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Hündin Ayana flüchtet an Silvester vor Böllern und legt acht Kilometer zurück

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Von: Georg Dickopf

Die entlaufene Hündin fuhr per Polizeiauto zur Wache.
Die entlaufene Hündin wurde von der Polizei eingesammelt. © Georg Dickopf

Fünf Stunden lang suchte eine Familie aus dem Sauerland in der Silvesternacht ihre entwischte Hündin, die kilometerweit vor dem Feuerwerk flüchtete. Eine Odyssee mit Happy End.

Plettenberg – Der Jahreswechsel verlief in Plettenberg (Märkischer Kreis) alles andere als ruhig. Offenbar gab es bei vielen Bürgern einen großen Nachholbedarf, was das Böllern und Abfeuern von Raketen und Batterien anging. Erstaunlicherweise war das Aufkommen im Rettungsdienst nicht übermäßig groß. Von schlimmen Verletzungen wurde nichts bekannt.

Nicht unbedingt verletzt, aber sehr verstört waren dagegen zahlreiche Tiere im Stadtgebiet. Mehrere Katzen werden seit der Silvesternacht vermisst und auch ein halbes Dutzend Hunde wurde vermisst gemeldet. Zumindest Hündin Ayana hatte Glück nach ihrer stundenlangen Odyssee, berichtet wa.de.

Junger Hund flüchtet vor Böllern und erlebt Odyssee in der Silvesternacht

Die elf Monate alte Border-Collie-Hündin schlüpfte der Besitzerin an Silvester beim Öffnen der Tür gegen Mitternacht durch die Beine. Als dann just in dem Moment in der Nachbarschaft Feuerwerk gezündet wurde, rannte die junge Hündin verstört in die Dunkelheit davon.

Für die Familie in Plettenberg-Pasel war der Jahreswechsel damit geprägt von der verzweifelten Suche nach der Hündin. Über fünf Stunden lang suchten die Halter ihre Hündin Ayana im näheren und weiteren Umfeld des Wohnhauses bis zur Olper Kreisgrenze in Rönkhausen.

Hündin flüchtet acht Kilometer vor Silvester-Feuerwerk

Um 4 Uhr bemerkten Autofahrer dann einen umherlaufenden Hund auf der Reichsstraße / B 236 am Ortsausgang von Plettenberg-Eiringhausen in rund acht Kilometer (!) Entfernung. Der Hund hatte auf der Flucht vor Böllern und Raketen offenbar Lenne und Bahnlinie überquert. Die Polizei versuchte den Hund auf der B 236 einzufangen, was aber nicht gelang.

Hündin Ayana verbrachte fünf Stunden in der Plettenberger Polizeiwache.
Hündin Ayana verbrachte fünf Stunden in der Plettenberger Polizeiwache. © Polizei Märkischer Kreis

Als die Beamten dann die Hintertür des Streifenwagens öffneten, sprang die Hündin in den Polizeiwagen und landete so schließlich in der Plettenberger Polizeiwache, wo sie unter dem Schreibtisch langsam zur Ruhe kam.

Mit einem Auslesegerät versuchten die Beamten den Halter ausfindig zu machen, was misslang, da der Hund zwar gechipt war, aber die Daten nicht in der speziellen Datenbank hinterlegt waren. Ein Hinweis in den sozialen Medien brachte dann am Neujahrsmorgen Hündin Ayana und die überglückliche Besitzerin wieder zusammen.

Flucht vor Silvester-Feuerwerk: Einige Tiere noch immer vermisst

Laut Hauptkommissarin Alexandra Krah habe sich Ayana in der Polizeiwache sehr brav verhalten, zumal in der direkten Nähe kein Feuerwerk gezündet wurde. Neben Ayana habe die Polizei noch andere beim Feuerwerk entlaufene Tiere ihren Besitzern zurückbringen können. Einige Tiere sind aber auch weiterhin vermisst.

Kein schöner Jahresbeginn für die Besitzer, die aber überglücklich waren, die Hündin nach einer verzweifelten Suche wohlbehalten, wenn auch etwas erschöpft von der nächtlichen Odyssee wieder in die Arme schließen zu können.

An Silvester 2022 durfte wieder geknallt werden. In den Städten in NRW waren viele Menschen auf den Straßen. Vielerorts eskalierte die Lage. So kam es in Hagen zu hässlichen Szenen, als Jugendliche Straßenbarrikaden errichteten.

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