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Vonovia bietet für Deutsche-Wohnen-Tochter GSW

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Der Firmenname des Immobilienkonzerns „Vonovia“ steht auf einem Schild
Vonovia hat es auf eine Tochterfirma des Konkurrenten Deutsche-Wohnen abgesehen (Symbolbild) © Paul Zinkendpa/dpa

Der Immobilienkonzern Vonovia hat es auf Deutsche-Wohnen-Tochter GSW abgesehen. Vonovia aus Bochum hat den Minderheitsaktionären ein entsprechendes Kaufangebot gemacht.

Bochum/Berlin – Der Immobilienkonzern Vonovia will bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen die volle Kontrolle über die Deutsche-Wohnen-Tochter GSW erlangen. Vonovia macht dazu den Minderheitsaktionären ein entsprechendes Kaufangebot.

Vonovia bietet für Deutsche-Wohnen-Tochter GSW

Das Unternehmen wolle den GSW-Aktionären im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots den gesetzlichen Mindestpreis zahlen, teilte Vonovia am Dienstagabend in Bochum (NRW) mit. Der Vollzug der Transaktion werde für Januar 2022 erwartet.

Die GSW Immobilien AG gehört seit 2013 zu mehr als 90 Prozent zur Deutsche-Wohnen-Gruppe, nur noch ein geringer Teil der Aktien befindet sich in Streubesitz. Das Wohnungsunternehmen mit etwa 60000 Wohnungen in Berlin gehörte bis 2004 dem Land Berlin und wurde dann in Zeiten leerer öffentlicher Kassen privatisiert.

Vonovia: Für mehrere Milliarden – Unternehmen will Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen

Der Branchenprimus Vonovia will demnächst für mehrere Milliarden Euro den kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen. Beide besitzen zusammen rund 570.000 Wohnungen. Umstritten ist der Deal vor allem in Berlin, wo Deutsche Wohnen stark vertreten ist. In Berlin wird am Tag der Bundestagswahl am kommenden Sonntag auch über einen Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne abgestimmt.

Die vor der Fusion stehenden Immobilienkonzerne wollen gegensteuern und veräußern etwa 15.000 Immobilien an Berlin. Kürzlich haben drei landeseigene Gesellschaften mit Vonovia und Deutsche Wohnen vereinbart, 14.750 Wohnungen sowie 450 Gewerbeeinheiten abzukaufen. Sie zahlen dafür 2,46 Milliarden Euro. Ursprünglich hatten die Unternehmen dem Land bis zu 20.000 Wohnungen angeboten.

Die rot-rot-grüne Landesregierung in Berlin verfolgt das Ziel, durch Neubau und Ankäufe den kommunalen Wohnungsbestand zu erweitern. Sie hofft so, mehr Einfluss auf den angespannten Wohnungsmarkt zu haben und den Anstieg der Mieten bremsen zu können. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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