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Warntag: Im Dezember klingeln alle Handys gleichzeitig – mit Warnton

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Von: Sofia Popovidi

Warntag am 8. Dezember: An diesem Tag bekommt jeder eine Warnmeldung aufs Handy. Es handelt sich dabei um einen Test. Alle Infos zum Warntag im Überblick.

Köln – Ob Hochwasser, Waldbrände oder eine andere mögliche Gefahr – die Bevölkerung muss in jedem Fall schnell gewarnt werden können. Neben den bekannten Warnmitteln wie Sirenen und Warn-Apps wird am 8. Dezember 2022 erstmals eine Testwarnmeldung der höchsten Warnstufe an alle Handys mit Mobilfunknetz versendet. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen Test.

Warntag am 8. Dezember 2022: Infos im Überblick

Warntag: Was passiert am 8. Dezember 2022?

Bundesweiter Warntag 2022: Warnmeldung auf Handys soll ab 2023 eingesetzt werden

Diese Form der Warnmeldung nennt sich auch „Cell Broadcast“. „Wir brauchen für eine effektive und verlässliche Warninfrastruktur verschiedene Warnsysteme“, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Die Testphase des Warnmittels „Cell Broadcast“ soll ab Februar 2023 enden. Dann soll das System voll einsatzbereit sein und flächendeckend in ganz Deutschland benutzt werden, plant das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Voraussetzung ist aber, dass beim Warntag am 8. Dezember 2022 alles glattläuft. Die Warnmeldungen werden dann an alle Handys versendet, die in einem Mobilfunknetz registriert sind. Das heißt: Nicht nur Smartphones, sondern auch nicht internetfähige Handys erhalten eine Warnmeldung. Beim Erhalt dieser Meldung macht sich das Handy übrigens deutlich bemerkbar. Wie ga.de berichtet, soll das Gerätedisplay blinken, das Handy vibrieren und zusätzlich ein prägnanter Warnton zu hören sein, auch wenn das Gerät stumm geschaltet ist. Vorab werden Handynutzer übrigens schon im November informiert. Die Provider, wie Vodafone, Telekom oder Telefonica (O₂) verschicken seit dem 10. November Info-SMS zum Warntag.

Was ist „Cell Broadcast“?

Der sogenannte „Cell Broadcast“ nutzt Funkzellen, um Nachrichten an Handys zu verschicken. Das klappt sowohl bei Smartphones als auch konventionellen Handys ohne Internetzugang. Die Nachrichten werden bei „Cell Broadcast“ als SMS verschickt. „Jedes Mobilfunkendgerät registriert sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden“, erklärt das BBK. So werden alle Personen in einem Gebiet erreicht, die ein eingeschaltetes Handy bei sich haben.

Bundesweiter Warntag 2022: Diese Warnmittel gibt es in Deutschland

Was ist der bundesweite Warntag?

Bund, Länder und Kommunen testen alle Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle. An dem ausgewählten Tag aktivieren die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte zeitgleich unterschiedliche Warnmittel. Ziel des bundesweiten Warntags ist, die Menschen in Deutschland über die unterschiedlichen Warnmittel in Gefahrensituationen zu informieren und damit auch stärker auf den Bevölkerungsschutz insgesamt aufmerksam zu machen. 

Die Warnung vor Gefahren und Katastrophen ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine gesetzliche Aufgabe der Länder. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung zu Warnmitteln. Köln warnt beispielsweise über Lautsprecher und Warnverteiler. Am 8. September heulten so zum Beispiel am Warntag über 5000 Sirenen in ganz NRW. Die bekannteste Warnmittel-Form sind die Sirenen, doch es gibt noch einige weitere Warnmittel:

Die Nutzung des „Cell Broadcast“ ist nicht neu: In zahlreichen Ländern wie beispielsweise Japan, Kanada, den Vereinigten Staaten und Griechenland wird diese Warnfunktion bereits seit Jahren genutzt. (spo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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