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Unwetter in NRW: A42 in Herne wieder befahrbar – Autos blieben im Wasser stecken

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Autos stecken auf überschwemmter Autobahn bei Herne fest
Heftige Regenfälle eines Gewitters haben im Ruhrgebiet die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt. © Arnulf Stoffel/dpa

Aufgrund des Unwetters wurde die A42 bei Herne überschwemmt. Mehrere Autos steckten fest. Noch in der Nacht konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.

Update vom 9. Juli: Die nach heftigen Regenfällen gesperrte Autobahn 42 im Ruhrgebiet bei Herne ist wieder in beide Richtungen zu befahren. Die Sperrung konnte in der Nacht aufgehoben werden, nachdem das Wasser abgeflossen war, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. 

Unwetter in NRW: A42 in Herne teilweise wieder befahrbar – Feuerwehr ist überlastet

Erstmeldung vom 8. Juli:

Herne – Heftige Regenfälle eines Gewitters haben im Ruhrgebiet die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt. Zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Zentrum steckten zahlreiche Autos im Wasser fest, hieß es am Donnerstagabend aus der Leitstelle der Autobahnpolizei. Für mehrere Stunden wurde die Strecke gesperrt. Um kurz vor halb 11 wurde die Streckensperrung teilweise aufgehoben, so die Polizei auf Nachfrage von 24RHEIN.

Die A42

Die A42 wird auch Emscherschnellweg genannt. Die Autobahn ist 58 Kilometer lang und verbindet das nördlichen Ruhrgebiet von Kamp-Lintfort und Dortmund. Dazwischen führt sie durch Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne und Castrop-Rauxel.

Aufgrund des Unwettertiefs „Arno“ hat der Deutsche Wetterdienst im Laufe des Tages immer wieder amtliche Unwetterwarnungen gegeben – auch in Köln warnte der DWD vor starken Regenfällen. In Herne galt die Unwetterwarnung bis 20 Uhr, so der DWD. Im Kreis Recklinghausen galt die Unwetterwarnung jedoch etwas länger. Bei dem Gewitter kam es vor allem im nördlichen Ruhrgebiet zu starken Regenfällen.

Unwetter in NRW: A42 in Herne für mehrere Stunden gesperrt – mehrere Autos stecken fest

Der Streckenabschnitt der A42 zwischen Kreuz Herne und Gelsenkirchen Zentrum ist für mehrere Stunden gesperrt worden. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz, um die Wassermengen abzupumpen. Mehrere Autos saßen fest. „Wir müssen jetzt geduldig sein und abwarten, bis das Wasser wieder abfließen kann“, sagte ein Sprecher. Erst am späten Abend wurde die Autobahn wieder freigegeben – zumindest teilweise.

„Der Kollege hat um 22:22 Uhr pro Fahrtrichtungen einen Streifen freigegeben“, so die Polizei auf Nachfrage von 24RHEIN. Auf Twitter teilte die Polizei vorher mit, dass die Autobahn für mehrere Stunden „in beiden Richtungen nicht mehr passierbar“ gewesen sei. Autofahrer sollten „vorsichtig an das Stauende heranfahren“. Die gesamte Fahrbahn stand für mehrere Stunden unter Wasser. Zudem bestätigt die Polizei, dass zahlreiche Autos auf der Autobahn feststeckten. Auch die A43 galt laut Medienberichten zwischenzeitlich als nicht passierbar.

Unwetter in NRW: A42 in Herne gesperrt –Vielzahl von weiteren Einsätzen

Polizei und Feuerwehr seien unter anderem mit Pumpen im Einsatz. Die Feuerwehr-Leitstelle Herne sprach am Abend von mehr als 50 Einsätzen. Man sei mit 130 Kräften im Einsatz. Laut Polizei und Feuerwehr waren im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Keller vollgelaufen und mehrere große Ausfahrtsstraßen überflutet worden.

Herne: Unwetter mit Starkregen – Feuerwehr überlastet

Die Feuerwehr Herne arbeitet weiterhin mit Hochdruck – und das wird sich allem Anschein nach nicht so schnell ändern. „Obwohl der Starkregen nachgelassen hat, sind noch immer eine Vielzahl von Einsätzen abzuarbeiten“, heißt es am Abend auf Facebook. Derzeit sorgen der Arbeiter-Samariter-Bund Herne und das Rote Kreuz Herne für die Verpflegung der Einsatzkräfte. „Ein besondere Einsatzschwerpunkt ist das LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum Herne, wo es zu einem größeren Wassereinbruch gekommen ist.“

Herne: Feuerwehr nach Gewitter überlastet – Leitstelle warnt vor Gefahr durch elektrischen Stromschlägen

„Aufgrund der hohen Anzahl an Notrufen kann es zu Wartezeiten kommen. Die Feuerwehr bittet deshalb darum, den Notruf 112 nur zur Meldung von wirklichen Notfällen zu nutzen, bei denen es um eine akute Gefahrenmeldung oder um einen medizinischen Notfall geht“, so die Feuerwehr. Derzeit arbeite man die Einsätze in der „Reihenfolge ihrer Priorität“ ab: Somit kann es unter Umständen zu längeren Wartezeiten kommen.

Dabei warnt die Feuerwehr auch vor weiteren Gefahren: Bei überfluteten Kellern bestehe eine Gefahr durch elektrische Stromschläge. Zusätzlich weise man darauf hin, dass die Feuerwehr „mit ihren Pumpen erst ab einem Wasserstand von mehr als 15 Zentimetern Wasser effektiv helfen kann.“ Personen, die der Leitstelle einen Einsatz gemeldet haben und „dieser sich zwischenzeitlich erledigt hat“, werden gebeten, dies der Leitstelle mitzuteilen.

Unwetter in NRW: Viele weitere Städte betroffen

Das Unwetter in NRW macht der Feuerwehr in vielen weiteren Orten zu schaffen. In Recklinghausen wurde eine Autobahnunterführung überschwemmt. Sie wurde komplett gesperrt. Insgesamt kam es nach Angaben der Feuerwehr vom Abend zu acht unwetterbedingten Einsätzen in der Stadt. In Bergisch Gladbach war die Feuerwehr mit 35 Einsatzkräften und 13 Einsatzfahrzeugen an diversen Einsatzstellen unterwegs. Im Stadtteil Sand trat ein Bach über die Ufer.

In Bochum musste die Feuerwehr ebenfalls zu unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Zweimal war dort ein Blitz in Bäume eingeschlagen, die umzustürzen drohten. Auch in der bereits vor einigen Tagen durch Überschwemmungen schwer getroffenen Stadt Fröndenberg an der Ruhr liefen wieder mehrere Keller voll.

Auf Videos aus Gummersbach, die der WDR zeigte, war zu sehen, wie Wassermassen eine Straße hinunterflossen. Dem Bericht nach löste der Regen im Ortsteil Frömmersbach eine Schotterlawine aus. Die Feuerwehr war im Einsatz. Anwohner halfen mit Schaufeln mit. (jw mit dpa/lnw)

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