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So leben die Bewohner von Lützerath: Zwischen Hippie-Kommune und Straßenkampf

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Von: Peter Sieben

Der harte Kern lebt schon zwei Jahre hier. Anfang Januar sind viele Menschen dazugekommen, die Lützerath vor dem Abriss bewahren wollen: Es ist regelrecht voll in dem kleinen Dorf am Tagebau Garzweiler.

Menschen besuchen das besetzte Lützerath
1 / 31Anfang Januar kommen immer mehr Menschen nach Lützerath. Aktuell besetzen mehrere hundert Menschen das Dorf. Am 8. Januar gab es zudem einen öffentlichen Dorfspaziergang. © Peter Sieben
Menschen mit Rucksack am Tagebau bei Lützerath
2 / 31Viele reisen mit Rucksäcken an und wollen bleiben, um Lützerath zu verteidigen. Manche sind noch sehr jung, kaum volljährig. Aber es gibt hier auch Aktivisten jenseits der 60. © Peter Sieben
Braunkohlebagger im Tagebau Garzweiler II
3 / 31Die gigantischen Braunkohlebagger im Tagebau Garzweiler II sind dauerpräsent: Langsam graben sie sich in Richtung Lützerath. © Peter Sieben
Baumhäuser in Lützerath
4 / 31Ähnlich wie im Hambacher Forst, leben die Aktivisten im Camp von Lützerath auch in Baumhäusern. © Peter Sieben
Eine Frau hebt einen Graben in Lützerath aus
5 / 31Zur Besetzer-Strategie gehört das Ausheben von Gräben. Täglich arbeiten die Aktivisten an Barrikaden. © Peter Sieben
Ein gelbes X vor Lützerath
6 / 31Das gelbe X ist das Symbol der Klimaaktivisten. Man findet es überall im besetzten Dorf. © Peter Sieben
Ein großes gelbes X vor Lützerath
7 / 31Das riesige Holzkreuz oder X-Symbol ist das Symbol der Kohlegegner und Klimaaktivisten. Ursprünglich nutzten es Demonstranten, die gegen die sogenannten Castortransporte protestierten, bei denen Atommüll in Endlager gebracht wurde. © Peter Sieben
Gespensterpuppe in Lützerath
8 / 31Plakativ: Für die Aktivisten aus Lützerath ist Strom aus Kohle ein Schreckgespenst. © Peter Sieben
Annenmaykantereit in Lützerath
9 / 31Prominenter Besuch: Die Kölner Band AnnenMayKantereit spielte ein Konzert bei Lützerath. © Peter Sieben
Annenmaykantereit in Lützerath
10 / 31Die Band spielte unplugged, nur mit Gitarre und Melodica. Auf dem Gelände begegnet man auch abseits solcher Konzerte Musikern mit Akustikgitarren. © Peter Sieben
Zwei Menschen mit einem Schild am Tagebaugelände bei Lützerath
11 / 31Menschen aus umliegenden Städten und Dörfern reisten im Januar nach Lützerath. © Peter Sieben
Besetzer mit Sturmhauben in Lützerath
12 / 31Wenn Menschen von außerhalb kommen, vermummen sich viele Besetzerinnen und Besetzer. © Peter Sieben
Schild in Lützerath am Tagebau Garzweiler II
13 / 31Lützerath liegt direkt an der Grenze zum Tagebau Garzweiler II. Rund 150 Aktivistinnen und Aktivisten wollen den Ort gegen den Abriss verteidigen. © Peter Sieben
Menschen auf Campingstühlen am Garzweiler-Gelände
14 / 31Drüben auf dem Hügel: Im Januar kommen immer mehr Menschen in das besetzte Dorf am RWE-Tagebau Garzweiler. © Peter Sieben
Zwei Menschen am Tagebau Garzweiler
15 / 31Die Abbruchkante des Tagebaus ist inzwischen extrem instabil. © Peter Sieben
Eine Person sitzt auf einer Wiese vor dem Tagebau Garzweiler
16 / 31Die Tagebaufläche an der Grenze zu Lützerath ist riesig. Das Gelände wurde einst landwirtschaftlich genutzt. © Peter Sieben
Menschen mit Fahnen am Tagebau Garzweiler
17 / 31Beim AKtionstag im Januar kamen auch viele Menschen von außerhalb, die sich solidarisch mit den Besetzern zeigten. © Peter Sieben
Karnevalsfigur von Armin Laschet in Lützerath
18 / 31Eine alte Karnevalsfigur, die den Ex-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) darstellt. Inzwischen sind auch die Grünen nicht mehr wohlgelitten in Lützerath. © Peter Sieben
Auto mit Graffiti in Lützerath
19 / 31Ein buntes Schrottauto steht genau auf der Grenze zwischen dem Tagebau Garzweiler und Lützerath. © Peter Sieben
Besetzer auf einem Hochsitz in Lützerath
20 / 31„Wir bauen in die Höhe, um es der Polizei so schwer wie möglich zu machen“, erklärt eine Aktivistin. An mehreren Stellen in und um Lützerath besetzen die Aktivisten permanent Hochsitze, verbringen dort oft Stunden. © Peter Sieben
Aktivisten errichten Barrikaden in Lützerath
21 / 31Bauarbeiten in Lützerath. Das Errichten von Baumhäusern und Barrikaden haben sich die Aktivisten in Do-it-yourself-Manier beigebracht. Manche der Besetzer haben schon bei ähnlichen Aktionen wie im Hambacher Forst Erfahrungen gesammelt. © Peter Sieben
Schrottauto, das als Barrikade vor Lützerath dient
22 / 31Der schrottreife Wagen stand lange Zeit auf der Straße zwischen Tagebau und Lützerath. Jetzt dient er als Barrikade. © Peter Sieben
Ein alter Wohnwagen dient als Barrikade vor Lützerath
23 / 31Ein alter Wohnwagen dient als Barrikade vor Lützerath. Unterstützung gibt es auch von Gruppen aus anderen Städten. © Peter Sieben
Zwei Menschen vor dem Tagebau Garzweiler
24 / 31Die Aktivisten hatten zu einem Dorfspaziergang am 8. Januar eingeladen. Viele Menschen kamen aus umliegenden Städten – und ganz Deutschland und aus Nachbarländern nach Lützerath. © Peter Sieben
Aktivisten heben Gräben in Lützerath aus
25 / 31Die Besetzer und Helfer heben Gräben aus und errichten Barrikaden in Lützerath. © Peter Sieben
Barrikaden vor Lützerath
26 / 31Noch vor zwei Monaten war dieser Weg frei. Jetzt haben die Aktivisten Barrikaden errichtet, um die Räumung durch die Polizei zu verhindern oder zumindest zu erschweren. © Peter Sieben
Menschen sitzen auf einem Wall am Tagebau Garzweiler
27 / 31Ausharren am Tagebau Garzweiler: Dir Lützerath-Räumung steht unmittelbar bevor. © Peter Sieben
Fläche am Tagebau Garzweiler
28 / 31Das einstige Feld ist eine Schlammlandschaft. © Peter Sieben
Protestierende in Lützerath
29 / 31Protest gegen die Braunkohle: Zwischen Aktivisten und Polizei kommt es immer wieder auch zu Rangeleien. © Peter Sieben
Polizeibusse in Lützerath an der Abbruchkante vom Tagebau Garzweiler
30 / 31In Lützerath ist die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. © Peter Sieben
Polizei-Vorbereitungen zur geplanten Räumung des Dorfes Lützerath
31 / 31Seit Anfang Januar gibt es immer wieder Rangeleien zwischen Aktivisten und Polizisten. Mehrere Menschen wurde festgenommen und es gab Verletzte. © Henning Kaiser/dpa

Der einstige Acker des letzten Einwohners von Lützerath direkt an der Abbruchkante vom Tagebau Garzweiler ist nurmehr eine rutschige Schlammfläche. Und jenseits der Straße leben die Besetzer von Lützerath, die das Dorf vor dem Abriss durch RWE bewahren wollen. Sie haben sich jetzt verbarrikadiert: aufgetürmte Steine, Fahrräder und Bauzäune blockieren den Zugang. Dazwischen wohnen die Bewohner in Zelten, Baumhäusern und in den verlassenen Gehöften und Wohnhäusern. Und es werden immer mehr, die die Lützerath-Räumung verhindern wollen.

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