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Unwetter in NRW: Gymnasium in Krefeld mit Wasser vollgelaufen – Unterricht fällt aus

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Von: Oliver Schmitz

Ein Auto fährt durch die überflutete  Gladbacher Straße in Krefeld.
In NRW hat Starkregen vielerorts (wie hier in Krefeld) zu überspülten Straßen geführt. © Alexander Forstreuter/dpa

Das Unwetter über NRW hat für Überschwemmungen im ganzen Land gesorgt. Vor allem die Gegend um Aachen und Krefeld war betroffen. Eine Bahnstrecke war gesperrt.

Update vom 30. Juni, 09:10: Schüler eines Gymnasiums in Krefeld haben heute frei. Die Schule wurde in Teilen überflutet, der Unterricht fällt am Mittwoch aus. „Nach einem schweren Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen sind große Teile des Schulgebäudes voll Wasser gelaufen und daher nicht benutzbar“, hieß es auf der Homepage des Gymnasiums. Der Unterrichtsbetrieb werde „zunächst für den Mittwoch“ eingestellt. (dpa)

Unwetter in NRW sorgt für überspülte Straßen, geflutete Tiefgarargen und volle Keller

Update vom 30. Juni, 6:45 Uhr: Starkregen hat in NRW in der Nacht zu Mittwoch für hunderte Einsätze der Feuerwehren gesorgt. In Bochum habe es ab Dienstagabend nach den Angaben der Feuerwehr so stark geregnet, dass in einigen Kellern das Wasser bis zur Decke stand. In Krefeld führte der Starkregen ebenfalls dazu, dass Keller, Straßen und Tiefgaragen geflutet worden, wie die Feuerwehr am Mittwochmorgen mitteilte. Bis 2 Uhr in der Nacht seien bereits mehr als 2000 Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Krefeld eingegangen, davon mehr als 800 Notrufe. Mehrere Anrufer meldeten, dass sie mit ihren Fahrzeugen in überfluteten Unterführungen, aber auch auf der offenen Straße in den Wassermassen stecken geblieben waren und sich nicht mehr aus eigener Kraft aus den Fahrzeugen befreien konnten.

Die Feuerwehr Mönchengladbach bearbeitete bis 2 Uhr nachts etwa 222 Einsätze wegen des Unwetters. Auch hier gab es volle Keller und überspülte Straßen. „Ein Einsatzschwerpunkt lag in einem Krankenhaus“, teilt die Feuerwehr Mönchengladbach mit. In der Landeshauptstadt kam es ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen. Die Feuerwehr Düsseldorf meldete am Dienstagabend auf Twitter 160 Starkregen-Einsätze. Alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr waren im Einsatz.

Unwetter in NRW: So wird das Wetter am Mittwoch

Nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes bleibt das Wetter in NRW auch am Mittwoch grau und nass. Demnach ist es tagsüber strak bewölkt bis bedeckt. Gebietsweise könne schauerartiger Regen runterkommen. Vom Sauerland bis zum Weserbergland seien einzelne starke Gewitter mit Starkregen nicht ausgeschlossen. Unwetterwarnungen für NRW liegen am Mittwochmorgen nicht vor. (sk mit dpa)

Unwetter sorgt für Überschwemmungen in ganz NRW – Feuerwehr im Dauereinsatz

Erstmeldung vom 29. Juni, 20:52 Uhr: Herzogenrath/Düsseldorf – Ein durchziehendes Gewitter mit heftigem Regen hat am Dienstagabend für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller in einigen Orten in ganz Nordrhein-Westfalen gesorgt. Viele Einsätze meldete die Feuerwehr in Aachen, die allein in den von Starkregen besonders betroffenen Orten Herzogenrath, Alsdorf und Eschweiler rund 200 Mal ausrückte. Heftiger Regen hatte demnach in kurzer Zeit Kanäle volllaufen lassen, war in Keller geflossen und hatte Straßen überschwemmt. Schwere Schäden seien aber nach ersten Erkenntnissen ausgeblieben.

Das Unwetter über Nordrhein-Westfalen war bereits am Dienstagmorgen vom Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert worden.

Unwetter in NRW: Zugstrecke zeitweise gesperrt – Düsseldorf und Düren ebenfalls betroffen

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, musste zudem eine Zugstrecke zwischen Geilenkirchen und Herzogenrath zunächst gesperrt werden, weil dort infolge des Regens an einem Bahnübergang Geröll und Erde auf die Gleise gerutscht waren. Mehrere Züge fielen aus. Auch aus Düren und Düsseldorf meldeten die Feuerwehren ein erhöhtes Einsatzaufkommen wegen vollgelaufener Keller. Es habe aber keine dramatische Lage gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Unwetter in NRW: Auch in Düsseldorf und Umgebung drohen Überschwemmungen

Auch wenn sich die Wetterlage in vielen Gegenden Nordrhein-Westfalens bereits gebessert hat, droht es in den nächsten Stunden zu weiteren Überflutungen zu kommen. Im Verlauf des späteren Abends zog das Gewitter weiter über das Ruhrgebiet und Sauerland und entlud sich auch dort mit zahlreichen Blitzen und starkem Regen. Laut Kachelmannwetter droht der Starkregen auch in Krefeld, Viersen, Langenberg und Witten einige Keller volllaufen zu lassen. Wetter NRW spricht derweil noch eine konkrete Überschwemmungs-Warnung für Hattingen, Wülfrath, Velbert, Meerbusch und Essen aus.

Zeitweise hatte der Deutsche Wetterdienst für einige Regionen vor allem in der südlichen Landeshälfte vor großen Regenmengen und Sturmböen gewarnt. In der Nacht sollte die Unwettergefahr nachlassen. Bereits am Montag und in der Nacht auf Dienstag hatte das Tief „Xero“ für zahlreiche Feuerwehreinsätze im ganzen Land gesorgt. (os mit dpa)

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Der Text wurde um am 29. Juni um 22:15 Uhr inhaltlich komplett aktualisiert.

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