1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Nach Anschlag auf S-Bahn in Velbert: Polizei patrouilliert jetzt jede Nacht mit Hubschrauber

Erstellt:

Beschädigte Frontscheibe einer S-Bahn
Ein Pflasterstein schlug in der Frontscheibe des Triebfahrzeugs einer S-Bahn in Velbert ein. © Polizei Mettmann

Unbekannte hatten Pflastersteine von einer Brücke in Velbert gehängt, gegen die dann eine S-Bahn donnerte. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Velbert – Nach dem Anschlag auf eine S-Bahn in Velbert bei Essen überwacht die Polizei die Strecke täglich bis in die Nacht mit einem Hubschrauber. Es habe deswegen zahlreiche Anfragen aus der Bevölkerung gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Mettmann am Mittwoch auf Anfrage. Der Hubschraubereinsatz sei nicht die einzige Maßnahme.

Unbekannte hatten vor einer Woche Pflastersteine mit Seilen so an einer Brücke aufgehängt, dass die Bahn mit Tempo 100 gegen sie fuhr. Der Fahrer der Bahn hatte dabei einen Schock erlitten und eine Notbremsung eingeleitet. Die 28 Passagiere im Zug blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Velbert: Nach S-Bahn-Anschlag ermittelt der Staatsschutz

Auf der Bahnstrecke war es in den Wochen zuvor schon häufiger zu gefährlichen Vorkommnissen gekommen. Ein Unbekannter hatte Bäume entlang der Gleise so angesägt, dass sie drohten, auf die Strecke zu fallen. Der Staatsschutz in Düsseldorf hat die Ermittlungen übernommen. Grund sei nicht, dass politische Motive für die Tat erkennbar seien, sondern dass es sich um einen Anschlag auf wichtige Infrastruktur handele.

Mindestens genauso gefährlich: Ein Unbekannter warf nachts eine Baustellenbake auf die A57 bei Neuss. Ein Lkw wird getroffen. Er entgeht nur knapp einem Unglück. Die Polizei geht von versuchter Tötung aus. Die Polizei in Mönchengladbach sucht derweil nach einem Steinewerfer, der Gegenstände auf fahrende Autos geworfen hat. (dpa/lnw)

Auch interessant