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Solinger Kindermord: Prozess in Wuppertal — Vater der Angeklagte als Zeuge

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Die angeklagte Mutter steht zwischen ihren Anwälten Felix Menke und Thomas Seifert  im Gerichtssaal.
Der Prozess um den Solinger Kindermord geht weiter. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Im Prozess um den fünffachen Kindermord in Solingen ist der Vater der Angeklagten als Zeuge geladen. Ob er erscheint und aussagt, ist aber noch unklar. Gegen den Mann wird selbst ermittelt.

Wuppertal – Im Prozess um den Mord an fünf Kindern in Solingen ist an diesem Montag der Vater der Angeklagten als Zeuge geladen. Gegen ihn wird in einem gesonderten Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach auf Anfrage. Das Verfahren gehe auf eine Strafanzeige seiner Tochter zurück, die diese während ihrer Untersuchungshaft erstattet habe.

Solinger Kindermord: Prozess in Wuppertal — Vater der Angeklagte als Zeuge

Ob der Vater am Nachmittag tatsächlich in Wuppertal erscheint und als Zeuge aussagt, ist noch unklar, betonte ein Gerichtssprecher. Ihm steht ein Aussageverweigerungsrecht zu.

Unterdessen hatte ein Verteidiger der 28-Jährigen angekündigt zu beantragen, dass ihr Gehirn auf Missbrauchsspuren untersucht wird. Neuerer Forschung zufolge wirke sich massiver sexueller Missbrauch im Kindesalter auch auf die Hirnstruktur aus. Auf der Anklagebank des Wuppertaler Landgerichts muss sich die 28-jährige Mutter der toten Kinder wegen fünffachen heimtückischen Mordes verantworten. Sie soll die Kinder betäubt und dann erstickt, erwürgt oder ertränkt haben. Der Prozess wird an diesem Montag fortgesetzt.

Solinger Kindermord: Prozess in Wuppertal — Angeklagte bestreitet Tat

Die Angeklagte hat die Tat bestritten. Ein Unbekannter sei in ihre Wohnung eingedrungen, habe sie gefesselt, geknebelt und dann ihre Kinder getötet. Die Ermittler hatten diese Version als Schutzbehauptung zurückgewiesen.

Der Angeklagten aus Solingen droht lebenslange Haft. Die Leichen der Kinder waren am 3. September vergangenen Jahres entdeckt worden: Melina (1), Leonie (2), Sophie (3), Timo (6) und Luca (8). Ihre Mutter hatte sich nach der Tat im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, aber überlebt. Ihr ältester Sohn blieb unverletzt. Seine Mutter hatte ihn zur Großmutter an den Niederrhein geschickt. (dpa/lnw)

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