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Anschlag auf S-Bahn: Zug rammte Steine – 5000 Euro Belohnung für Hinweise

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Beschädigte Frontscheibe einer S-Bahn
Ein Pflasterstein schlug in der Frontscheibe des Triebfahrzeugs einer S-Bahn in Velbert ein. © Polizei Mettmann

Im März hatten Unbekannten Pflastersteine von einer Brücke in Velbert gehängt, ein Zug rammte die Steine. Jetzt wird wegen versuchtem Mord ermittelt.

Velbert – Nach einem Anschlag auf eine S-Bahn in Velbert sucht die Polizei des Kreis Mettmann seit Monaten nach den möglichen Tätern – bisher ohne Erfolg. Damit sich das ändert, wurde die Fahndung nun ausgeweitet. Nicht nur spricht man nun von einem Mordversuch, sondern hat auch noch eine dicke Belohnung für hilfreiche Hinweise ausgeschrieben.

S-Bahn-Anschlag in Velbert: 5000 Euro Belohnung für Hinweise zu „versuchtem Mord“

Nachdem es Anfang des Jahres gleich zu mehreren „Gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr“ im Velberter Ortsteil Neviges gekommen war, haben mittlerweile der Staatsschutz und die Polizei Düsseldorf die Ermittlungen übernommen. Da der Pflasterstein-Vorfall auf die S-Bahn Mitte März mittlerweile sogar als „versuchten Mord“ eingestuft wird, hat man die Fahndung nun nochmal intensiviert und lockt Zeugen mit zwei Belohnungen.

So sollen Hinweise, die tatsächlich zur Findung des Täters führen mit bis zu 5000 Euro belohnt werden. Jeweils die Hälfte wird von der Staatsanwaltschaft Wuppertal und dem betroffenen Bahn-Unternehmen Abellio ausgeschrieben. Darüber hinaus wird die Polizei am Donnerstag am Ort des Anschlags noch Fahndung-Plakate aufhängen und Handzettel verteilen.

Konkret möchten Staatsschutz und Polizei wissen, wer Angaben zu dem oder den Tätern machen kann oder wer generell etwas Verdächtiges rund um den Tatort im Bereich der Gleisanlagen Velbert-Neviges gesehen hat. Hinweise könnten entweder beim Staatsschutz telefonisch unter 0211 / 870-8708 oder per E-Mail an die Düsseldorf Polizei „EK_Baum.Duesseldorf@polizei.nrw.de“ abgegeben werden. Auch die Polizei in Velbert nimmt Tipps an: 02051 / 946-6110 an.

Einer der sichergestellten Plastersteine in der polizeilichen Spurensicherung
Die Pflastersteine waren mit Seilen an einer Brücke angebracht. © Polizei Mettmann

S-Bahn-Anschlag in Velbert: Zugfahrer durch Pflastersteine verletzt – zuvor bereits gefährliche Ereignisse

Am 17. März hatten Unbekannte mehrere Pflastersteine mit Seilen so an einer Brücke im Bereich Hardenberger Schloss aufgehängt, dass die Bahn mit Tempo 100 gegen sie fuhr. Der Fahrer der Bahn hatte dabei einen Schock erlitten und eine Notbremsung eingeleitet. Die 28 Passagiere im Zug blieben dabei unverletzt. Laut Polizeiangaben wurde die S-Bahn schwer beschädigt und der Zugführer verletzt.

Auf der Bahnstrecke war es in den Wochen zuvor schon häufiger zu gefährlichen Vorkommnissen gekommen. Ein Unbekannter hatte Bäume entlang der Gleise so angesägt, dass sie drohten, auf die Strecke zu fallen. Grund sei nicht, dass politische Motive für die Tat erkennbar seien, sondern dass es sich um einen Anschlag auf wichtige Infrastruktur handele. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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