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DWD hebt Warnung vor Dauerregen zunächst auf – Sturmböen bleiben NRW erhalten

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Von: Maximilian Gang

Die kommenden Tage werden ungemütlich in NRW: Sehr starker Regen und aufkommende Sturmböen prägen das Wetter. Ab nächster Woche ist Schnee möglich.

Köln – In den nächsten Tagen wird die Wetterlage in Nordrhein-Westfalen zunehmend kritisch. „Ein Sturmtief nach dem anderen zieht über Deutschland hinweg“, so die Einschätzung des Meteorologen Dominik Jung. Was momentan noch leichter Wind ist, kann sich schnell zu starken Sturmböen entwickeln, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Gerade gegen Ende der Woche ist dann Vorsicht angesagt. Doch auch auf ein weiteres Wetterphänomen sollten sich einige bereit machen.

Unwetterwarnung für NRW: Wo droht Dauerregen?

Die „amtliche Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen“ gilt bis Freitag, 3 Uhr, in folgenden Städten und Kreise:

Damit hat der DWD am Donnerstag die erste Warnung vom Vortag verschärft. Von Stufe 2 („Warnung vor markantem Wetter“) wurde die Warnung in einigen Kreisen auf Stufe 4 („Unwetterwarnung“) hochgestuft.

Unwetterwarnung des DWD: „Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen von 20 bis 35 l/m² tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen um 30 l/m² erwartet.“

Im Kreis Düren, Rhein-Sieg-Kreis, im Rheinisch-Bergischen-Kreis sowie im Kreis Mettmann gilt eine „Warnung vor Dauerregen“. Dabei fallen die erwarteten Niederschlagsmengen geringer aus.

Amtliche Warnung vor Dauerregen: „Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen von 10 bis 20 l/m² tritt Dauerregen auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen um 30 l/m² erwartet.“

Amtliche Warnung vor Sturmböen: „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h und 70 km/h aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 80 km/h gerechnet werden.“

DWD: Dauerregen erst wieder ab Samstag – Sturmböen bestimmen zunächst das Wetter

Update 13. Januar, 7:32 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnung vor Dauerregen und Hochwasser für NRW zunächst aufgehoben. Am heutigen Freitag sei ein eher stürmisches Wetter zu erwarten. Laut DWD sei mit stürmischen Böen von bis zu 70 km/h zu rechnen. In höheren Lagen seien sogar bis zu 80 km/h zu erwarten. Gegen Abend lasse der Wind außer im Bergland nach. Neben Windböen könne es über den Tag auch vereinzelt zu Gewittern mit Graupelschauern kommen, so der DWD weiter.

Gegen Samstag sei erneut von Westen mit anhaltendem Regen zu rechnen. Im Bergland könne es innerhalb von 12 Stunden zu Regenmengen zwischen 30 und 40 l/m² kommen, so der DWD.

Dauerregen-Warnung: Mehrere Gewässer in NRW ufern aus

Update vom 12. Januar, 15:30 Uhr: In mehreren Regionen haben die großen Niederschlagsmengen bereits für Hochwasser gesorgt. Das geht aus den Daten des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hervor. Dabei handelt es sich um eher kleine Hochwasser, ein Pegel mit Informationswert 1 wurde erreicht. Die Hochwasserzentrale beschreibt das als „Ausuferung des Gewässers“. Dabei können land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden. Zudem kann es zu Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen. Sechs von 87 Pegelständen in NRW melden bereits leichtes Hochwasser. In Hagen droht gegen Mitternacht Hochwasser, berichtet wa.de. Die Gewässer in folgenden Ortschaften sind betroffen:

Hochwasser in NRW: Amt für Katastrophenschutz warnt vor Überschwemmungsgefahr

Update vom 12. Januar, 12:53: Der viele Regen der vergangenen Tage schlägt sich mittlerweile auch in den Wasserpegeln der Flüsse und Bäche in Nordrhein-Westfalen wieder. Der Rhein ist in Köln bereits auf über 4,50 Meter angestiegen – eine Abweichung von 55 Prozent gegenüber dem Mittelwert. Das geht aus den Angaben der Wetterseite wetteronline.de hervor. In Solingen warnt das Bundesamt für Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe bereits vor möglichem Hochwasser.

„Im Bereich Eschbach/Wupper ist im Falle weiterer Niederschläge ein Hochwasserereignis nicht auszuschließen“, heißt es in der Warnung. Der Parkplatz Wupperinsel wurde vorsorglich bereits gesperrt und geräumt: „Bitte entfernen Sie umgehend Ihre dort abgestellten Fahrzeuge“, so das Bundesamt. In Kürze werden zudem Sandsäcke zur Haussicherung auf der Brücke Wupperinsel zur Verfügung stehen. Dazu die Warnung der Katastrophenschützer: „Gehen Sie bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen. Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Schon eine geringe Wasserhöhe kann die Steuerung behindern“. Seit Tagen versinken Teile von NRW in Regen, berichtet auch wa.de.

Unwetterwarnung für NRW: Ergiebiger Dauerregen – Hochwasser droht

Update vom 12. Januar, 10:27 Uhr: Der DWD hat eine Unwetterwarnung für Teile von Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Das ist die zweithöchste Warnstufe des Wetterdienstes. Auf der Warnkarte des DWD wird diese „amtliche Unwetterwarnung“ in der Farbe Rot dargestellt. Gewarnt wird vor ergiebigen Dauerregen mit Niederschlagsmengen von um die 30 Liter pro Quadratmeter. Die Warnung gilt bis Freitagmorgen, 6 Uhr. Zahlreiche Städte und Landkreise sind.

Diese Wetterlage bringt einige Gefahren mit sich. Beispielsweise warnt der DWD vor der Möglichkeit von überfluteten Straßen, sowie von Bächen und kleineren Flüssen. Auch Erdrutsche können auftreten. „Schließen Sie alle Fenster und Türen“, so die Empfehlung des Wetterdienstes.

Wetter: Sturmböen von bis zu 75 km/h in NRW

Update vom 12. Januar, 7:23 Uhr: In den Vormittagsstunden wird es windig in Nordrhein-Westfalen: Laut DWD ist vor allem von NRW und Niedersachsen bis Thüringen mit einer Windstärke 8 (von 12) und stürmischen Böen zwischen 65 und 75 km/h zu rechnen – im Bergland sogar Böen von bis zu 85 km/h. Bis Freitagmorgen herrscht auch Dauerregen mit nur kurzen Unterbrechungen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 13 Grad.

Wetter: Dauerregen-Warnung für NRW

Update vom 11. Januar, 15 Uhr: Nun schlagen gleich zwei Wetterphänomene zu: Der DWD hat amtliche Warnungen für ganz NRW herausgegeben. Gewarnt wird dabei – je nach Region – vor Wind- oder Sturmböen sowie vor Dauerregen.

Ab Mittwoch, 22 Uhr, kommt es in folgenden Regionen zu Regen mit Regenmengen zwischen 35 und 50 Litern pro Quadratmeter. Der DWD veröffentlichte eine „Amtliche Warnung vor Dauerregen“. Die Warnung gilt aktuell (Stand: 11. Januar, 15 Uhr) von Mittwoch, 11. Januar, 22 Uhr bis Freitag, 13. Januar, 3 Uhr. Damit gilt die Warnung für einen Zeitraum von gut 39 Stunden. Gerade mit Blick auf die Wasserstände der Flüsse in NRW ist stellenweise Hochwasser möglich. So steigt der Wasserstand des Rhein in Köln weiter an, die Pegeltendenz ist aktuell „langsam steigend“.

Ab heute Nacht wird es zudem sehr stürmisch, wie aus einer weiteren, amtlichen Warnung des DWD hervorgeht. Dabei sind fast alle Städte und Landkreise in NRW von Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde betroffen. Die Warnungen gelten dabei teilweise bis Freitagmorgen. Nur für die Städte Köln, Bonn und Leverkusen liegt keine Warnung vor Sturmböen vor, dafür wird dort vor Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern gewarnt.

Wetter in NRW: „Schneebombe“ erreicht westliche Mittelgebirge

Update vom 11. Januar, 11:38 Uhr: Am Sonntag ist bereits die Halbzeit des meteorologischen Winters erreicht. Bis auf zwei kalte Wochen Anfang Dezember war davon jedoch noch wenig in Deutschland zu spüren. Nach Temperaturrekorden an Silvester und Neujahr waren auch die ersten zehn Tage des neuen Jahres die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Freunde des Winters dürfen sich nach aktuellen Prognosen aber freuen, eine „Schneebombe“ rauscht auf Teile von Deutschland zu.

Ab nächster Woche dreht sich die Wetterlage hin zu einer Nordwestströmung, und das heißt: „Es wird kälter und damit sinkt die Schneefallgrenze. Zumindest in mittleren und höheren Lagen kann es in Deutschland dann endlich mal weiß werden“, wie der Meteorologe Dominik Jung erklärt. Nach richtigem Winterwetter bis in die tiefen Lagen sehe es zwar aktuell nicht aus, aber „auch ganz nach unten verirren sich mal ein paar Schneeflocken“, so Jung. Aber: Lange anhalten wird die Kälteperiode den Vorhersagen nach zu urteilen nicht.

Dauerregen hängt über NRW – Hochwasser-Risiko steigt

Update vom 10. Januar, 20:09 Uhr: Es wird nass in NRW. In den kommenden Tagen hängt ein echter Dauerregen über dem Bundesland. Ab dem späteren Mittwochnachmittag kommt es dabei auch immer wieder zu einzelnen, starken Schauern, so der DWD. „Dabei vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge teils kräftig und länger anhaltend.“

Angesichts der erheblichen Regenmengen, die in den nächsten Tagen über NRW erwartet werden, steigt auch das Risiko für Hochwasser. „Es ist möglich, dass kleinere Flüsse überlaufen und somit eine gewisse Überschwemmungsgefahr für Ortschaften besteht, die unmittelbar an solchen kleinen Flüssen liegen“, sagt Nadine Schittko von der RWZ Essen vom DWD gegenüber 24RHEIN erklärt. Auch der Rheinpegel in Köln wird bis zum Wochenende voraussichtlich deutlich ansteigen.

Sturmböen in NRW: DWD gibt amtliche Wetterwarnung raus

Update vom 10. Januar, 13:55 Uhr: Heute Abend ist in einigen Teilen in Nordrhein-Westfalen Vorsicht geboten. Der DWD hat eine amtliche Warnung herausgegeben. Darin wird im Zeitraum am Dienstag von 18 Uhr bis 22 Uhr vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde gewarnt. Diese Landkreise sind betroffen:

Wetter: Viel Regen in NRW – Hochwasser im Rhein möglich

Update vom 10. Januar, 11:15 Uhr: Angesichts der erheblichen Regenmengen, die in den nächsten Tagen über NRW niedergehen, steigt das Risiko für Hochwasser. „Es ist möglich, dass kleinere Flüsse überlaufen und somit eine gewisse Überschwemmungsgefahr für Ortschaften besteht, die unmittelbar an solchen kleinen Flüssen liegen“, wie Nadine Schittko von der RWZ Essen vom DWD gegenüber 24RHEIN erklärt. Aber auch der Rheinpegel wird bei Köln bis zum Wochenende voraussichtlich deutlich ansteigen.

So könnte der Rheinpegel schon bald mit einer Marke von 6,20 Meter die Hochwassermarke 1 erreichen. Laut der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) besteht für nächste Woche dann eine Wahrscheinlichkeit von 17 Prozent, dass der Rheinpegel dann sogar bei 8,30 Meter liegen könnte.

Wetter in NRW: Größte Regenmenge ab Mittwochabend

Update vom 10. Januar, 6:33 Uhr: Am Dienstag bleibt es tagsüber zunächst niederschlagsfrei. Dazu gibt es am Nachmittag Temperaturen zwischen sechs und neun Grad. „Danach überqueren erneut mehrere Tiefausläufer Nordrhein-Westfalen ostwärts und bringen erneut Regen und Schauer mit sich“, wie Nadine Schittko von der regionalen Wetterberatungszentrale Essen (RWZ) vom DWD gegenüber 24RHEIN erklärt. Ab Mittwochabend werden die größten Regenmassen erwartet – vor allem in der Nordeifel und dem Bergischen Land. „Auch danach bleibt es weiterhin unbeständig“, So Schittko.

Wetter: Überschwemmungsgefahr für Teile von NRW

Update vom 9. Januar, 16:53 Uhr: Regional können die hohen Niederschlagsmengen problematisch werden: „Es ist möglich, dass kleinere Flüsse überlaufen und somit eine gewisse Überschwemmungsgefahr für Ortschaften besteht, die unmittelbar an solchen kleinen Flüssen liegen“, wie Nadine Schittko von der RWZ Essen vom DWD gegenüber 24RHEIN erklärt. Allein bis zum Samstagmorgen werden insgesamt Niederschläge von bis zu 90 Litern pro Quadratmeter erwartet. „Der Niederschlag tritt bis dahin nicht durchgängig, sondern mit Unterbrechungen auf“, so Schittko.

Wetter in NRW: Laut Experten „extreme Regensummen“ bis zum 25. Januar

Das zeigt der Wetterbericht des DWD. Im Verlauf der Woche nimmt der Niederschlag in NRW weiter zu. Immer wieder muss mit kräftigem Regen gerechnet werden, und das voraussichtlich für einen längeren Zeitraum: Im Westen seien „extreme Regensummen bis zum 25. Januar“ zu erwarten, wie Dominik Jung erklärt.

Deshalb ist Vorsicht geboten: Regional kann es in den kommenden zwei Wochen insgesamt bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter geben, so die Vorhersage von Dominik Jung. Zum Vergleich: 2021 lag der Niederschlagswert in Deutschland bei 805 Litern pro Quadratmeter – im gesamten Jahr.

Auch für Teile von NRW sagt das amerikanische Wettermodell Niederschlagsmengen von bis zu 150 Litern pro Quadratmeter voraus. Und das bedeutet: Hochwassergefahr, besonders entlang des Rheins. Auch vollgelaufene Keller liegen dann im Bereich des Möglichen. Und eine entsprechende Vorbereitung kann dabei sehr wichtig sein, denn: Wann die Versicherung Wasserschäden im Keller bezahlt, kann stark variieren.

Wettermodelle

► Wettermodelle sind sogenannte numerische Vorhersagen. Sie sind – im Gegensatz zu manuellen Voraussagen – reine Maschinenprodukte. Sie werden also von Hochleistungscomputern berechnet und nicht noch einmal von Meteorologen geprüft oder korrigiert. Dabei nehmen sie den Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Anfangszeitpunkt als Grundlage, um im nächsten Schritt mit der Hilfe von mathematischen Formeln den Zustand zu einem späteren Zeitpunkt zu berechnen. Wichtige Parameter dabei sind beispielsweise die Wolkenbildung und -auflösung, Temperaturänderungen von Binnenseen oder die Schauer- und Gewitterbildung.

► Weltweit gibt es sehr viele dieser Modelle. Um das deutsche Wetter vorhersagen zu können, werden drei davon am häufigsten verwendet: das amerikanische Modell (GFS), das europäische Wettermodell (ECMWF) sowie das deutsche Wettermodell (ICON).

► Das deutsche Modell ICON wird vom Deutschen Wetterdienst betrieben. Mit dem Modell lassen Vorhersagen auf Basis eines den Globus vollständig umspannenden Dreiecksgitters berechnen. Damit ist der Dienst einer von 14 Wetterdiensten weltweit, die ein eigenes globales Wettermodell verwenden. Viele andere Dienste benutzen sogenannte Ausschnittsmodelle, die nur für eine bestimmte Region auf der Erde Vorhersagen treffen.

Wetter in NRW: Sturmböen in NRW am Sonntag

Doch auch aus einem anderen Grund wird es am Wochenende sehr ungemütlich. Der Grund: Insbesondere am Sonntag droht ein schwerer Sturm in vielen Regionen in Deutschland. Auch NRW muss mit Sturmböen rechnen. In den Tieflagen sind Sturmböen um die 100 Kilometern pro Stunde möglich, in Hochlagen sogar Orkanböen mit bis zu 140 Stundenkilometern. „Das wird ganz schön ruppig werden“, so die Vorhersage des Meteorologen Dominik Jung.

Dazu liegen die Höchsttemperaturen zwischen sechs und elf Grad, wobei es gerade zur Mitte der Woche noch einmal leicht wärmer wird. „Eine Einwinterung bis in tiefe Lagen ist weiterhin nicht in Sicht“, wie Dominik Jung sagt.

Wetter: Temperaturen im Januar auf Rekordkurs

Damit setzt der Januar 2023 den bisherigen Rekordkurs fort. Aktuell ist die Durchschnittstemperatur rund neun Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. „Das ist eine extreme Abweichung nach oben. Derzeit ist der Monat auf bestem Weg der wärmste Januar seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen, zu werden“, so Jung. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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