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Modediscounter Takko erhält Finanzspritze – „Fortbestand gesichert“

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Von: Lydia Mayer

Eine Filiale des Textildiscounter Takko in Köln
Dank eines Millionenkredits ist der Weiterbestand des angeschlagen Modediscounters Takko vorerst gesichert. © Marius Becker

Der Corona-Lockdown hat Modediscounter Takko finanziell in Not gebracht. Ein Millionen-Kredit soll jetzt über das Tief hinweghelfen.

Telgte – Der von der Corona-Krise schwer getroffene Modediscounter Takko hat sich finanziell Luft verschafft. Takko erhalte von seinem Eigentümer, von Investoren und von Banken zusätzliche Mittel von rund 54 Millionen Euro, teilte Interims-Vorstandschef Karl-Heinz Holland am Montag mit.

„Der Kredit ermöglicht es uns, kurzfristig unsere operativen Kosten zu decken und den Fortbestand unseres kerngesunden Unternehmens zu sichern“, betonte Holland. Zunächst hatte sich Takko um eine Bürgschaft des Landes NRW bemüht. Die Verhandlungen waren aber gescheitert.

Takko vorerst gerettet: 14.000 Mitarbeiter in Deutschland können aufatmen

Mit über 1900 Filialen in 17 Ländern gehört Takko zu den großen Modefilialisten in Europa. Das Unternehmen mit Sitz in Telgte im Münsterland beschäftigt 18 000 Mitarbeiter, davon rund 14 000 in Deutschland. Eigentümer ist der Finanzinvestor Apax.

Der Textildiscounter war durch den zweiten Lockdown in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Durch die teilweise Wiedereröffnung der Läden habe sich die Situation aber gebessert, der Finanzbedarf sei dank der hohen Kundennachfrage gesunken, betonte Holland.

Takko sei deshalb „zuversichtlich, die Gelder schnell zurückzahlen zu können“. Mittelfristig wolle Takko wieder auf den Wachstumskurs zurückkehren.

Corona in NRW: Freizeitparks und Gastronomie warten nach wie vor auf Öffnungsperspektive

Während Modegeschäfte dank der Teilöffnung und „Click&Meet“ wieder Kunden, wenn auch unter strikten Vorgaben, empfangen können, gibt es für Freizeitparks und die Gastronomie nach wie vor keine Öffnungsperspektive. Das Phantasialand Brühl hat eine geplante Öffnung Ende März deshalb verworfen und vorerst „bis auf Weiteres geschlossen“. Gastronomen hatten deshalb Anfang März vorm Landtag in Düsseldorf protestiert und eine Öffnungsperspektive gefordert.

Beim nächsten Bund-Länder-Gipfel am 22. März sollen weitere Öffnungsschritte beraten werden. Auch Möglichkeiten für Außengastronomie und für die Tourismus- und Freizeitbranche sollen dann besprochen werden.

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