Tod in den Alpen: Bergwanderer aus NRW stürzt 150 Meter in die Tiefe
Ein 34-jähriger Bergwanderer aus Siegen (NRW) ist in den Berchtesgadener Alpen in den Tod gestürzt. Folgte er einer falschen Karte?
Berchtesgaden/Siegen - Ein Bergwanderer aus Nordrhein-Westfalen ist in den bayerischen Alpen zu Tode gestürzt. Der 34-Jährige aus Siegen fiel bei Berchtesgaden etwa 150 Meter in die Tiefe und starb. Er war vermutlich einem Steig gefolgt, der zwar „oft auf Handykarten eingezeichnet ist, aber so nicht existiert“, schreibt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.
| Berg | Hoher Laafeld |
| Gebirge | Berchtesgadener Alpen |
| Höhe | 2074 Meter |
Tod in den Alpen: Bergwanderer aus Siegen (NRW) stürzt 150 Meter in die Tiefe
Wie die Polizei mitteilte, war der Mann aus Siegen am Samstag (12. August) nicht von einer Wanderung zum „Hohen Laafeld“ (2074 Meter) zurückgekehrt. Als der Wirt, auf dessen Alm der Wanderer am Samstag eingecheckt hatte, am Sonntag das unbenutzte Bett sah, alarmierte er die Polizei.
Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei und die Bergwacht Berchtesgaden starteten sofort eine Suche nach dem Vermissten. Gegen 12.30 Uhr machten Einsatzkräfte in einer steilen Wiese unterhalb des Gipfels Gegenstände aus. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers entdeckte schließlich den Körper des 34-Jährigen aus Siegen auf 1880 Höhenmetern. Zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe konnten nur noch den Leichnam bergen.
Bergwanderer aus NRW folgte vermutlich einer falschen Karte
Der Bergwanderer aus NRW wollte vermutlich nach Erreichen des Gipfels nicht wieder den Aufstiegsweg zurücknehmen, sondern über die Nordseite in Richtung Gotzentauern absteigen, um wieder zur Gotzenalm zu gelangen“, schreibt die Polizei. Beim Abstieg in dem „weglosen, felsigen und grasdurchsetzten Gelände dürfte er ausgerutscht und dann über die Felsen mindestens 150 m abgestürzt sein“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Mann alleine unterwegs. Fremdverschulden als Unfallursache werde nicht angenommen.
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