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Drei Tage Trauerbeflaggung – Gedenken an Opfer der Unwetter-Katastrophe

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Ein Fahne mit Trauerflor hängt am Freitag (18.03.2011) vor einem Gebäude in Köln unweit des Domes.
Um der Opfer der Unwetter in NRW zu gedenken, gilt drei Tage lang Trauerbeflaggung (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Über drei Tage stehen die Fahnen in Nordrhein-Westfalen im Zeichen der Anteilnahme: Mit der Trauerbeflaggung wird der Opfer der Unwetterkatastrophe gedacht.

Düsseldorf – Schwere Unwetter haben in Nordrhein-Westfalen Verwüstung und Fassungslosigkeit hinterlassen. Mindestens 43 Menschen sind in den Fluten des Hochwassers ums Leben gekommen, unzählige Menschen werden noch vermisst. In Gedenken an die Opfer ordnete Innenminister Herbert Reul Trauerbeflaggung an. Die Trauerbeflaggung gilt über drei Tage – vom 16. bis einschließlich 19. Juli. Die Fahnen werden dafür auf Halbmast gesetzt.

Was ist Trauerbeflaggung?

Bei Trauerbeflaggung werden Flaggen nicht komplett gesetzt, sondern meist auf halbmast. Mit dieser speziellen Beflaggung soll Trauer ausgedrückt werden. Eingesetzt wird die Trauerbeflaggung in Gedenken an verstorbene Persönlichkeiten oder in Erinnerung an Ereignisse mit Todesfällen. Angeordnet wird die Trauerbeflaggung vom Bundesinnenministerium oder der Innenministerien der Länder.

Trauerbeflaggung: An diesen Tagen stehen die Flaggen auf halbmast

Trauerbeflaggung in NRW: Gedenken an Opfer der Unwetter

Eine Drohnen-Aufnahme zeigt das Ausmaß der Zerstörung nach dem Unwetter in Erftstadt.
In Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe in NRW gilt ab Freitag Trauerbeflaggung im Land. © David Young/dpa

Es sind stellenweise unbeschreibliche Szenen, die sich in den besonders schwer betroffenen Regionen und Kreisen abgespielt haben: Überflutete Straßen, eingestürzte Häuser und Talsperren, die übergelaufen sind. Menschen sind ums Leben gekommen, andere haben ihr Zuhause verloren und stehen vor dem Nichts.

Um der Opfer zu gedenken, werden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen, setzen die Trauerbeflaggung um. Damit wird ganz NRW in den kommenden Tagen seine Anteilnahme zeigen – und mit dem Setzen der Flaggen gedenken.

Trauerbeflaggung in NRW: Öffentliches Gedenken

Es ist bereits die dritte angeordete Trauerbeflaggung innerhalb weniger Wochen. Ende Juni wurden die Flaggen in Gedenken an die Opfer der Corona-Opfer auf halbmast gesetzt. Wenige zuvor galt Trauerbeflaggung in Gedenken an den verstorbenen ehemaligen Innenminister Dr. Herbert Schnorr.

Trauerflor statt halbmast

Ist es nicht möglich, eine Flagge auf halbmast zu setzen, wird stattdessen ein Trauerflor (eine Art schwarzes Band) an den Mast gehängt. (Quelle: Bundesinnenministerium)

An welchen Tagen gilt Trauerbeflaggung?

In Deutschland gibt es zwei festgelegte Tage, an denen die Flaggen auf halbmast stehen. Darüber hinaus können durch die Innenministerien weitere Tage für die besondere Beflaggung festgelegt werden.

(mlu)

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