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Unwettergefahr in NRW: Hier drohen Gewitter, Starkregen und Überflutungen

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Von: Benjamin Stroka

Ein Blitzeinschlag bei einem Gewitter.

In ganz NRW drohen an Fronleichnam starke Gewitter mit zum Teil heftigen Regenschauern. (Archivbild) © Patrick Seeger/dpa

Starkregen, Hagel, Sturm und drohende Überflutungen: Das Wetter an Fronleichnam soll in ganz NRW für Probleme sorgen. Wann und wo es zu Gewittern kommen könnte.

NRW – Viel Sonnenschein und vorsommerliche Temperaturen über 25 Grad haben die Menschen in NRW in den letzten Tagen vermehrt nach draußen gelockt. Doch ausgerechnet zum langen Fronleichnamswochenende, an dem viele den Freitag als Brückentag nutzen, schlägt das Wetter in NRW um. Schon an Fronleichnam drohen zum Teil heftige Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Hagel. Örtlich herrscht aufgrund der kräftigen Schauer sogar Überflutungsgefahr und es wird sehr schwül. „Heute ist Tag eins einer Schwergewitterserie“, sagt auch Wetter.com-Meteorologe Paul Heger.

Unwetter in NRW: Wann könnten Gewitter drohen

Der Vormittag soll vielerorts in NRW noch relativ ruhig bleiben. Es kann örtlich bereits Schauer geben, doch in den meisten Fällen ist es bedeckt und zum Teil lässt sich sogar die Sonne blicken. Für die Region um Bonn, Düren, Bergheim und Euskirchen gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) aber auch schon am Vormittag zeitweise eine Gewitterwarnung aus. Ab den Mittagsstunden nimmt die Gewittergefahr dann in weiten Teilen von NRW stark zu. Bis zu den Abendstunden kommt es örtlich immer wieder zu teils heftigen Unwettern mit Starkregen. „Dabei können schon mal 30 bis 40 Liter pro Stunde herunterkommen“, so ein DWD-Meteorologe.

Unwetter in NRW: Wo könnten Gewitter drohen

Insgesamt hat der ganze Westen Deutschlands heute mit Unwettern und Gewittern zu kämpfen. Weite Teile von NRW trifft es dabei voraussichtlich besonders heftig. Auch im Ballungsraum zwischen Köln und Düsseldorf werden im Tagesverlauf starke Gewitter mit kräftigem Regen, Hagel und stürmischen Böen erwartet. Relativ glimpflich kommt wahrscheinlich die Region um Aachen davon. Auch dort kann es mal stärker regnen, aber Gewitter werden nicht erwartet.

„Es wird nicht alle treffen, aber es kann doch ziemlich heftig zur Sache gehen“, so Heger. Die Gewitterzellen würden sich kaum bewegen, daher könne es mancherorts extrem heftig werden, während die Menschen ein paar Kilometer weiter kaum etwas davon mitbekämen. Genau vorhersagen, wo es zu besonders starken Gewittern kommt, kann man erst sehr kurzfristig. Mancherorts kann es zu Überflutungen von Kellern und Straßen kommen.

Gewitter in NRW: So verhalten Sie sich richtig

Der Deutsche Wetterdienst gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Gewittern und nennt entsprechende Schutzmaßnahmen, die man treffen sollte. Die wichtigsten Tipps im Überblick:

Unwetter in NRW: Warum drohen Gewitter?

Grundsätzlich treten Gewitter hauptsächlich in den warmen und heißen Sommermonaten auf. Laut DWD gibt es jährlich im Durchschnitt 30 Gewittertage im Raum Köln/Bonn. Die allermeisten davon treten zwischen Mai und August auf. In diesen Monaten ist es besonders warm, wodurch auch der Boden stark erwärmt wird. Feuchtigkeit auf dem Boden verdunstet dann und steigt auf. Dort kollidiert die warme Luft mit kühlerer Luft weiter oben. Das führt zu Reibung und diese wiederum zu Elektrizität, was sich in einem Blitz entlädt, der in die Erde einschlägt. An Fronleichnam sorgt vor allem diese schwülwarme Luft für die Gewitter in NRW. (bs mit dpa)

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