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Weiße Weihnachten? Wetter in NRW wird zum „Weihnachtskrimi“

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Von: Benjamin Stroka

Zwei Langläufer sind mit ihren Skiern am zweiten Weihnachtstag, Sonntag, 26. Dezember 2010, unterwegs durch den verschneiten Blücherpark in Köln-Neu-Ehrenfeld.
2010 gab es zuletzt weiße Weihnachten in NRW (auf dem Bild: der Blücherpark in Köln am 2. Weihnachtstag 2010). © Revierfoto/Imago

Jedes Jahr hoffen auch in NRW viele Menschen auf weiße Weihnachten. Wie wird das Wetter an den Feiertagen – und wo könnte es schneien?

Düsseldorf – Am Heiligabend aus dem Fenster blicken und Landschaft, Häuser und Straßen liegen passend zum Weihnachtsfest unter einer weißen Schneedecke? Zumindest in NRW müssen sich die Menschen schon einige Jahre zurückerinnern, um auf weiße Weihnachten zu stoßen. 2010, also vor elf Jahren, schneite es zuletzt an den Festtagen. Doch wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten in NRW in diesem Jahr?

Weihnachten in NRW: Wetter wird zum „Weihnachtskrimi“

Klar ist vier Tage vor Heiligabend eigentlich nur, dass vieles noch unklar ist. Der Grund dafür ist eine sogenannte Luftmassengrenze, die vor allem an den Weihnachtstagen mitten in Deutschland liegen soll. Dann trifft milde, schon fast frühlingshafte, Luft aus dem Süden Europas auf den Dauerfrost, der sich aktuell in Nordeuropa und Skandinavien breit macht. Wo diese beiden Extreme aufeinandertreffen, entsteht ebendiese Luftmassengrenze. Und dort könnte von Schnee, über Eisregen bis zu Regen bei eher milden Temperaturen alles dabei sein. Wettertechnisch könnte uns also ein echter „Weihnachtskrimi“ erwarten, wie die Experten von Wetter.com vermuten.

Weiße Weihnachten in NRW? Wetter an Heiligabend und den Feiertagen

Schnee zu Weihnachten in NRW? Luftmassengrenze entscheidet

„Selbst heute – vier Tage vor Heiligabend – wissen wir nicht wirklich, wo es schneien wird und wo wir das Fest wieder im Grünen verbringen müssen“, betont der Deutsche Wetterdienst. Aktuellen Prognosen zufolge soll die Luftmassengrenze eher im Norden Deutschlands liegen, könnte aber auch noch den nördlichen Teil von Nordrhein-Westfalen erwischen. „An der Grenze zur kalten Luft, wir haben vor allem im Norden Deutschlands dann durchaus Dauerfrost, kann es intensive Schneefälle geben. Knapp südlich daran anschließend gibt es eine Zone, wo es durchaus mehrere Stunden gefrierenden Regen oder Eisregen geben könnte“, erklärt Wetter.com-Meteorologe Paul Heger. Südlicher gibt es dann wieder mildere Luft.

An Heiligabend wird dieses Phänomen in NRW voraussichtlich noch keine größere Rolle spielen. Da soll die Grenze noch weit im Norden Deutschlands liegen. Das heißt für NRW: voraussichtlich 7 bis 9 Grad, Wolken und zeitweise Regen zur Bescherung. Am 1. und 2. Feiertag wird es dann kühler und auch die Luftmassengrenze verschiebt sich weiter in den Süden. An den Feiertagen könnte es nach aktuellem Stand also im Norden von Nordrhein-Westfalen durchaus in der ein oder anderen Region schneien. Aber auch die Gefahr von Eisregen bleibt. Im Rheinland, beispielsweise in Köln oder Düsseldorf, rechnen Meteorologen bislang eher mit Regen bei 5 bis 6 Grad. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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