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Schwere Überschwemmungen in Stolberg: Trinkwasserversorgung wieder hergestellt

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Von: Mick Oberbusch

Autos in Stolberg nachdem der Bach Vicht über die Ufer getreten ist
Der Bach Vicht war in Stolberg über die Ufer getreten und hatte für Überschwemmungen gesorgt. © Ralf Roeger/dpa

In Stolberg ist es durch das extreme Hochwasser zu massiven Überschwemmungen gekommen. Die Trinkwasserversorgung in der Stadt ist kritisch.

Update vom 18. Juli, 13:30 Uhr: Weite Teile von Stolberg seien inzwischen wieder mit Trinkwasser versorgt, sagte eine Sprecherin des regionalen Wasserversorgers Enwor am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Das Wasser aus den Leitungen sollte aber weiterhin abgekocht werden, weil Schmutzwasser in das System gelangt sein könnte - hierzu gebe es Laboruntersuchungen. Kritisch dürfte die Situation noch im Zentrum der 57 000-Einwohner-Stadt entlang der Rathausstraße sein. Hierzu lagen der Sprecherin zunächst aber keine aktuellen Daten vor.

Die Netzmeister seien permanent unterwegs, um die Lage zu verbessern, sagte die Sprecherin. „Es gibt Stellen, die schwer zugänglich sind.“ Nicht alle Schäden könnten vollständig repariert werden – es werde mit Provisorien gearbeitet, um die Haushalte wieder ans Netz zu bringen.

Schwere Überschwemmungen in Stolberg: Trinkwasserversorgung kritisch

Update vom 16. Juli, 10:13 Uhr: Stolberg bei Aachen wurde schwer vom Hochwasser und seinen Auswirkungen getroffen. Die Trinkwasserversorgung ist auch am Freitag noch kritisch. Die Versorgung sei angespannt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Bürger sollten das Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Um die Versorgung sicherzustellen, seien in allen Ortsteilen Trinkwasserbehälter aufgestellt worden, an denen sich die Anwohner bedienen könnten.

Überschwemmungen in Stolberg: Armin Laschet verspricht Hilfe

Update vom 15. Juli, 23:25 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe auf eine zügige Instandsetzung zerstörter Einrichtungen. Es müssten Wege gefunden werden, sehr schnell wieder Straßen, Brücken und andere Infrastruktur in Gang zu setzen, sagte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow „maybrit illner“. Der Unions-Kanzlerkandidat war aus dem durch das Hochwasser stark zerstörten Stolberg bei Aachen zugeschaltet. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf das dort zerstörte Rathaus.

Das Land werde helfen, kündigte Laschet an. „Ich habe heute auch mit Olaf Scholz und der Bundeskanzlerin gesprochen.“ Auch der Bund wolle helfen. „Wir brauchen jetzt hier eine große nationale Kraftanstrengung, damit schnell die schlimmsten Dinge beseitigt werden.“ (dpa/lnw)

Stolberg: Massive Überschwemmungen – Trinkwasser abkochen

Update vom 15. Juli, 17:25 Uhr: Die Stadt Stolberg hat auf ihrer Facebook-Seite erklärt, dass aufgrund der aktuellen Hochwasserlage die Trinkwasserversorgung in der Stadt weiterhin beeinträchtigt ist. Es werde mit Hochdruck an der Schadensbehebung gearbeitet, durch die Schäden am Trinkwassernetz komme es aber derzeit zu einem Druckabfall, der dazu führt, dass weniger oder gar kein Wasser aus den Leitungen kommt.

Sollte dieses Problem irgendwann behoben sein, besteht jedoch laut Stadt die Möglichkeit, dass die gewohnte Trinkwasserqualität eingeschränkt ist. „Anwohner des gesamten Stolberger Stadtgebietes sollten das Wasser zur Nahrungszubereitung unbedingt vor Nutzung vorsorglich abkochen. Die übrige Nutzung ist auch ohne Abkochen möglich.“ Sollte die Stromversorgung weiterhin eingeschränkt sein, wird gebeten, auf Flaschenwasser umzusteigen. Dabei handele es sich derzeit um eine rein vorsorgliche Maßnahme.

Stolberg: Massive Überschwemmungen – Plünderer in Geschäften

Update vom 15. Juli, 14:18 Uhr: In Stolberg bei Aachen nutzen bereits Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Plünderungsversuchen von Geschäften gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach hatten in drei Fällen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in überschwemmten Läden befänden. Die Polizei nahm an einem Juweliergeschäft einen Verdächtigen fest.

Als die Beamten an den anderen Tatorten - einem Supermarkt und einer Drogerie - eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte geflüchtet. Ob etwas gestohlen wurde, war zunächst unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen.

Stolberg: Massive Überschwemmungen – Bürgermeister mit Appell – Video

Update vom 15. Juli, 13:39 Uhr: Der Stolberger Bürgermeister Patrick Haas hat sich in einer Videobotschaft an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gewandt. Mit der Botschaft, die Haas an der Talachse stehend aufnimmt, bittet er um Geduld, was die Bearbeitung „einzelner Themen wie zugelaufene Keller“ angeht. „Wir sind gerade dabei, die Themen Menschenrettung und Evakuierung anzugehen“, erklärt der Bürgermeister mit sichtlich bewegtem Gesichtsausdruck.

Im Anschluss formuliert er noch einen Appell: „Halten Sie zusammen, die nächsten Tage, Wochen und Monate werden zeigen, was wir in Stolberg alles schaffen können. Dafür werden wir heute den Grundstein legen. Bitte legen Sie diesen nicht mit unnötigem Aktivismus, bleiben Sie ruhig und besonnen und helfen Sie dort, wo es ohne Gefahr möglich ist. Passen Sie auf sich auf!

Stolberg: Massive Überschwemmungen – Mensch ertrinkt in Auto

Erstmeldung vom 15. Juli, 11:53 Uhr: Stolberg – Durch das extreme Hochwasser des Vichtbachs/der Vicht ist es in den Ortslagen von Stolberg-Zweifall und -Vicht zu massiven Überschwemmungen gekommen. Dies teilte die Städteregion Aachen am Mittwoch mit. Zudem sei die Vicht auch in der Stolberger Innenstadt massiv über die Ufer getreten und habe zu extremen Überschwemmungen geführt. Die Stadt sei zurzeit durch die Ufer getretenen Fluss praktisch in zwei Teile geteilt, heißt es in der Mitteilung, sämtliche Brücken seien unpassierbar.

Stolberg: Erster Todesfall aufgrund von Unwetter – Person in eigenem Auto ertrunken

Zudem seien wie in anderen Teilen NRWs, unter anderem Köln, etliche Häuser sind auf der unteren Etage voll Wasser gelaufen. Der Strom sei in den überfluteten Bereichen zu großen Teilen ausgefallen. Viele Menschen säßen noch in ihren Häusern fest und würden auf die Bergung warten. Zudem seien Teileinstürze von Wohnhäusern, Menschen auf den Dächern, und Personen zu verzeichnen, die in und auf Fahrzeugen vom Wasser eingeschlossen und für Rettungskräfte nicht mehr erreichbar sind. Das Krankenhaus in Stolberg sei aufgrund seiner topografischen Lage allerdings nicht in seiner Arbeit beeinträchtigt.

Tragischerweise gibt es auch in Stolberg einen ersten Todesfall zu verzeichnen, wie die Städteregion Aachen mitteilt. Demnach sei eine Person offensichtlich in seinem Auto ertrunken, eine Bergung sei aufgrund der aktuellen Situation bislang noch nicht möglich. (mo)

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