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Weihnachtsbaumentsorgung: Wie es geht, warum sich in Köln die Elefanten freuen

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Von: Sofia Popovidi

Weihnachten ist vorbei und damit auch die Zeit der Weihnachtsbäume. Doch was tun mit der alten Tanne? Auch nach Weihnachten erfüllt der Baum viele Zwecke.

Köln – Die Festtage sind vorbei und das neue Jahr hat begonnen. Für viele bedeutet das: raus mit der Weihnachtsdeko und damit auch mit dem Weihnachtsbaum. Doch wohin mit der verbrauchten Tanne? In vielen Kommunen in NRW stehen Sammelaktionen für die ausgedienten Bäume an. Denn auch nach dem Rauswurf aus dem Wohnzimmer können sie noch gute Zwecke erfüllen. Nur der direkte Weg zurück in den Wald sollte tabu sein.

Was passiert mit den Weihnachtsbäumen nach Weihnachten?

Gründlich abgeschmückte Nadelbäume werden häufig zu Kompost verarbeitet. Auf diese Weise holt sich dann später mancher Gartenfreund ein Stück Weihnachtsbaum wieder zurück. Ein anderer Teil wird zur Wärme- und Energieerzeugung genutzt. In Bonn werden geschredderte Bäume zum Beispiel zur Rekultivierung genutzt oder energetisch verwertet.

In Bielefeld werden laut Umweltbetrieb der Stadt die «Überbleibsel» bei der Verwertung von Grünschnitt je nach der Beschaffenheit als Ersatzbrennstoff zur Stromerzeugung oder als Kompost verwendet. Aber auch im eigenen Garten gibt es die eine oder andere Verwendungsmöglichkeit.

Ideen für das Weihnachtsbaum-Recycling

Im Wald entsorgt werden dürfen alte Weihnachtsbäume genauso wenig wie andere Grünabfälle. Es drohten Bußgelder, unterstreicht der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen. Der Verband listet für fast jeden Bestandteil des alten Weihnachtsbaums eine Nutzungsidee auf:

Weihnachtsbaumentsorgung: Kölner können mitbestimmen

In Köln können die Kölner können mit den legalen Ablageorten ein Stück mitbestimmen, was aus ihrem Baum wird. „Egal, ob an Heilige-Drei-Könige, zu Sankt Knut oder erst an Maria Lichtmess, irgendwann hat der Weihnachtsbaum ausgedient“, ist sich die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln sicher. Von Sammelstellen und Wertstoffcentern kämen alte Weihnachtsbäume zur Kompostierung. Das gelte auch bei Bäumen, die am Abfuhrtag neben der Biotonne stehen. Wer den Baum am Abfuhrtag zur Restmülltonne stellt, dessen Stück komme mit zur Verbrennungsanlage, erklärt ein Sprecher gegenüber der dpa.

Weihnachtsbäume kein Futter für Tiere – „Elefanten essen nicht besonders gern Tannenbäume“

Links ein Weihnachtsbaum am Straßenrand, rechts ein Elefant, der mit einem Tannenbaum spielt.
Im Kölner Zoo werden Weihnachtsbäume zum Beispiel als Zahnpflege für Elefanten verwendet. Jedoch nimmt der Zoo keine Altbäume von Privatleuten an. (IDZRW-Montage) © Oliver Berg/dpa & Andreas Arnold/dpa

„Wir nehmen keine Altbäume an!“, heißt es dagegen beim Kölner Zoo. Seit Jahrzehnten kämpfe man gegen die Geschichte an, dass Privatleute Weihnachtsbäume hier entsorgen könnten, sagte ein Sprecher der dpa. Das sei logistisch nicht möglich und für die Tiere wegen Schmuckresten auch gefährlich. „Elefanten essen nicht besonders gern Tannenbäume“, fügte er hinzu.

Im Allwetterzoo Münster haben laut einem Sprecher neben Elefanten auch Gorillas schon Weihnachtsbäume des Zoos bekommen. Bei Elefanten diene das der Zahnpflege, bei Gorillas der Beschäftigung. Ausgediente Weihnachtsbäume eigneten sich wegen möglicher Schmuck- oder Pestizidreste nicht als Futter für Wildtiere, erklärte das Unternehmen Bonnorange. 

Weihnachtsbaumentsorgung in NRW: Termine im Überblick (Auswahl)

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