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Schneemassen stellen Müllabfuhr vor große Probleme – Video zeigt, was jetzt wichtig ist

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Von: Stefanie Knupp

Stellenweise hat es in NRW so viel geschneit, dass das Leben zum Erliegen kam. Ein Problem auch für die Müllabfuhr – aus Dortmund kommt daher eine Bitte.

NRW – Am Wochenende versank Nordrhein-Westfalen im Schneechaos. Schneemassen haben Ostwestfalen, das Ruhrgebiet und das Münsterland lahmgelegt. Im Rheinland hat vor allem fieser Eisregen für Probleme gesorgt. Die Wetterlage beruhigt sich langsam, es ist eisig kalt, aber die Sonne lässt sich blicken. So schön die eisigen Landschaften und Straßenzüge angesichts des aktuellen Sonnenscheins auch aussehen, so sehr erschweren sie den Müllabfuhren in NRW die Arbeit. Festgefrorene Tonnen und nicht geräumte Wege und Stellplätze sorgen dafür, dass die Entsorgung gar nicht oder nur sehr langsam vorangeht.

Die Entsorgung Dortmund (EDG) hat auf Facebook ein Video ihrer Kollegen aus Hannover geteilt, das sehr deutlich zeigt, wie schwer die Arbeit der Müllwerker ist, wenn nicht geräumt ist. Ein Kollege der für die Hannover zuständigen Abfallwirtschaft (aha) müht sich sichtbar ab einen großen Müllcontainer von seinem Stellplatz zu ziehen. Er zieht und zieht ihn durch zentimeterhohen Schnee und kommt kaum vom Fleck. Der filmende Kollege findet die ganze Situation noch amüsant und lacht herzlich über die Versuche seines Mitstreiters. „Soll ich dir helfen?“, fragt er kurz bevor das Video endet. Selbst zu zweit dürften die schweren Container für die Müllwerker eine große Herausforderung gewesen sein.

Schneechaos in NRW: So kann jeder bei der Müllabfuhr helfen

Die EDG wirbt mit dem Video um Mithilfe der Dortmunder. „Bitte versucht die Wege zu euren Mülltonnen freizuräumen, damit die Kollegen – sobald das Wetter es wieder zulässt – auch an die Tonnen ran kommen“, heißt es in dem Facebook-Post der Dortmunder. „Dann geht es auch schneller für euch und leichter für uns mit der Abholung“, schreibt auch aha aus Hannover. Am Mittwoch war die Müllabfuhr in Dortmund noch nicht möglich. Der neuerliche Wintereinbruch hatte das Ruhrgebiet besonders stark getroffen. Polizei und Feuerwehr rückten am Wochenende wegen des Wintereinbruchs zu mehr als 2000 Einsätzen in NRW aus. Insgesamt kam es bis zum Montagmorgen (8. Februar) in NRW zu über 700 Verkehrsunfällen.

Schneechaos in NRW: Winterdienste werden angegangen – Bochumer wehren sich

Offenbar hatten sich viele Menschen vor allem über den Winterdienst in den vergangenen Tagen öffentlich beschwert. Aus gegebenem Anlass teilten das Abfallwirtschaftsunternehmen aus Bochum (USB) eine Botschaft mit seinen Usern. Das kommunale Unternehmen sah sich mit Kommentaren konfrontiert wie „Machen bei euch alle Betriebsferien?“ oder „Ich habe noch kein einziges Räumfahrzeug gesehen!“ oder auch „Ihr seid zu NICHTS zu gebrauchen!“.

Bittere Kommentare, die die Bochumer so nicht gelten lassen wollen, auch wenn sie Verständnis für das angespannte Nervenkostüm ihrer Kunden zeigen. „Unsere Mitarbeiter geben alles. Wir sind alle nur Menschen, die nach mehr als 8 Stunden harter Plackerei da draußen auch einfach nur müde, kalt, hungrig und erschöpft sind“, heißt es in dem Post, den auch die EDG Dortmund teilte und ihn „eigentlich genau Wort für Wort so kopieren“ könnten. (sk)

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