1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

NRW-Weihnachtsmärkte machen Licht aus – Aachen will auf Lichterglanz verzichten

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Die NRW-Weihnachtsmärkte wollen 2022 ebenfalls Energie sparen. In vielen Städten wird vor allem an der Beleuchtung gespart. Was ist geplant?

Köln – Mehr Schatten als Licht: Die Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen dürften 2022 dunkler ausfallen als gewohnt. Denn viele NRW-Städte wollen im Zuge der Energiekrise deutlich Strom einsparen. Auf den Weihnachtsmärkten sollen dabei vor allem die Stand- und Straßen-Beleuchtungen heruntergeschraubt werden. Im Raum steht, „die Weihnachtsbeleuchtung zu reduzieren oder vielleicht sogar ganz darauf zu verzichten, wenn dadurch große Einsparungen zu erzielen sind“, sagte ein Sprecher vom Deutschen Städte- und Gemeindebund der dpa. Einige NRW-Städte wie Köln, Aachen und Essen haben bereits konkretere Maßnahmen angekündigt.

Energiesparen bei Weihnachtsmärkten: Köln schaltet Lichter um 22 Uhr aus

Die Stadt Köln hat bereits mehrere Sparmaßnahmen für die Weihnachtmärkte angekündigt. Am markantesten ist die zeitliche Einschränkung für Weihnachtsbeleuchtungen. Diese dürfen nur von 16 bis 22 Uhr angeschaltet werden, obwohl die Kölner Weihnachtsmärkte bis 23 Uhr öffnen dürfen. Zudem soll die genutzte Beleuchtung möglichst sparsam sein, weshalb so weit wie möglich LED-Leuchten genutzt werden sollen, sagte eine Stadt-Sprecherin.

Eine weitere Maßnahme ist, dass es 2022 keine Eisbahn auf dem Ebertplatz geben wird. Das hatte der Kölner Stadtrat beschlossen. Dies sei angesichts der Energiekrise „nicht vertretbar“, dafür es soll es dort aber eine andere Attraktion geben. Um weitere Energiesparmöglichkeiten abzustimmen, will die Stadt-Verwaltung bald Gespräche mit allen Weihnachtsmarktbetreibern führen. Auch für den Rest der Stadt hat Köln mehrere Energiesparmaßnahmen angekündigt und umgesetzt.

Weihnachtsmarkt auf dem Roncallli Platz, direkt am Kölner Dom.
Die Weihnachtsbeleuchtungen soll in mehreren NRW-Städten wie Köln weniger lang eingeschaltet sein. (Archivbild) © Jochen Tack/Imago

Weihnachtsmarkt Aachen: „Lichterglanz“ soll ausfallen

In Aachen wird nach Angaben eines Sprechers voraussichtlich der „Aachener Lichterglanz“ entfallen. Dabei handelt es sich um die Zusatzbeleuchtung des Elisengartens und weiterer ausgesuchter Stellen rund um den Weihnachtsmarkt. Außerdem sei im Gespräch, die Lichterketten noch weiter zu reduzieren. Es würden jedoch ohnehin nur „hochmoderne“ und sparsame LED-Ketten verwendet.

NRW-Weihnachtsmärkte: Essen will 20 Prozent Strom sparen

Essen plant, den Stromverbrauch am Weihnachtsmarkt um „gut 20 Prozent“ zu verringern. Damit das gelingt, soll die Beleuchtung der Stände deutlich später eingeschaltet werden als in den Vorjahren. Außerdem soll „auf einige atmosphärische Lichtelemente“ verzichtet werden, sagte ein Sprecher der Essen Marketing GmbH der dpa. Aus Nachhaltigkeitsgründen wird auch die Dekoration durch Tannenbäume reduziert.

Energiesparen bei Weihnachtsmärkten: Düsseldorf, Münster, Bielefeld, prüfen Maßnahmen noch

Andere Städte wie Düsseldorf, Münster und Bielefeld prüfen mögliche Strom-Einsparmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten noch. Unter anderem Bielefeld hat die Beleuchtung aber bereits auf Ökostrom umgestellt. (os mit dpa) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant