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Tagebau Inden überflutet: Vermisster Raupen-Fahrer tot aufgefunden

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Wassermassen fließen nach Unwettern in den Tagebau Inden bei Aachen.
Der Tagebau Inden wurde durch Wassermassen geflutet, ein RWE-Mitarbeiter wird vermisst. © Alexander Forstreuter/dpa

Die Inde hatte einen Deich am Tagebau Inden überspült. Ein Raupenfahrer wurde von den Wassermassen mitgerissen und kam dabei ums Leben.

Update vom 29. Juli, 14:45: Nun gibt es die traurige Gewissheit: Der tagelange verschollene RWE-Mitarbeiter ist tot aufgefunden worden, wie ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg auf 24RHEIN-Anfrage erklärte. Tatsächlich war der Leichnam des Mannes bereits am vergangenen Donnerstag, 22. Juli, entdeckt worden. Anschließend musste jedoch noch eine Identifizierung stattfinden, bei welcher sich der Erstverdacht bestätigte.

Der ehemalige Raupen-Fahrer war im Zuge des Starkregens von Wassermassen erfasst worden. Die anschließende Suche hatte mehrere Tage angedauert. (os)

Tagebau Inden: Raupen-Fahrer verschollen – „wir sind tief erschüttert“

Update vom 20. Juli, 12:10 Uhr: Wie ein RWE-Sprecher gegenüber 24RHEIN mitteilt, konnte der vermisste Mitarbeiter noch immer nicht gefunden werden. Es müsse leider davon ausgegangen werden, dass der Mitarbeiter des Braunkohle-Tagebaus bei der Flut ums Leben kam.

Derzeit werde nun daran gearbeitet, den Tagebau Inden, in den sehr viel Wasser eingedrungen war, leer zu pumpen und Anlagen von Schlammmassen zu befreien, so der Sprecher. Bis Ende der Woche sollen die Betriebsanlagen dann wieder laufen.

Tagebau Inden: Wahrscheinlichkeit, den vermissten Mitarbeiter lebend zu finden, ist sehr gering

Update vom 16. Juli, 15:30 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Mitarbeiter ist weiter erfolglos verlaufen. Er konnte bisher nicht aufgefunden werden. Man könne vermutlich nicht mehr davon ausgehen, den Mann noch lebend zu finden, sagte ein RWE-Sprecher auf Nachfrage von 24RHEIN. Der Wassereintritt in den Tagebau sei mittlerweile gestoppt. Der übergetretene Fluss Inde fließt wieder in seinem normalen Bett.

Tagebau Inden: Suche nach vermisstem Mitarbeiter abgebrochen

Update vom 16. Juli, 18:45 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Mitarbeiter des Braunkohle-Tagebaus Inden ist abgebrochen worden. Seit Donnerstag suchten Kräfte von Polizei, Feuerwehr, DLRG und Tagebau-Betreiber RWE nach dem 58-jährigen Mann. Hubschrauber, Drohnen, Boote und eine Hundestaffel kamen zum Einsatz – aber ohne Erfolg. Lars Kulik, Braunkohle-Vorstand bei RWE Power: „Alle Beteiligten haben das erdenklich Mögliche getan, um den vermissten Kollegen zu finden. Leider ohne Erfolg. Wir alle sind tief erschüttert über das tragische Geschehen.“

Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, denen wir in dieser schwierigen Situation beistehen. Ich danke allen Einsatzkräften, die nichts unversucht gelassen haben.

Lars Kulik, Vorstandsmitglied Braunkohle bei RWE Power

Update vom 16. Juli, 14:25 Uhr: Im Tagebau Inden bei Aachen wird noch immer ein RWE-Mitarbeiter vermisst. Der Geräteführer hatte eine Raupe gefahren und wird seit Donnerstag vermisst. Eine Drohne kam zum Einsatz, auch ein Polizeihubschrauber suchte erneut mit einer Wärmebildkamera den Bereich ab. Retter suchten auch von Booten aus nach dem Vermissten.

Tagebau Inden: Wassereinbruch – wenig Hoffnung für vermissten RWE-Mitarbeiter

Update vom 15. Juli, 16:22 Uhr: Die Suche nach der vermissten Person im Braunkohletagebau Inden bei Aachen ist am Donnerstagnachmittag unterbrochen worden. Dies teilte ein Sprecher der Polizei gegenüber der dpa mit. Die Suche mit Hubschrauber und Wärmebildkamera habe bislang keinen Erfolg gebracht. Nach Angaben des Tagebaubetreibers RWE blieb der Abbaubetrieb unterbrochen. Das Wasser der Inde fließe weiter in den Tagebau ein, jedoch falle mittlerweile der Wasserstand wieder.

Tagebau Inden: Wassereinbruch – ein Mensch vermisst

Hochwasser NRW: Der Tagebau Inden wurde nach ein dem Dammbbruch von der Inde überflutet.
Der Tagebau Inden wurde nach ein dem Dammbruch von der Inde überflutet. © Alexander Forstreuter / dpa

Erstmeldung vom 15. Juli, 13:44 Uhr: Inden – Der Hochwasser führende Fluss Inde hat einen Deich in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden im Kreis Düren in der Nähe von Aachen überspült und läuft seit dem Morgen in den Braunkohle-Tagebau. Ein Sprecher des Energieunternehmens RWE sagte am Donnerstag, ein Mitarbeiter dort werde vermisst. Nach dem Mann werde mit einem Hubschrauber gesucht. Der Abbaubetrieb sei eingestellt worden. Der Zufluss des Wassers dauere an.

Der Tagebau Inden

BetreiberRWE Power AG
jährliche Förderungca. 20 Mio Tonnen Braunkohle
Abbaufläche45 Quadratkilometer
Schaufelradbagger5
Abbau bisvoraussichtlich 2030

Fluss Inde trat am Morgen bei Lamersdorf über den Deich

Der Sprecher sagte, der Fluss sei gegen 6.30 Uhr bei Lamersdorf über den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Die Inde durchkreuzt das Abbaugebiet, daher wurde das Flussbett verlegt und verläuft seit 2005 am Rand des Tagebaus.

Die oberhalb an der Inde liegenden Städte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelimünster sind ebenfalls heftig von Hochwasser betroffen. In Stolberg war ein Mann aufgrund der Wassermassen am Mittwoch in seinem Auto ertrunken. (mo mit dpa)

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