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Fußgänger in Radevormwald überfahren: Unfallverursacher stellt sich – „dachte es war ein Tier“

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Ein Krankenwagen, Notarztwagen und Einsatzkräfte der Polizei stehen an einer Unfallstelle auf einer Landstraße bei Radevormwald (Oberbergischer Kreis).

Tödlicher Unfall Radevormwald: Der Unfallverursacher sei einfach weitergefahren. © Nord-West-Media TV/dpa

Am Mittwoch wird ein 63-Jähriger auf einer Landstraße bei Radevormwald (Oberbergischer Kreis) angefahren. Vom Fahrer fehlt jede Spur. Jetzt hat er sich der Polizei gestellt.

Update vom 11. März, 15:28 Uhr: Nach dem Tod eines 63 Jahre alten Fußgängers aus Radevormwald (Oberbergischer Kreis) hat die Polizei den zunächst flüchtigen mutmaßlichen Unfallverursacher festgenommen. Der 20-jähriger Mann habe sich am Donnerstag selbst bei der Polizei gemeldet, nachdem er aus Berichten von den Folgen des Zusammenstoßes erfahren hatte.

Den Angaben zufolge hatte die Spurensicherung zuvor ein Fahrzeugteil mit Blutanhaftungen in der Nähe der Unfallstelle gefunden, das zu einem speziellen Fahrzeugtyp geführt hatte.

Unfall im Radevormwald: Autofahrer dachte, er hätte Tier angefahren

Nach Hinweisen und Berichten in den sozialen Medien habe sich der 20-Jährige aus Radevormwald dann bei der Polizei gemeldet. In der ersten Vernehmung habe er angegeben, er sei davon ausgegangen, dass er ein Tier angefahren habe. Nach bisherigen Ermittlungen war es zum Zeitpunkt der Kollision bereits dunkel, zudem habe es genieselt.

Der 63-jährige befand sich den Angaben zufolge auf der Landstraße, als er vom Fahrzeug des 20-Jährigen erfasst und tödlich verletzt wurde. Die genauen Umstände des Unfalls werden weiter untersucht. Den Autofahrer, dessen Fahrzeug sichergestellt wurde, erwartet laut Polizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubtem Entfernens vom Unfallort.

In Duisburg ereignete sich Mitte Januar ein Fall, bei dem ein SUV-Fahrer einen 38-Jährigen vermutlich absichtlich angefahren hatte. Danach machte sich der Autofahrer aus dem Staub.

Fußgänger in Radevormwald überfahren: Fahrer laut Polizei flüchtig

Erstmeldung vom 11. März, 7:25 Uhr: Radevormwald – Ein Mann ist auf einer Landstraße bei Radevormwald (Oberbergischer Kreis) ums Leben gekommen. Mutmaßlich, nachdem er am Mittwochabend von einem Fahrzeug angefahren worden war. Aufgefunden wurde er in der Nähe des Einmündungsbereich der beiden Landstraßen 81 und 414 auf der Fahrbahn.

Man gehe derzeit von einem Unfall aus, sagte ein Polizeisprecher. Der Unfallverursacher sei flüchtig. Es gebe noch keine Hinweise darauf, um was für ein Fahrzeug es sich gehandelt haben könnte. Auch die Identität des Mannes war zunächst noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Nach ersten Ermittlungen am Einsatzort liegen Hinweise auf ein Verkehrsunfallgeschehen. Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können und nimmt Hinweise unter der Tel.-Nr.: 02261-8199 0 entgegen. (dpa/lnw)

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