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Schwimmendes Windrad: RWE nimmt revolutionäre Windkraftanlage in Betrieb

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Von: Oliver Schmitz

Eine schwimmende Windkraftanlage
RWE ist Vorreiter bei schwimmenden Windturbinen. © TetraSpar Demonstrator ApS

RWE hat eine neue Windkraftanlage vor der Küste Norwegens errichtet. Diese ist in ihrer Art und Weise einzigartig. Für die Zukunft sind weitere ähnliche Bauten geplant.

Essen/Norwegen – Der Energiekonzern RWE setzt zunehmend auf Alternativen zu Kohle und Gas. Allen voran seinen Windkraft-Bereich baut das Unternehmen aus Essen immer weiter aus. Gemeinsam mit drei anderen Unternehmen hat RWE vor der Küste Norwegens eine schwimmende Windturbine in Betrieb genommen.

Diese sorgt auch für eine Neuheit: Die Turbine steht auf dem „weltweit ersten vollständig industriell gefertigten, schwimmenden Fundament“, teilte die RWE-Sparte für Erneuerbare Energien, RWE Renewables, am Mittwoch (1. Dezember) mit. Der „TetraSpar“ genannte Prototyp sei erfolgreich an das norwegische Stromnetz angeschlossen worden.

RWE: Diese Vorteile hat das schwimmende Windrad

An der schwimmenden Windkraftanlage sind neben RWE die Energieunternehmen Shell (Niederlande) und Tepco (Japan) sowie das dänische Technologieunternehmen Stiesdal, das die Turbinenplattform entwickelt hat, beteiligt. Die Energieunternehmen erhoffen sich von dem Tetraspar-Konzept schnellere Herstellung, Montage und Errichtung sowie geringere Materialkosten.

Das schwimmende Fundament verfügt laut RWE über ein Kielelement. Am Meeresboden befestigt wird es mit drei Ankerketten. Der Prototyp mit einer 3,6 Megawatt-Windturbine befindet sich rund 16 Kilometer vor der norwegischen Küste. Die Wassertiefe beträgt dort etwa 200 Meter. Der Strom wird über ein Kabel ans Festland geleitet.

TetraSpar Demonstrationsprojekt in Norwegen
Die Windkraftanlage schwimmt vor der Küste Norwegens. (Symbolbild) © RWE

Schwimmende Windkraftanlagen von RWE – weitere Pilotprojekte kommen

RWE sieht sich selbst als Vorreiter bei schwimmenden Windkraftanlagen. Bis 2030 plant das Unternehmen Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 1000 Megawatt in Betrieb oder im Bau zu haben. Derzeit ist RWE auch an zwei weiteren Pilotprojekten in Spanien und den USA beteiligt, die nach Angaben einer Sprecherin aber noch nicht in Betrieb sind.

Windkraft ist in Köln zwar nicht so einfach zu erzeugen, wie an der norwegischen Küste, doch womöglich könnte es in Zukunft durch Wasserkraft Strom aus dem Rhein geben. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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