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Werl: Falscher Polizist hält echte Polizistin an – welche Erklärung der „Kollege“ dafür hatte

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Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines zivilen Einsatzfahrzeuges der Polizei zu sehen.
Anders als bei Streifenwagen hatte der falsche Polizist nur ein LED-Blaulicht an der Windschutzscheibe (Symbolbild). © Hendrik Schmidt/dpa

Dieser „Scherz“ hat für einen 27-Jährigen Konsequenzen: In Werl schaltete er ein LED-Blaulicht ein und hielt eine Autofahrerin an. Dann gab er sich als Polizist aus.

Werl – Ein falscher Polizist ist in Werl im Kreis Soest im Straßenverkehr ausgerechnet an eine Polizeibeamtin geraten. Der 27-Jährige versuchte noch, sein Verhalten als Scherz zu verkaufen, doch nun erwartet ihn ein Verfahren wegen Amtsanmaßung und Nötigung im Verkehr, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der langsam fahrende Autofahrer war am Sonntag zunächst von der Polizistin auf ihrem Weg zur Arbeit überholt worden. Er habe dann an seiner Windschutzscheibe ein LED-Blaulicht eingeschaltet und der Frau ein Signal zum Anhalten gegeben. Als sie der Aufforderung nachkam, habe sich der Mann in Zivil als Polizeibeamter vorgestellt und die Papiere der zunächst nicht als Polizistin erkennbaren Frau gefordert.

Werl: Falscher Polizist will sich bei der Polizei beworben haben

Diese habe nach seinem Dienstausweis gefragt. Als er sich herausredete und sagte, er habe diesen vergessen, informierte sie ihre Kollegen. Für den Hinweis des falschen Polizisten, er habe sich bei der Polizei beworben und hoffe, dass sein „Spaß“ der Bewerbung nicht entgegenstehen werde, hatten die eintreffenden Polizisten nur Erstaunen übrig, hieß es in der Mitteilung. Das Blaulicht des angeblichen Kollegen wurde sichergestellt. (dpa/lnw)

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