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Frau (21) tot in ihrer Wohnung gefunden – Polizei entdeckt Handy und Geldbörse

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Von: Hannah Decke

Grausamer Fund im Münsterland: Eine junge Frau ist tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Jetzt hat die Polizei Hinweise.

Warendorf (NRW) - Polizei und Staatsanwaltschaft teilten am Donnerstag (10. November) mit, dass in Warendorf eine junge Frau tot in ihrer Wohnung gefunden wurde. Der Leichnam wurde bereits obduziert. Das Ergebnis: Die 21-Jährige wurde Opfer eines Gewaltverbrechens, berichtet wa.de. Am späten Nachmittag durchsuchten im Zusammenhang mit der Tat schwer bewaffnete Polizeikräfte eine Flüchtlingsunterkunft in Ennigerloh. An einer Aussichtsplattform wurden Handy, Portemonnaie und ein Sweatshirt der Frau entdeckt.

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Frau (21) tot in ihrer Wohnung gefunden – Polizei entdeckt Handy und Geldbörse

Nach bisherigen Ermittlungen erschien die junge Frau am Mittwoch, 9. November, nicht bei der Arbeit. Ihre Kollegen machten sich Sorgen. Sie versuchten, die 21-Jährige telefonisch zu erreichen - ohne Erfolg. Daraufhin machten sich die Arbeitskollegen auf den Weg zu der Wohnung der jungen Frau in der Straße Grabbehofe.

Vor Ort machten sie eine grausame Entdeckung: Um 10.53 Uhr fanden sie ihre Arbeitskollegin leblos in der Wohnung. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft deutete bereits „die Auffindesituation darauf hin, dass sie eines nicht natürlichen Todes gestorben sein könnte“.

Leichenfund im Münsterland: Obduktion bestätigt Gewaltverbrechen

Zur genauen Klärung der Todesursache wurde der Leichnam der 21-Jährigen am Donnerstagmorgen obduziert. „Das Ergebnis bestätigte den Verdacht, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt“, heißt es weiter. Eine Mordkommission unter der Leitung von Frank Schneemann ist bei der Polizei Münster im Einsatz.

Am späten Donnerstagnachmittag war die Polizei in Ennigerloh im Bereich des ehemaligen Zementkraftwerks Heidelberg im Einsatz. Laut Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt ging es um die Suche nach möglichen Beweismitteln. Mit Hunden wurde das grüne Gebiet des Steinbruchs durchkämmt. Gegen 17 Uhr drangen schwer bewaffnete Kräfte der Hundertschaft in das ehemalige Bürogebäude des Zementkraftwerks ein, das nun als Flüchtlingsunterkunft dient. Am frühen Abend forderte die Polizei Amtshilfe der Feuerwehr an, um Ausleuchtungsmaßnahmen durchzuführen.

Am Freitagmorgen gab Frank Schneemann, Leiter der Mordkommission, weitere Infos. So kam es zu der Suche in dem Bereich, weil Ermittlungen ergaben, dass das Handy der Frau in einem Funkmast in Ennigerloh eingeloggt war. Am späten Abend wurden im Bereich einer Aussichtsplattform am Baggersee an der Wulfsbergstraße dann das Handy, das Portemonnaie und ein Sweatshirt der Getöteten gefunden. Die Polizei wertet nun die Spuren und das Handy aus.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Informationen geben können, sich unter der Rufnummer 0251 275-0 zu melden. Insbesondere, wenn jemand etwas Verdächtiges im Bereich des Steinbruchs beobachtet hat.

In der Ruhr wurde am Montag, 31. Oktober, eine Leiche gefunden. Laut Polizei muss der leblose Körper schon länger im Wasser gelegen haben. Die Obduktion der Wasserleiche, die in Wickede gefunden wurde, hat keine Hinweise auf ein Gewaltverbrecher ergeben. 

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