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Volksfeste erst bei Herdenimmunität – Entscheidung über Rheinkirmes in Düsseldorf wohl Ende April

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Karussell und Riesenrad im Pop-Up-Freizeitpark Düsselland
„Düsselland“ war im vergangenen Sommer als Ersatz für die ausgefallene Rheinkirmes aufgebaut worden (Archivbild). © Marcel Kusch/dpa

Große Veranstaltungen fielen schon 2020 wegen Corona aus. Die Branche hofft auf schnelles Tempo beim Impfen und warnt vor vorschnellen Absagen.

Köln – Große Volksfeste können nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) erst wieder veranstaltet werden, wenn eine sogenannte Herdenimmunität in der Bevölkerung erreicht ist. „Dass wir bei einer riesigen Besuchermenge, wie zum Beispiel der Cranger Kirmes, mit Schnelltests arbeiten, das wird nicht gehen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur. Volksfeste in der gewohnten Dimension könnten deshalb wohl erst wieder stattfinden, wenn ein ausreichender Teil der Bevölkerung geimpft sei.

Volksfeste: Schützenverein will Ende April über Düsseldorfer Rheinkirmes entscheiden

In Nordrhein-Westfalen sind Volks- und Schützenfeste noch bis mindestens 31. Mai verboten. Derzeit heiße es für Schausteller und Veranstalter also noch „abwarten“, sagte Ritter. So ergeht es auch den Freizeitparks in NRW. Wann das Phantasialand in Brühl wieder öffnen kann, ist noch ungewissen. Ob, wann und unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Karussells und Jahrmarkt-Buden aufgebaut werden könnten, sei noch unklar. Die Stadt Düsseldorf und der Schützenverein St. Sebastianus zum Beispiel wollen Ende April über die traditionsreiche Rheinkirmes entscheiden. In Düsseldorf erinnert das rot beleuchtete „Wheel of Vision“ an die Existenznot der Schausteller. Die Betreiber haben jetzt eine Verlängerung der Genehmigung beantragt.

Die Stadt Herne peilt ebenfalls für Ende des Monats Beratungen über Crange an. „Es wäre ja auch eine abgespeckte Form denkbar – etwa ein Biergarten statt Bierzelte“, sagte Ritter. Wichtig sei, dass Kommunen nicht vorsichtshalber schon jetzt Volksfeste etwa für den Herbst komplett absagten. „Wir haben mit kurzfristiger Planung kein Problem“, erklärte Ritter, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW ist.

Volksfeste in NRW: Ersatzveranstaltungen noch nicht beantragt

Die Branche habe sehr gute Hygienekonzepte erarbeitet, die sich bereits im vergangenen Jahr bei temporären Freizeitparks – etwa in Düsseldorf oder Dortmund – bewährt hätten. Für diesen Sommer seien solche Ersatzveranstaltungen bislang noch nicht beantragt, auch damit werde zunächst noch gewartet.

Zum Glück kämen die Hilfsprogramme der Bundesregierung nach einigen Anlaufschwierigkeiten mittlerweile auch den Schaustellern zu Gute, die sich wegen ihres Saisongeschäfts in einer Sonderrolle befänden. „Die Novemberhilfe ist inzwischen bei fast allen angekommen.“ (dpa/lnw)

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