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Velbert: Jugendliche (15) werfen vereisten Schneeball auf fahrendes Auto – Frau entgeht nur knapp einem Unfall

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Von: Stefanie Knupp

Ein Schneeball liegt in einer Hand
Jugendliche warfen einen großen, vereisten Schneeball von einem Parkdeck – das hatte Folgen (Symbolbild). © imago images / Hans Lucas

In Velbert wäre es beinahe zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein Schneeball traf die Windschutzscheibe einer Autofahrerin. Jugendliche warfen ihn von einem Parkdeck.

Velbert – Nur durch eine Gefahrenbremsung konnte eine 28-jährige Frau einen Unfall verhindern. Zwei Jugendliche hatten am Montagabend (18. Januar) einen Schneeball auf die Windschutzscheibe ihres fahrenden Autos geworfen.

Die Velberterin fuhr mit ihrem VW Golf gegen 19 Uhr auf der Heidestraße in Richtung Velbert-Mitte. Völlig unerwartet prallte kurz vor der Einmündung zur Straße Am Kostenberg ein vereister Schneeball auf ihre Windschutzscheibe. Durch den Schreck machte die Autofahrerin eine Vollbremsung. Nur mit Glück, so berichtete die zuständige Polizei Mettmann, konnte sie einen Zusammenstoß mit einer Baustellenabsperrung verhindern.

Velbert: Schneeball geworfen – Jugendliche erwartet ein Strafverfahren

Der Schneeball kam von einem Parkdeck an der Heidestraße. Von hier aus hatten ihn zwei Jugendliche in ihre Richtung geworfen. Die 28-Jährige und ein Zeuge gingen zu dem Parkdeck und trafen dort auf zwei 15-jährige Velberter. Für die eingetroffene Polizei waren die Jugendlichen keine Unbekannten. Sie sind bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.

Gegen die 15-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ eingeleitet. Sie wurden im Anschluss an ihre Eltern übergeben. Auf der Facebook-Seite der Polizei Mettmann ist derweil eine Diskussion über den Vorfall entbrannt: Jugenstreich oder Straftat? Die Polizei stellte in der Kommentarspalte noch einmal klar: „Bei dem Schneeball, der die Windschutzscheibe getroffen hat, handelte es sich um einen recht großen ‚vereisten Brocken‘ – das hätte auch anders ausgehen können.“

Kurioserweise hat der Schneefall der letzten Tage der Polizei auch bei Ermittlungen geholfen. In Ratingen verhalfen Schneespuren zur Festnahme eines Einbrechers. Auch in Bonn hinterließen verdächtige Personen Abdrücke in der weißen Decke. (sk/ots)

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