1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Rückkehr zum Uni-Leben – NRW-Landesregierung plant weitere Lockerungen

Erstellt: Aktualisiert:

Studierende mit Maske in einem Hörsaal.
Die Landesregierung NRW plant noch im Juni Corona-Lockerungen an den Universitäten. (Archivbild) © Jean-Luc Flemal/Imago

Die NRW-Landesregierung hält weitere Corona-Lockerungen an Universitäten im Juni für machbar. Bei dem Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz stößt das auf Unverständnis.

Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Landesregierung hält weitere Corona-Lockerungen an Universitäten im Juni für machbar. Erst vor knapp zwei Wochen öffnete die Universität Köln ihre Bibliotheken fürs Lernen. Die Landesrektorenkonferenz drängt hingegen auf Impfungen für Studenten. Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sagte der Rheinischen Post am Dienstag, wenn sich die Inzidenz-Zahlen weiter so positiv entwickeln wie zuletzt, seien zu Monatsanfang weitere Öffnungsschritte an den Hochschulen hin zu mehr Präsenz möglich - nicht nur bei Prüfungen, sondern auch bei Lehrveranstaltungen.

NRW: Rückkehr zum Präsenz-Semester stößt auf Widerstand

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Lambert T. Koch, dämpfte allerdings die Erwartungen an den größeren Handlungsspielraum: „In den letzten Wochen des laufenden Semesters wird sich dies noch vergleichsweise wenig auswirken“, sagt er der Rheinischen Post.

Er nannte mehrere Gründe für das Zögern der Universitäten in NRW: Nur wenige Studierende seien schon geimpft, und man dürfe „diejenigen nicht im Regen stehen lassen, die aufgrund finanzieller Engpässe ihre Wohnungen am Studienort aufgegeben haben und auch in diesem Semester vom Wohnort ihrer Eltern aus studieren“. Zudem gebe es viele ausländische Studierende aus Risikogebieten, die nicht einreisen könnten.

NRW: Rückkehr zum Präsenz-Semester – Studierende sollen erst Impfangebot erhalten

Koch weiter: „Für das kommende Wintersemester rechnen wir mit einem großen Schritt in Richtung Normalisierung. Der Anteil an Präsenzlehre wird erheblich steigen.“ Allerdings bauten die Rektoren dabei auf die Zusage des Ministerpräsidenten, „dass unsere jungen Menschen im Laufe des Sommers verlässlich bzw. planbar ein Impfangebot erhalten“. Wenn die Studierenden bis zum Beginn des Wintersemesters nicht geimpft seien, drohe „ein bildungspolitisches Desaster“. (dpa/lnw)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant