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Probealarm in NRW: 11 Uhr heulten die Sirenen – wegen Sturmtief „Klaus“ allerdings nicht überall

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Von: Lydia Mayer

Eine Sirene auf einem Dach eines Hauses in Siegen-Oberschelden.
In Teilen von NRW werden am Donnerstag, 11. März, für einen Probealarm Sirenen getestet. © Rene Traut/Imago

Am 11. März um 11 Uhr haben in Nordrhein-Westfalen die Sirenen geheult. Sturmtief Klaus machte dem Probealarm im Kreis Wesel einen Strich durch die Rechnung.

Update vom 11. März, 18:07 Uhr: Der Probealarm in NRW ist weitgehend problemlos gelaufen. Der Kreis Paderborn berichtete, von 98 Sirenen hätten 96 einwandfrei gearbeitet. Die Sirenen, die nicht funktionierten, würden überprüft.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, meldete, fast alle Kreise in NRW hätten ab 10.30 Uhr zu unterschiedlichen Zeiten eine Warnung und eine Entwarnung über die Warn-App NINA ausgespielt. „Es gab keine Fehler oder Probleme“, teilte das Bundesamt mit.

Nach Angaben des Düsseldorfer Innenministeriums stehen in ganz Nordrhein-Westfalen etwa 5000 Sirenen. Nicht alle Kommunen verfügten darüber, sagte ein Sprecher. Bei dem Probealarm ging es um eine Überprüfung der Anlagen und der Meldeketten innerhalb der Kommunen.

Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September.

Update vom 11. März, 10:49: Vor wenigen Augenblicken löste die App Katwarn aus, um über den anstehenden Probealarm zu informieren. IN Köln informierte die Feuerwehr mittels der Warnapp über den anstehenden Test.

Probealarm in NRW: Kreis Wesel verzichtet wegen Sturmtief „Klaus“ auf Sirenen-Test

Update vom 11. März, 10:25 Uhr: Eigentlich sollten in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen am heutigen Donnerstag ab 11 Uhr die Sirenen im Rahmen eines Probealarms auslösen. Nicht so im Kreis Wesel. Der Kreis beteiligt sich nicht am landesweiten Probealarm, berichtet waz.de. Grund dafür ist eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdiensts, da Sturmtief „Klaus“ über NRW zieht. So solle vermieden werden, dass es während des Sturms zu Verunsicherung kommt.

Probealarm in NRW: Darum heulen heute ab 11 Uhr die Sirenen – auch App „Nina“ löst aus

Erstmeldung vom 10. März 2021

Düsseldorf – Zum dritten Mal heulen am Donnerstag, 11. März, um 11 Uhr bei den Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen die Sirenen. Auch weitere Warnmöglichkeiten wie Lautsprecheransagen durch die Feuerwehr werden getestet. Außerdem wird die Warnapp „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) ausgelöst.

Landesweiter Warntag in NRW am 11. März: Darum findet er statt

Der Probealarm der rund 4.500 Alarmsirenen in NRW ist eine Ergänzung zum landesweiten Warntag. „Jeder sollte wissen, was im Notfall zu tun ist“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) beim landesweiten Warntag 2019 dazu. Der landesweite Warntag geht auf eine Initiative des Innenministeriums zurück. Er findet seit 2018 jährlich im September statt und fiel 2020 terminlich mit dem erstmals bundesweiten Warntag zusammen. Die bundesweite Aktion am 10. September 2020 sorgte übrigens für viel Spott, vieles hat nicht funktioniert.

Die Feuerwehren in NRW wollen mit dem Probealarm im März zusätzlich sicherzustellen, dass alle Systeme funktionieren, die die Bevölkerung im Ernstfall warnen sollen.

Mittlerweile hat sich bei den Feuerwehren für den Probealarm ebenfalls die Bezeichnung landesweiter Warntag eingebürgert. Allerdings werden laut eines Sprechers des NRW-Innenministeriums die Medien wie Radio und Zeitung beim Probealarm nicht so stark einbezogen wie beim eigentlichen landesweiten Warntag im September.

Am 11. März heulen ab 11 Uhr die Sirenen

Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben der Warnsirenen zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September.

Probealarm in NRW – diese Städte und Kreise sind unter anderen dabei

Probealarm in NRW: Damit im Ernstfall alles funktioniert

Der Ernstfall, das können Großbrände, Unwetter, Erdbeben, Hochwasser, Schadstoffaustritte nach Chemieunfällen, der Austritt radioaktiver Strahlung oder Bombenentschärfungen sein. Erst Anfang Februar mussten wegen einer Bombenentschärfung in Köln-Sürth 5000 Anwohner evakuiert werden.

Auch in anderen Fällen, etwa wenn durch Hackerangriffe die Strom-, Gas- oder Wasserversorgung oder die Telefonverbindungen unterbrochen sind, kann gewarnt werden. Die Ausbreitung einer Pandemie, wie beim Coronavirus, kann ebenfalls einen Alarm nötig machen.

Die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr fordert die Einwohner sogar direkt auf, genau hinzuhören, wenn ab 11 Uhr die Sirenen losheulen. „Wir brauchen eure Mithilfe“, schreibt die Feuerwehr auf Twitter. „Bitte teilt uns mit, wie gut ihr das Sirenensignal an Eurem Standort hören konntet.“

Probealarm in NRW am 11. März: Was ist zu hören?

Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine Pause. Anschließend ist ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist.

Nach einer weiteren Pause schließt ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab. Wie die Signale klingen, ist auch auf der Webseite vom Land NRW zu hören. In Köln werden am Warntag 136 Sirenen heulen. In der Stadt Düsseldorf werden beim Probealarm neben Sirenen auch die digitalen Anzeigetafeln in der Stadt genutzt. Auch wa.de* berichtet, wie der Warntag in NRW am 11. März ablaufen wird*.

Die Arten der Warnung können von Ort zu Ort unterschiedlich sein. So werden gegebenenfalls in einigen Gemeinden Lautsprecherwagen eingesetzt.

Die Rückmeldungen, ob und wie die Sirenen funktionieren, erfolgen durch Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr, Mitglieder der Löschgruppen in den Stadtteilen und durch Bürger, die sich bei uns als freiwillige Sirenenpaten gemeldet haben.

Landesweiter Probealarm in NRW: Das müssen Bürger im Notfall tun

Wie die Stadt Düsseldorf in einer Mitteilung informiert, müssen die Bürger im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Passanten bei sich aufnehmen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren kann sich die Leitstelle der Feuerwehr in das laufende Programm schalten und unmittelbar von der Leitstelle aus weitere Verhaltenshinweise geben.

Aktuelle Informationen gehen im Ernstfall auch an die Internetredaktionen und die Leitstelle der Kölner Verkehrs-Betriebe. Außerdem nutzen die Städte in NRW auch ihre Webseiten sowie ihre Social-Media-Kanäle – sofern vorhanden – um die Bevölkerung in einer Notfall-Lage zu informieren.

NRW: Feuerwehr kann sich in Radio- und Fernsehsendungen einschalten

Alle Feuerwehr-Leitstellen in Nordrhein-Westfalen sind mit dem Modularen Warnsystem MoWaS ausgestattet. Damit kann die Leitstelle nicht nur die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), sondern auch Fernseh- und Radiosender ansteuern.

Über die Warnapp „Nina“ erhalten Bürger auch unmittelbar von der Feuerwehr Informationen über Gefahren und wie Sie sich in dem entsprechenden Bereich verhalten sollten. Auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes werden über die App verbreitet. *wa.de* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11. März inhatlich aktualisiert.

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