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Nach Bedrohung von Synagoge in Hagen – „Vorfall weckt schlimme Erinnerungen“

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Josef Schuster, Präsident der Zentralrat der Juden, bei einer Rede.
Josef Schuster, Präsident der Zentralrat der Juden, bedankt sich bei der Polizei nach der Bedrohung auf die Synagoge in Hagen (Symbolbild). © Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf die Synagoge in Hagen bedankt sich der Zentralrat der Juden bei der Polizei. Jüdisches Leben ohne Angst sei in Deutschland nicht möglich.

Hagen – Nach den mutmaßlichen Plänen für einen Anschlag auf die Synagoge in Hagen hat sich der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, unter anderem bei der Polizei bedankt: „Wir danken den Sicherheitsbehörden, die offenbar einen Anschlag auf die Synagoge in Hagen verhindert haben. Der Vorfall weckt schlimme Erinnerungen an den Anschlag an Jom Kippur vor zwei Jahren in Halle“, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend.

Synagoge in Hagen: Zentralrat der Juden dankt der Polizei

„Dass unsere Gemeinschaft erneut am höchsten Feiertag dermaßen gefährdet war, lässt uns tief besorgt zurück und zeigt, dass die Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen bei vielen jüdischen Einrichtungen notwendig war und ist“, so Schuster.

Die frühere Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, erklärte: Der mutmaßliche Anschlagsversuch zeige erneut, „dass jüdisches Leben ohne Angst in Deutschland noch immer nicht möglich ist, allen guten Worten zum Trotz.“ Ohne Polizeischutz sei es weiterhin undenkbar.

„Wer mit Kippa unterwegs ist, wer eine Davidsternkette trägt oder wer am Abend des höchsten jüdischen Feiertages zu seiner Synagoge aufbricht, der begibt sich in Gefahr – so denken inzwischen viele in der jüdischen Gemeinschaft“, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Donnerstag laut Mitteilung. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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