Feuerwehr im Einsatz

Sturmtief „Eugen“ fegt über NRW: Baum stürzt auf fahrendes Auto

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Das Sturmtief macht den Aufenthalt Draußen nicht besonders angenehm.

Ein Tief sorgte am Dienstag für stürmisches Wetter in Nordrhein-Westfalen. Einzelne Windböen waren bis zu 100 km/h stark.

Update vom 5. Mai, 6:14 Uhr: Das Sturmtief „Eugen“ hat am Dienstag Nordrhein-Westfalen kräftig durchgeschüttelt. Zahlreiche Bäume wurden umgeweht und behinderten den Straßen- und Bahnverkehr, außerdem fielen Dachziegel herab. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Im Oberbergischen Kreis stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto und verletzte den 23-jährigen Fahrer.

Vom Sturm umgewehte Bäume sowie Gegenstände in der Oberleitung oder auf den Gleisen behinderten den regionalen Zugverkehr. Auf mehreren Strecken kam es wegen zeitweiliger Sperrungen zu Verspätungen und Zugausfällen. Das von Eisenbahnverkehrsunternehmen gemeinsam betriebene Portal zuginfo.nrw verzeichnete am späten Nachmittag ein gutes Dutzend betroffene S-Bahn-, RB- und RE-Linien in allen Landesteilen. Meistens waren Bäume auf die Gleise gestürzt.

Nachdem auf der A44 ein Sattelauflieger von einer Sturmböe umgeweht worden war, wurde der betreffende Abschnitt zwischen dem Kreuz Holz und dem Dreieck Jackerath am Nachmittag in beiden Richtungen voll gesperrt.

Auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf rückte die Feuerwehr mehr als 20 Mal wegen umgekippter Äste, loser Dachverkleidungen oder herabfallender Fassadenteile aus. An einer Baustelle fielen mehrere von einem Kran herab baumelnde Bauplatten aus 30 Metern Höhe hinab, richteten allerdings keinen Schaden an, wie die Feuerwehr berichtete.

Die mit rund 100 km/h stärkste Windböe registrierte der Deutsche Wetterdienst bis zum Nachmittag in Aachen. Dies entspricht Windstärke 10.

Sturmtief „Eugen“ fegt über NRW: 20 Meter hohe Birke stürzt auf Garage

Erstmeldung vom 4. Mai: Düsseldorf – Sturmtief Eugen“ hat am Dienstagmorgen in Nordrhein-Westfalen nur vereinzelt zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen sagte, sei die Regionalstrecke Gummersbach-Marienheide gesperrt, weil ein Baum auf den Gleisen liege. Im Münsterland sei die Strecke Dülmen-Coesfeld wieder für Züge frei, nachdem Äste von den Gleisen geräumt worden seien. Der Fernverkehr lief zunächst störungsfrei.

Sturmtief „Eugen“ über NRW: Einige Vorfälle in Herzogenrath und Düsseldorf

In Herzogenrath bei Aachen stürzte in der Nacht wohl aufgrund des starken Windes die Giebelwand eines im Rohbau befindlichen Hauses um. Wie die Feuerwehr mitteilte, drohten noch weitere Bauteile herabzustürzen. Der Bereich sei großräumig abgesperrt worden, hieß es.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es nach Angaben der Feuerwehr bis zum Morgen sieben sturmbedingte Einsätze. Unter anderem stürzte ein Teil einer 20 Meter hohen Birke auf das Dach einer Garage. Verletzte gab es zunächst nicht. Für Düsseldorf galt weiter eine amtliche Warnung vor Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde und in der Spitze bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Das letzte Sturmtief „Louis“ hatte in Düsseldorf für ordentlich Chaos gesorgt.

Sturmtief „Eugen“ sorgt für nass-kaltes Wetter in NRW

Tief „Eugen“ sorgt am Dienstag in Nordrhein-Westfalen für stürmisches und kühles Wetter. Bereits am Morgen erwartete der Deutsch Wetterdienst (DWD) demnach kräftige Böen, die sich am Vormittag noch verstärken. Der Vorhersage zufolge sind in der Nähe von Schauern örtlich schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich. Auch einzelne orkanartige Böen sind unter anderem in Gewitternähe nicht ausgeschlossen.

Zudem zieht laut DWD von Westen her am Dienstagmorgen Regen auf. Im Tagesverlauf kann es demnach immer wieder Regenschauer geben, im Norden sind vereinzelte Gewitter möglich. Zum Abend hin soll der Wind wieder laut DWD aber wieder abschwächen. In der Nacht zum Mittwoch sind im Osten und Norden des Landes noch starke bis stürmische Böen mit bis zu 65 Kilometern pro Stunde möglich, der Wind lasse aber weiter nach. (dpa/lnw)

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