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Leverkusen: Schadstoffe aus Chempark freigesetzt ‒ vier Personen verletzt

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Von: Mick Oberbusch

Der Chempark Leverkusen nach der Explosion.
Im Chempark in Leverkusen wurden am Montag (31. Januar) Schadstoffe freigesetzt. © David Young/dpa

In Leverkusen Wiesdorf im Bereich des Chemparks ist es am Montag zu einer Freisetzung von Schadstoffen gekommen. Vier Personen wurden verletzt.

Köln ‒ Im Chempark Leverkusen ist es am Montag (31. Januar) zu einer Freisetzung von Schadstoffen gekommen. Gegen 14:35 Uhr löste der Warndienst des Bundes aufgrund einer „Schadstofffreisetzung in Leverkusen Wiesdorf“ aus. Dabei würden Schadstoffe freigesetzt, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können, hieß es weiter. „Aus bisher unbekannter Ursache kam es im Chempark Leverkusen gegen 14:00 Uhr zu einer Verpuffung in einem Chempark-Partnerbetrieb. Infolgedessen wurden Nitrosegase freigesetzt, es entstand eine kurzzeitig wahrnehmbare gelbe Wolke, die in östlicher Richtung zog“, heißt es von Currenta.

Chempark Leverkusen
Adresse:Kaiser-Wilhelm-Allee 101-103, 51373 Leverkusen

Chempark Leverkusen: Zahl der Verletzten steigt auf vier

Wie das Unternehmen am Montagabend via Twitter mitteilte, gab es vier Verletzte. Zunächst war lediglich ein Verletzter gemeldet worden. „Im Laufe des Einsatzes haben sich weitere Personen bei unserem medizinischen Dienst gemeldet, so dass sich die Zahl der Verletzten nun auf vier erhöht hat.“ Alle seien schon nach kurzer Zeit wieder aus der medizinischen Behandlung entlassen worden.

Chempark Leverkusen: Warnung für Köln und Leverkusen wieder zurückgenommen

Die Berufsfeuerwehr hat wegen der Schadstofffreisetzung eine Warnung über die NINA-App ausgelöst. Ein Sprecher der Feuerwehr Leverkusen erklärte auf 24RHEIN-Nachfrage jedoch, dass für die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe keine Gefährdungslage vorliege.

Einzig eine Warnung vor Geruchsbelästigung wurde ausgesprochen. Diese wurde um kurz nach 15 Uhr dann auch durch die Feuerwehr Köln für die Stadtteile Flittard und Dünnwald bestätigt. Gegen 15:45 Uhr wurde diese Warnung allerdings wieder zurückgenommen. Auch für Leverkusen wurde die Warnung zur Schadstofffreisetzung am Montagabend zurückgenommen.

Schadstoffe im Chempark Leverkusen freigesetzt ‒ Produktaustritt konnte „schnell gebremst werden“

Der Chempark in Leverkusen

Im Chempark bilden 70 Unternehmen aus Produktion, Forschung und Dienstleistung Synergien. An den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen findet auf einer Fläche von 11 Quadratkilometern und in rund 500 Betrieben ein Drittel der nordrhein-westfälischen Chemieproduktion statt. Die Unternehmen erhalten vor Ort eine komplette Infrastruktur und bedarfsgerechte Services. Dafür sorgt die Currenta GmbH & Co. OHG, Manager und Betreiber des Chempark. Quelle: www.currenta.de

„Es gab einen Produktaustritt nach einer Verpuffung im Werk, woraufhin sofort Messungen durchgeführt wurden“, so der Sprecher. „Aktuell gibt es keine Gefährdungslage. Der Produktaustritt im Werk konnte schnell gebremst werden“. Dennoch sollen sich Bürgerinnen und Bürger an folgende Handlungsempfehlungen halten: Menschen im betroffenen Bereich sollen sich in geschlossene Räume begeben, Fenster und Türen vorsorlich schließen und Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten. Ebenso wird gebeten, die direkten Nachbarn zu infomieren. Erst im vergangenen Jahr war es im Chempark zu einer größeren Explosion gekommen. (mo mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Update-Hinweis: Die Zahl der Verletzten steigt auf vier Personen.

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