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Siegburg: Busfahrer lässt Schwestern stehen – weil sie mit Kleingeld zahlen wollen

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Ein Busfahrer gibt in einem Bus einen Fahrschein durch die eingebauten Schutzscheibe.
Ein Busfahrer in Siegburg wollte Cent-Münzen beim Ticket-Kauf nicht annehmen (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

In Siegburg hat ein Busfahrer zwei Mädchen stehen lassen. Er wollte die Cent-Münzen der 13-Jährige nicht annehmen. Die beiden Schwestern mussten dann sechs Kilometer laufen.

Siegburg – Zwei Schwestern mussten in Siegburg sechs Kilometer laufen – und zwar weil der Busfahrer keine Cent-Münzen annehmen wollte. Die Mutter der 13 und 15 Jahren Mädchen berichtete, dass die Jüngere ihr Ticket mit Cent-Münzen bezahlen wollte. Der Busfahrer schickte die beiden jedoch heraus: Sie sollten das Kleingeld bei Passanten oder am Kiosk wechseln lassen.

Siegburg: Busfahrer lässt Schwestern stehen – weil sie mit Kleingeld zahlen wollen

Der Betriebsleiter der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG), Frank Wiedemann, bestätigte den Vorfall am Mittwoch teilweise. Der Fahrer sei angesichts des Münzhaufens perplex gewesen und habe gesagt: „Das ist doch wohl nicht dein ernst.“ Daraufhin seien die Mädchen ausgestiegen. Der Fahrer bestreite aber, sie dazu aufgefordert zu haben.

„Dennoch war der Spruch des Fahrers unglücklich“, sagte Wiedemann. „So was sollte nicht passieren.“ Mit dem Mann sei ein „ernstes Gespräch“ geführt worden, bei der Familie habe sich das Unternehmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis entschuldigt. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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