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Polizei jagt Masken-Muffel mit Hubschrauber – aus gutem Grund

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Ein Polizeihubschrauber ist gegen Mitternacht am Himmel auf der Suche nach einer Person.
Als der Masken-Muffel mit offenem Haftbefehl floh, wurde ein Polizeihubschrauber zur Suche eingesetzt (Symbolbild). © Gottfried Czepluch / Imago

In Troisdorf floh ein Masken-Muffel am Bahnhof vor der Polizei. Ein Hubschrauber wurde eingesetzt – denn gegen den Mann gab es einen Haftbefehl.

Troisdorf – Eine simple Kontrolle an einem Bahnhof in Troisdorf, weil zwei Masken-Muffel ihren Mundschutz nicht richtig trugen, führte in der Nacht zum Mittwoch zu einer großen Suchaktion mit einem Polizeihubschrauber.

Troisdorf: Masken-Muffel hat offenen Haftbefehl wegen Drogen

Ein 23 Jahre alter Mann und seine 15-jährige Cousine wurden am Bahnhof in Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis) von einer Streife der Bundespolizei kontrolliert, weil sie ihren Mundschutz nicht richtig aufgesetzt hatten. „Eine Abfrage seiner Personalien ergab, dass gegen den jungen Mann ein Untersuchungshaftbefehl vom Amtsgericht Siegburg wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorliegt“, berichtet eine Sprecherin der Bundespolizei am Mittwoch.

Bei der folgenden Durchsuchung wurden die Beamten auch direkt fündig. Neben Cannabis und Kokain hatte der Mann in seiner Jacke auch noch einen Schlagring und ein Messer versteckt. Doch während der Kontrolle konnte der 23-Jährige plötzlich fliehen, rannte sogar über die Gleise der Schnellfahrtstrecke. „Einem Beamten gelang es noch, ihn kurzzeitig zu fassen, der Festgehaltene riss sich jedoch los, indem er seine Jacke löste“, so die Sprecherin weiter.

Troisdorf: Polizeihubschrauber sucht nach Masken-Muffel

Die Beamten verzichteten „aus Eigengefährdung und zum Schutze des Geflohenen“ auf eine Verfolgung über die Gleise. Dafür wurden diese aber gesperrt und ein Hubschrauber angefordert. Der Masken-Muffel wurde jetzt also sogar mit einem Polizeihubschrauber gesucht. Auch die Landespolizei unterstützte bei der Fahndung – aber vergeblich. Der Mann konnte vorerst entkommen.

„Die Cousine des Geflohenen wurde zunächst in Gewahrsam genommen, bevor sie an eine Jugendunterkunft übergeben wurde“, erklärt die Sprecherin. Es wurden mehrere Verfahren gegen den Mann eingeleitet. Die Ermittlungen übernimmt jetzt die Polizei in Siegburg. (bs/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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