1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Unwetter in NRW: Zahl der Gestorbenen steigt – mindestens 43 Tote

Erstellt: Aktualisiert:

Das vom Unwetter schwer getroffene Martha-Müller-Seniorenzentrum in Hagen.
Mehrere Überflutungen in NRW © Marius Schwarz/Imago

Die Zahl der Unwettertoten ist in Nordrhein-Westfalen auf mindestens 43 gestiegen. Mindestens 20 Tote wurden in Rheinbach und Swisttal gemeldet.

Düsseldorf – Die Lage des Hochwassers in Nordrhein-Westfalen spitzt sich zu. Die Zahl der Todesopfer in NRW ist auf 43 gestiegen. Das hat das NRW-Innenministerium am Freitag auf Anfrage der dpa mitgeteilt. Bislang war die Zahl auf mindestens 30 beziffert worden. Über 20 Kreise und Städte sind von Überschwemmungen betroffen.

Ausnahmezustand nach Unwetter in NRW: Zahl der Todesopfer steigt

Todesfälle gesamt43
Köln2
Rheinbach3
Swisttal3
Kreis Euskirchen24

Todesfälle nach Unwettern in NRW: Viele Menschen noch vermisst

Raum Bonn/Rhein-Sieg-Kreis19
Raum Euskirchen40

Vor allem der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis gelten als stark betroffen. Die Steinbachtalsperre bei Euskirchen ist nach Unwettern vollgelaufen. Es herrscht Ausnahmezustand. Mittlerweile gilt die Lage als „stabil, aber nicht unkritisch“, teilt der Kreis Euskirchen mit. Der Pegel des Wassers in der Sperre konnte über Nacht um zwei Zentimeter gesenkt werden, danach konnte der Pegel gehalten werden. Allerdings ist der Grundablass weiterhin nicht funktionsfähig. Mindestens 20 Tote, aus Rheinbach und Swisttal drei wurden bereits gemeldet. Mehrere Personen gelten als vermisst.

Im Rhein-Erft-Kreis haben massive Überflutungen mehrere Häuser einstürzen lassen. Mittlerweile gilt die Lage im Norden des Rhein-Erft-Kreises zwar als „weitestgehend stabil“ – trotzdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch in diesem Gebiet die Lage verschärft. „Wir befinden uns weiterhin in einer akuten Menschenrettungsphase“, heißt es.

Im Kreis Düren lief am Donnerstagabend die Rurtalsperre voll. Doch die Überschwemmungen sind nicht so dramatisch wie erwartet. Für Jülich gilt eine erste Entwarnung. Auch Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz kämpft mich Hochwasser. Wie der Kreis Ahrweiler mitteilt werden rund 1.300 Personen vermisst.(dpa/lnw)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant