1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Sturm NRW: Kreuz von Kirchturm in Essen geweht – Frau in Auto von Baum getroffen

Erstellt:

Von: Johanna Werning

Regen und Wind trifft Bäume bei Hannover während Sturmtief "Ignatz".
Sturmtief Ignatz brachte am Donnerstag viel Regen und schwere Böen nach NRW. © Julian Stratenschulte/dpa

Für ganz NRW gelten Sturmwarnungen. Am Donnerstag sind Orkanböen mit bis zu 115 km/h möglich. Alle Nachrichten im News-Ticker im Überblick.

Düsseldorf – Mittwoch und Donnerstag wird es in NRW ungemütlich: Über Köln, Düsseldorf und Münster ziehen mehrere Stürme. Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 115 km/h sind möglich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturmböen: „Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen.“

Sturm in NRW: DWD-Wetterwarnungen im Überblick

Für Teile von NRW gilt eine „Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN“ für Freitag (22. Oktober) von 10 bis 18 Uhr

Stand: 21. Oktober, 20:47 Uhr

Sturm in NRW: In Mönchengladbach stürzten zwei Bäume auf Häuser

Auch in Mönchengladbach kam es infolge des Sturms zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr und Polizei. Zweimal stürzten Bäume auf Häuser, einmal konnte der Sturz einer abgebrochenen Baumkrone auf ein Mehrfamilienhaus noch durch die Feuerwehr verhindert werden. Bis zum Nachmittag gab es 38 Einsätze für die Wehrleute. Verletzt wurde niemand.

Sturm in NRW: 80 Bäume in Düsseldorf umgestürzt

Der Sturm hat auf den Straßen und in den städtischen Grünanlagen in Düsseldorf gewütet und laut Angaben des Gartenamts rund 80 Bäume umgestürzt. Besonders schwer traf es den Stadtwald mit rund 60 umgestürzten Bäumen. Mehrfach mussten schwer beschädigte Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Die Mitarbeiter sind immer noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Sturm in NRW: Frau in Nümbrecht bei Unfall schwer verletzt

In Nümbrecht im Oberbergischen Kreis wurde eine 36-jährige Frau durch die Folgen des Sturms schwer verletzt. Auf einer Landstraße wurde ihr Auto gegen 9:10 Uhr am Donnerstagmorgen von einem Baum getroffen. Der Baum sei laut Polizeiangaben auf das Dach ihres Skodas gekracht. „Daraufhin verlor die Fahrerin die Kontrolle über ihren Wagen, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich, sodass der Wagen auf dem Dach zum Liegen kam“, berichtet ein Polizeisprecher. Die 36-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Gummersbach. (Stand: 21. Oktober 17:28 Uhr)

Sturm in NRW: Wind weht Kreuz von Kirchturmspitze in Essen

Der Sturm hat in Essen ein großes Metallkreuz von einer Kirchturmspitze geweht. Eine kräftige Böe habe es am Vormittag aus der Verankerung gebrochen, sagte ein Feuersprecher. Stundenlang hatte es in großer Höhe zunächst an einem Blitzableiter festgehangen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das Problem: „Wir kommen mit unserer 30-Meter-Drehleiter nicht dran, sodass wir nun nichts anderes tun konnten, als den Gefahrenbereich großräumig abzusperren“, sagte der Sprecher zu Beginn des Einsatzes. Einige Eingänge und ein Parkplatz durften nicht betreten werden, bis die Gefahr gebannt war.

Am Nachmittag kam Verstärkung von einer Werksfeuerwehr aus Gelsenkirchen. Diese habe einen Hubsteiger mit ausreichender Reichweite zur Verfügung gestellt, sodass die Höhenretter das mehr als einen Meter große Kreuz sichern und vor dem Absturz bewahren konnten. (dpa/lnw/Stand: 21. Oktober 16:45 Uhr)

Sturm in NRW: Ein Verletzter im Kreis Viersen – Baum stürze auf Auto

Die Polizei im Kreis Viersen hat eine erste Bilanz zum schweren Sturm durch das Tief „Ignatz“ gezogen. Ein 50 Jahre alter Mann in Lobberich wurde am Morgen gegen 7:15 Uhr leicht verletzt. Ein Baum sei an einer Kreuzung mit der einen Hälfte auf sein Auto und mit der anderen Hälfte vor sein Auto gestürzt. „An dem Wagen entstand Sachschaden. Bei einem weiteren Unfall blieb es bei reinem Sachschaden“, so ein Polizeisprecher. (Stand: 21. Oktober, 16:40 Uhr)

Sturm in NRW: Hunderte Einsätze im ganzen Land – Innenminister Reul gibt Sturm-Tipps

Seit heute Nacht ist die Feuerwehr in NRW durchgehen mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt. Bis 8 Uhr morgens rückten diese zu 366 Einsätzen im ganzen Land aus. Verteilt auf die Bezirksregierungen gab es die meisten Fälle in Köln (116) gefolgt von Arnsberg (110) und Düsseldorf (79). Insgesamt wurden dabei 1800 Kräfte eingesetzt. Die Polizei kam bis 8 Uhr auf 36 Einsätze bei Verkehrsunfällen. Dabei haben sich vier Menschen leicht verletzt.

„Gott sei Dank sind größere Schäden bislang ausgeblieben“, sagt Innenminister Herbert Reul und gibt Hinweise, wie man sich bei Sturm-Wetter verhalten soll: „Wenn Sie sich unbedingt im Freien aufhalten müssen, meiden Sie Wälder und achten Sie auch in den Städten auf herumfliegende und herabfallende Objekte. Ein gelegentlicher Blick in Baumkronen oder auf Dächer in Ihrer Nähe kann Leben retten. Schließen Sie in Innenräumen Türen und Fenster. (Stand: 21. Oktober, 14:25 Uhr)

Sturm in NRW: 40 Einsätze im Rhein-Erft-Kreis – Baumstämme rollen auf A560

Im südlichen Rheinland hat es im Zuge des Sturms am Donnerstagmorgen einige Feuerwehr- und Polizei-Einsätze gegeben. Allein im Rhein-Erft-Kreis ist die Polizei bis 11 Uhr ganze 40 Mal ausgerückt. In den meisten Fällen ging es um umgestürzter Bäume oder abgebrochener Äste, welche entweder von den Beamten selbst oder durch die Feuerwehr entfernt wurden. In Bergheim musste die Polizei eine Straße sichern, weil dort Dachziegel von einem Haus heruntergefallen waren.

Auch in Bad Honnef und Sankt Augustin (beide Rhein-Sieg-Kreis) hat das Sturmtief „Ignatz“ einige Schäden angerichtet. Die Feuerwehr in Bad Honnef musste bisher zehnmal zu Gefahrenstellen. Unter anderem war ein Baum zwischen dem Spitzenbach und Rhöndorf auf die Gleise der SWB-Linie 66 gefallen. Die Oberleitung wurde dabei leicht beschädigt. Die Feuerwehr Sankt Augustin wurde zur Autobahn 560 zwischen den Anschlussstellen Sankt Augustin und Niederpleis gerufen, weil dort gefällte Baumstämme auf die Fahrbahn gerollt waren. (Stand: 21. Oktober, 12:55 Uhr)

Sturm in NRW: Rheinenergie meldete Stromausfälle im Oberbergischen Kreis

Zudem gab es auch mehrere Stromausfälle im ländlichen Raum, so ein Sprecher der Rheinenergie gegenüber 24RHEIN. Die Stromausfälle seien im Oberbergischen Kreis unter anderem bei Lindlar gemeldet worden. „Inzwischen sind die Störungen aber behoben“, so der Sprecher.

Sturm in NRW: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein – viele Ausfälle bei KVB in Köln

Wegen massiven Unwetterschäden hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr in NRW „vorübergehend eingestellt“. In der Folge gibt es aktuell keine Möglichkeit mit dem Zug von und nach NRW Richtung Hamburg, Hannover, Kassel-Wilhelmshöhe und Frankfurt am Main zu kommen. Auch die ICE-Züge von/nach Amsterdam und von/nach Brüssel fallen komplett aus. Der Nahverkehr wird weiter betrieben, wenn auch mit teils erheblichen Einschränkungen. Am frühen Morgen war es bereits zu etlichen Ausfällen und Verspätungen gekommen.

Auch der ÖPNV in Köln leidet massiv unter Sturmschäden. Bei den Straßenbahnen der KVB kommt es zu zahlreichen Störungen und Ausfällen. Mittlerweile sind fast alle Linien davon betroffen. Vielerorts werden Ersatzbusse eingesetzt. (Stand: 21. Oktober, 11:00 Uhr)

Sturm in NRW: Viele Feuerwehr-Einsätze in Düsseldorf – aber noch keine Verletzten

Das Sturmtief hat in Düsseldorf mehrere Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Seit der Nacht auf Donnerstag sind die Kräfte zu 47 Gefahrenstellen ausgerückt, meistens wegen loser Äste, umgekippter Bäume oder Absperrungen an Baustellen, teilte die Feuerwehr mit.

Zwei Zelte, die unter anderem als Corona-Testzentrum genutzt wurden, mussten gesichert werden. „Bislang gibt es keine Meldungen über Verletzte im Zusammenhang mit dem Sturmtief.“ Darüber hinaus sind fünf geparkte Autos durch einen umgekippten Baum beschädigt worden. Aktuell ist die Feuerwehr noch an 32 Orten in den Stadtteilen Bilk, Stadtmitte, Ludenberg, Benrath, Gerresheim, Garath, Itter und Angermund im Einsatz. (Stand: 21. Oktober, 10:40 Uhr)

Sturm in NRW: Höhepunkt kommt erst noch – DWD warnt

In ganz NRW tobt am Donnerstagmorgen das Sturmtief „Hendrik“. Besonders im Südwesten des Landes ist es äußerst ungemütlich. Doch eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht – ganz im Gegenteil. Der Höhepunkt des Unwetters soll erst noch kommen. „Maximum wird in den nächsten Stunden erreicht“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Twitter. (Stand: 21. Oktober, 09:00 Uhr)

Sturm in NRW: Bisher wenig Polizei- und Feuerwehreinsätze

In Nordrhein-Westfalen sind am Donnerstagmorgen zunächst nur vereinzelte kleine Einsätze wegen umgestürzter Bäume gemeldet worden. In Köln hieß es bei der Polizei: „Bei uns nichts Größeres.“ Vor allem im Oberbergischen seien ein paar Bäume umgekippt. Für den Rhein-Sieg-Kreis meldete die Polizei einen leichten Verkehrsunfall und weitere „zwei, drei Einsätze“ – ebenfalls wegen Bäumen oder Ästen, die herabgestürzt seien.

In Bielefeld sagte ein Polizeisprecher: „Der Sturm ist bei uns so noch nicht angekommen. Außer umgekippten Mülltonnen haben wir nichts.“ Aus Aachen hieß es: „keine besondere Einsatzlage.“ Im Lagezentrum des Innenministeriums und der Landesleitstelle der Polizei lagen zunächst keine Schadensmeldungen vor. (os mit dpa/Stand: 21. Oktober, 08:15 Uhr)

Sturm in NRW: Ausfälle und Verspätungen im Bahn-Verkehr

Der Sturm sorgt am Donnerstagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen für Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Bei der Deutschen Bahn kommt es sowohl im Nah- als auch Fernverkehr zu Ausfällen und Verspätungen. Grund sind vor allem Gegenstände in Oberleitungen, teils müssen diese auch repariert werden. (Stand: 21. Oktober, 07:00 Uhr)

Sturm in NRW: Unwetterwarnung für Eifel – möglichst Innen bleiben

Neben dem Hochsauerlandkreis ist am Donnerstagmorgen auch die Eifel mit Aachen, Düren und Euskirchen besonders vom Sturm betroffen. Dort gilt von 6 bis 11 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) vor orkanartigen Böen. Laut dem DWD erreichen die Winde aus westlicher Richtung bis zu 110 km/h. Neben entwurzelten Bäumen drohen weitere Gefahren wie herabfallende Gegenstände (Äste, Dachziegel etc.) und beschädigte Dächer. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und man sollte möglichst im Inneren bleiben. (Stand: 21. Oktober, 06:30 Uhr)

Sturm in NRW: Köln – diese Bereiche sollten gemieden werden

Wer am späten Mittwochabend in Köln unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam sein. Die Stadt „bittet um Vorsicht bei Aufenthalt im Freien“. Es gibt einige Bereiche in Köln, die während des Sturms gemieden werden sollten. (Stand: 20. Oktober, 16:40 Uhr)

Sturm in NRW: Ennepe-Ruhr-Tal – Warnungen vor Gefahren

Auch die Feuerwehr des Ennepe-Ruhr-Tals warnt bereits am Mittwochnachmittag vor den Sturmgefahren. „Aufgrund der angekündigten markanten Wetterentwicklung im Abendverlauf des 20. Oktober und im weiteren Nachtverlauf zum 21. Oktober, bitten wir die Einwohner des Ennepe-Ruhr-Kreises, die Wetterwarnungen des DWD eigenständig genau zu beobachten“, heißt es in der Meldung. (Stand: 20. Oktober, 16:30 Uhr)

Sturm in NRW: Gefahrenwarnung – Entwurzelte Bäume und herabstürzende Dachziegel

„Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände“, so der DWD weiter. Auch bei der Deutschen Bahn kann es zu Verspätungen oder Ausfällen aufgrund der Stürme kommen.

Sturm in NRW: Gefahrenwarnungen im Überblick

Die ersten Wetterwarnungen laufen bereits seit Mittwochvormittag: „Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 km/h und 60 km/h aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 70 km/h gerechnet werden.“ Auf der Sturmskala, auch Beaufort-Skala genannt, bedeutet das den Wert sieben und acht.

Sturm in NRW: Beaufort-Skala teilt Windstärke ein

Sturm-Experten teilen die Windstärke auf der sogenannten Beaufort-Skala ein. Die Windstärke lässt sich in zwölf Stärke-Klassen kategorisieren. Bei den Stürmen „Ignatz“ und „Hendrik“: Ist mit Stufe 11 zu rechnen. Das bedeutet Orkanartiger Sturm mit Sturmböen bis zu 117 km/h.

Sturm in NRW: Orkanartige Böen am Donnerstag besonders stark

Am Donnerstag soll es in NRW besonders ungemütlich werden. „Es treten oberhalb 800 Meter orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 km/h und 115 km/h anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf“, so der DWD in einer Warnung weiter.

Bis ins Flachland müsse in ganz Nordrhein-Westfalen mit Sturm gerechnet werden. „Da kann man für keine Region in NRW Entwarnung geben“, erklärt Meteorologin Ines von Hollen, Meteorologin des DWD. Erst im Laufe des Nachmittags lasse das Unwetter langsam von Westen her nach, so die Meteorologin weiter.

(jw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant