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Aggressiver Raubvogel belagerte Park in Viersen – jetzt gibt es Entwarnung

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Ein Rotschwanzbussard im Flug bei der Jagd
Ein Rotschwanzbussard bei der Jagd. Wegen eines solchen Raubvogels musste der Casinopark Viersen gesperrt werden. Der Vogel attackierte Passanten. (Symbolfoto) © agefotostock/rayhennesy/Imago

Der Casinogarten in Viersen musste mehrere Tage gesperrt werden, weil dort ein Raubvogel sein Unwesen trieb. Nun scheint sich der hungrige Bussard verzogen zu haben.

Update vom 22. Februar, 15:10 Uhr: Der seit Donnerstag wegen eines aggressiven Raubvogels gesperrte Park „Casinogarten“ in der Innenstadt von Viersen darf wieder betreten werden. Der Greifvogel, der Ende vergangener Woche Passanten angeflogen hatte, sei am Wochenende nicht mehr gesehen worden, teilte die Stadt am Montag (22. Februar) mit. Der Greifvogel hatte Passanten vermutlich auf der Suche nach Futter angeflogen, wie der Kreis Viersen vergangene Woche erklärt hatte.

Ein vom Kreis Viersen beauftragter Falkner, der das Tier anlocken und einfangen sollte, blieb erfolglos. Wann und ob das Tier den Park noch einmal anfliege, sei nicht vorherzusehen. Daher breche der Kreis die Suche vorerst ab.

Mehrere Passanten hatten sich am vergangenen Donnerstag wegen des aggressiven Vogels bei der Stadt Viersen gemeldet. Unter anderem gab ein Hundebesitzer an, von dem Raubvogel attackiert worden zu sein. Bei dem Vogel handelte es sich laut Kreisverwaltung wahrscheinlich um einen Rotschwanzbussard aus einer Zucht.

Ein Erlebnis anderer Art mit einem Greifvogel hatten am Dienstag (16. Februar) Polizisten der Autobahnpolizeiwache Frechen: Auf der A1 stieß der Lkw mit einem entgegenfliegenden Mäusebussard zusammen. Die Polizisten beobachteten den Unfall und brachten den Vogel in eine Greifvogel-Auffangstation.

Aggressiver Raubvogel in Viersen: Casinogarten musste übers Wochenende zu bleiben

Update vom 19. Februar, 17:30 Uhr: Der Casinogarten in der Viersener Innenstadt bleibt auch übers Wochenende geschlossen. Dem beauftragten Falkner sei es bislang noch nicht gelungen, das Tier einzufangen, teilte die Stadt am Freitag mit. Bis dies geschehen ist, werde der Park in der Innenstadt nicht wieder geöffnet.

Vermutlich fliege der Vogel auf Menschen zu, weil er von ihnen Futter erwarte - bekomme er keines, fliege er wieder weg. Der Vogel greife keine Menschen an. Wenn jemand aber mit Abwehrbewegungen reagiere, könnte der Vogel dies als Angriff sehen und sich verteidigen. (dpa/lnw)

Park in Viersen gesperrt: Raubvogel attackiert Passanten – Vogelart am Niederrhein nicht heimisch

Erstmeldung vom 18. Februar, 18:05 Uhr: Viersen – Wegen eines aggressiven Raubvogels hat die Stadt Viersen einen Park in der Innenstadt gesperrt. Der Vogel gefährde die Sicherheit der Menschen im Casinogarten, teilte die Kommune am Donnerstag mit.

Ein Experte vermute aufgrund von Handyfotos einiger Passanten, dass es sich um ein Jungtier des Rotschwanzbussards handeln könnte. Die Art sei am Niederrhein nicht heimisch, sondern stamme aus Nordamerika. Der Vogel könnte daher von einem Menschen aufgezogen worden sein, was auch sein Verhalten erklären könnte. Vermutlich hoffe er bei Spaziergängern auf Futter.

Viersen: Aggressiver Vogel attackierte Mann und Hund – so sollte man sich verhalten

Ein Sprecher sagte, am Morgen habe das Tier einen Mann und seinen Hund attackiert. Auch andere Passanten hätten von einem aggressiven Raubvogel mit etwa 1,50 Meter Flügelspannbreite berichtet. Daraufhin sei der Park, in dem sich auch ein Spielplatz befinde, vorsichtshalber gesperrt worden.

Wenn man auf den Vogel treffe, sei es nun wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Tier nicht durch Schläge in die Luft zu erschrecken, erklärte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises. Ein Falkner der Greifvogelhilfe will in den kommenden Tagen versuchen, das Tier einzufangen. (dpa/lnw)

Auch diesen Tieren sollte man nicht zu nah kommen, wenn sie groß sind: Im Krefelder Zoo sind 16 Kaimane geschlüpft. Sie können bis zu 1,70 Meter lang werden.  

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