Viele Corona-Fälle an Schulen

Oberbergischer Kreis zieht die Reißleine: Schulen gehen wieder in Distanzunterricht

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Die Schüler im Oberbergischen Kreis müssen bald wieder vor ihren Computern lernen (Symbolbild).

Die Schulen im Oberbergischen Kreis werden wegen steigender Corona-Fälle ab kommenden Montag wieder in den Distanzunterricht wechseln. Eine Ausnahme gibt es dabei jedoch.

Update vom 19. März, 17:00 Uhr: Im Oberbergischen Kreis gehen sowohl die Grundschulen als auch weiterführenden Schulen ab Montag bis zu den Osterferien wieder in den Distanzunterricht. Ausgenommen seien nur die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen, teilte der Kreis am Freitag mit. Das Gesundheitsministerium bestätigte, dass es einen Antrag des Kreises auf Aussetzung des Wechselunterrichts, der derzeit auch eine Präsenz der Schüler in den Schulen vorsieht, mit der Einschränkung für die Abschlussklassen zugestimmt hat.

Nach Angaben des Kreises, in dem die Inzidenz deutlich über der Marke von 100 liegt, hätten sich die Corona-Fälle in Kitas und Schulen deutlich erhöht. Insgesamt 44 Kitas und Schulen seien betroffen. Nach Angaben des Oberbergischen Kreises gehen deshalb die Kitas ab Montag in den Notbetrieb. Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf bestätigte zunächst allerdings nur die Maßnahmen an den Schulen des Kreises. Der Oberbergische Kreis hatte sich Anfang der Woche noch besorgt über die weiteren Öffnungsschritte geäußert. (dpa)

Schule in NRW: Auch der Oberbergische Kreis zeigt sich über nächste Öffnungsschritte besorgt

Erstmeldung vom 15. März 2021

Gummersbach – Neben dem Kreis Düren ist auch der Oberbergische Kreis bei der Landesregierung wegen der weiteren Schulöffnung in Zeiten steigender Corona-Infektionen vorstellig geworden.

Nach Anfrage des Oberbergischen Kreises: Schulministerium hält an Öffnungskonzept fest

Die Schulleitungen der Oberbergischen Gymnasien hätten sich in einem Schreiben an Landrat Jochen Hagt (CDU) besorgt geäußert anlässlich des weiteren Öffnungsschrittes an diesem Montag und angefragt, ob der Präsenzunterricht der Stufen fünf bis zehn vor den Osterferien weiter ausgesetzt werden kann, wie eine Sprecherin des Oberbergischen Kreises am Montag sagte. Das daraufhin eingeschaltete Gesundheitsministerium habe mitgeteilt, eine Aussetzung des nächsten Öffnungsschrittes für den Schulbereich nicht mitzutragen.

Schulschließungen oder Einschränkungen des Schulbetriebs – auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 – könnten erst als letztes, unausweichliches Mittel der Pandemiebekämpfung in Betracht kommen, hieß es von Ministeriumsseite laut Kreis. An den derzeit geplanten Öffnungsschritten mit einem eingeschränkten Wechselunterricht werde festgehalten.

Oberbergischer Kreis wollte Aussetzung des Präsenzunterrichts bis zu den Osterferien

„Der Oberbergische Kreis hätte aus epidemiologischer Sicht eine weitere Aussetzung des Präsenzunterrichts bis zu den Osterferien begrüßt“, erklärte die Sprecherin. Andererseits stünden auch einer solchen Aussetzung nachvollziehbare Gründe entgegen und der Oberbergische Kreis sei an die Vorgaben des Landes gebunden.

Der Kreis Düren hatte in der vergangenen Woche sogar einen Antrag gestellt, den weiteren Öffnungsschritt an den Schulen wegen der gestiegenen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen bis zu den Osterferien auszusetzen. Den Antrag lehnt das Schulministerium ab. (bs/dpa/lnw)

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