stelle ausgeglitten, unglücklich gestürzt und über den Eisrand am Ufer in die Ruhr gerutscht sein. Augenzeugen entdeckten die 66-Jährige der Polizei zufolge, wie sie in Höhe des ASV-Heimes bzw. des Freibades hilflos im eiskalten Wasser trieb, berichtet wa.de.

Als rund eine Viertelstunde später die Feuerwehr am Ufer eintraf und die Verunglückte an Land bringen konnte, war die Wickederin nicht mehr ansprechbar. Die sofortigen Reanimationsversuche durch den Notarzt verliefen leider ohne Erfolg.

Ob im Rahmen der Ermittlungen weitere Hinweise zu dem tragischen Geschehen zutage treten, wenn vom Fachkommissariat alle Infos zusammengetragen worden sind, bleibt abzuwarten. Aber sie werden den traurigen Unglücksfall kurz vor Weihnachten nicht rückgängig machen können. Zahlreiche Einwohner dokumentierten nach dem Unfall ihr Mitgefühl mit den Angehörigen und Freunden der 66-jährigen Wickederin.

Wickede: Frau (66) stirbt nach Rettung aus der eiskalten Ruhr

[Erstmeldung] Wickede - In Wickede im Kreis Soest ist eine 66-jährige Frau ums Leben gekommen. Sie wurde um kurz nach 16.30 Uhr am Montag (19. Dezember) von der Feuerwehr aus der Ruhr gezogen und an den Rettungsdienst übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war die 66-Jährige nicht mehr ansprechbar. Die sofort vorgenommenen Reanimationsversuche des Rettungsdienstes blieben ohne Erfolg. Am Ende konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

Unter welchen Umständen die 66-Jährige ins Wasser gelangt war, ist nach jetzigem Ermittlungsstand ungewiss. Nach Aussagen der Polizei hatten Spaziergänger die Frau im Wasser entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert.

Als die Feuerwehr Wickede mit zwei Kräften am Ufer, einem Kameraden im Wasserrettungsanzug in der Ruhr sowie weiterer Unterstützung im Boot die Frau ans Ufer ziehen konnten, war sie nicht mehr ansprechbar.

Der Anruf der Spaziergänger als Augenzeugen erfolgte nach Angaben der Polizei um 16.26 Uhr. Anschließend wurden sofort die Alarmkette in Gang gesetzt. Wickedes Feuerwehr eilte mit sechs Fahrzeugen zur Ruhr, wo sich die Kameraden zunächst orientieren mussten, um die genaue Stelle zu finden.

Reanimation nach Rettung ohne Erfolg

Der Vorfall ereignete sich etwa in Höhe des Vereinsheimes des ASV Wickede auf der gegenüberliegenden Echthauser Seite. Wo und warum die Frau in das eiskalte Wasser gelangte, ob sie möglicherweise versucht hatte, das Eis zu betreten – zu diesen und weiteren Umständen des Vorfalls liegen bisher noch keine Informationen vor. Nach Auskunft der Polizei dauern die Ermittlungen an.

Erst am Wochenende zeigte sich die Ruhr im betreffenden Bereich oberhalb der Wehranlage zugefroren, wirbelte trockenes Laub über die Eisschicht.

Ruhrverband warnt vor Betreten von Eisflächen

Die Eisschicht war aber absolut nicht tragfähig, wie der Ruhrverband in einer aktuellen Warnung mitgeteilt hatte. In der Mitteilung hieß es: „Der Frost hat NRW zwar erst seit ein paar Tagen im Griff, doch auf den Vorbecken der Talsperren im Sauerland und auch auf der Ruhr in Wickede bilden sich die ersten zarten Eisflächen und laden zu riskanten Ausflügen auf den vermeintlich tragfähigen Untergrund ein.“

Warnungen und Absperrungen zum Trotz haben viele Menschen am Wochenende den zugefrorenen Aasee in Münster betreten. Dann kam es zum Unglück.

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