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Umfrage: Fast jeder dritte Erzieher in NRW denkt über Stellenwechsel nach

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Die Zahl der Fachschulen für Erziehende in NRW ist seit 2017 gesunken, die Zahl der Betreuungsplätze aber gestiegen. (Symbolbild) © Jörg Carstensen/dpa

Mehr Betreuungsplätze, weniger Nachwuchs und kaum Weiterbildungs-Möglichkeiten. Erzieher haben es in NRW immer schwerer. Viele ziehen deshalb einen Jobwechsel in Betracht.

Düsseldorf – Etwa 30 Prozent der Kita-Erzieherinnen und Erzieher in Nordrhein-Westfalen denken laut einer wissenschaftlichen Erhebung über einen Stellenwechsel nach. Etwa fünf Prozent der Beschäftigten in Kitas und offenen Ganztagsbetreuungen wollen ihren Beruf demnach sogar ganz aufgeben.

Erzieher in NRW häufig unzufrieden: Verdi sieht „dringenden Handlungsbedarf“ – das sind die Probleme

Wie Verdi NRW am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, geht das aus einer Befragung unter bundesweit mehr als 19.000 Fachkräften hervor – darunter rund 4000 in NRW. Verdi hat die Erhebung den Angaben zufolge zwischen Mai und Juni 2021 in Kooperation mit der Hochschule Fulda durchgeführt.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Situation in NRW zu verbessern“, sagte Marlene Seckler, Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Gemeinden NRW, laut Mitteilung. Bislang seien keine Maßnahmen ergriffen worden, um den Beruf wieder attraktiv zu machen.

Erzieher in NRW häufig unzufrieden: Verdi kritisiert Landesregierung

Verdi NRW kritisierte auch die fehlende Weiterbildung der Fachkräfte. Laut Umfrage befinden sich zurzeit nur sieben Prozent der Befragten aus NRW in einer Qualifizierungsmaßnahme – 40 Prozent erhalten demnach keine Möglichkeit zur Höherqualifizierung.

Ein steigendes Angebot an Betreuungsplätzen setze auch mehr Fachkräfte voraus, sagte Seckler. Stattdessen sei die Zahl der Fachschulen für Erziehende in NRW seit 2017 aber gesunken. „Die Landesregierung spielt hier mit dem Wohlwollen der Fachkräfte und nimmt in Kauf, dass einige sogar ganz aussteigen.“ (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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