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Schüsse und Kollision: Wilde Verfolgungsjagd nach Geldautomatensprengung

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In Mönchengladbach hat es eine folgenreiche Geldautomatensprengung gegeben. Die Polizei verfolgte die Täter bis auf die A61 und sogar Schüssen fielen.

Mönchengladbach – In der Nacht zum Samstag (17. Dezember) sind mal wieder Geldautomaten in NRW gesprengt worden. Diesmal hat es eine Volksbank-Filiale in Mönchengladbach-Hardt getroffen. Doch dabei blieb es nicht. Polizei und noch unbekannte Täter lieferten sich anschließend eine ereignisreiche Verfolgungsjagd. Das Fluchtauto rammte dabei einen Streifenwagen, woraufhin eine Polizistin Schüsse abgab, teilte ein Polizei-Sprecher mit. Erst auf der Autobahn A61 konnten die Räuber die Beamten abhängen.

Geldautomat in Mönchengladbach gesprengt: Fluchtauto prallt in Streifenwagen – aber entkommt

Links eine durch eine Geldautomatensprengung zerstörte Volksbank-Filiale und rechts ein schnell fahrendes Auto.
Die Volksbank in Mönchengladbach-Hardt wurde durch die Geldautomatensprengung stark beschädigt. Die Täter flohen über die A61. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa & Frank Rumpenhorst/dpa

Gegen 1:35 Uhr wurden mehrere Anwohner in Mönchengladbach-Hardt von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Schnell bemerkten sie, dass es eine Sprengung in der Volksbank an der Vorster Straße gegeben hatte. Denn vor der Bank stand ein schwarzer Audi A6 sowie mehrere vermummte Personen. Ähnlich schnell war auch die alarmierte Polizei zur Stelle. Kurz vor dem Tatort kam mehreren den Streifenwagen das Fluchtfahrzeug entgegen.

„Nach bisherigem Kenntnisstand wich dieses dem Zivilwagen zunächst über den Gehweg aus, fuhr dann zurück auf die Straße und rammte den dahinter fahrenden Streifenwagen“, sagt ein Polizei-Sprecher. Danach seien auch die Schüsse auf den Audi A6 abgegeben worden. Jedoch ohne Erfolg, denn das Auto flüchtete weiter in Richtung Autobahn. Bei der Kollision und Schussabgabe wurde kein Polizist verletzt.

Weitere Polizeibeamte hefteten sich schließlich auf der A61 in Richtung Venlo an die Fersen des dunklen Audis. „Im Bereich der Anschlussstelle Süchteln verloren sie den Blickkontakt“, teilt ein Sprecher mit. Es sei noch unklar, ob der Fluchtwagen dort weiter auf der Autobahn blieb oder abfuhr.

Geldautomatensprengung in Mönchengladbach: So sollen die Täter aussehen

Die Polizei geht aktuell von drei oder vier männlichen Tatverdächtigen aus. Während der Geldautomatensprengung habe eine im Auto gesessen. Zwei bis drei weitere Männer „liefen nach zwei stattgefundenen Detonationen mit Taschen hinein, kehrten kurz danach zurück und stiegen in das Fluchtfahrzeug“. Die Polizei bittet, dass sich weitere Zeugen unter der Rufnummer 02161-290 melden sollen.

Mönchengladbach: Volksbank nach Geldautomatensprengung stark beschädigt

Durch die Sprengung wurde die Volksbank in Mönchengladbach-Hardt ebenfalls erheblich beschädigt. Die Schaufensterscheibe der Bank seien zersplittert, sagt ein Polizei-Sprecher. Die dahinter stehenden Geldautomaten sind sogar „massiv beschädigt“. Das Gebäude selbst seit laut einem Statiker aber begehbar. Viele weitere Dinge sind derzeit noch unklar. Dazu gehören laut Polizeiangaben die genaue Vorgehensweise sowie mögliche Beute. Wegen der Schussabgabe ermittelt aus Neutralitätsgründen zudem die Polizei Aachen.

Es kommt immer häufiger zu Geldautomatensprengungen in NRW. Allein 2022 hatte es bis November über 150 Vorfälle gegeben, womit sich die Anzahl im letzten Jahrzehnt mehr als verzehnfacht hat. Erst am Freitag (16. Dezember) war ein Geldautomat in Goch gesprengt worden. (os mit ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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