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Wesel: Geisterfahrer (27) im Kreisverkehr ‒ Vater will Verhaftung verhindern

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Auto nach Unfall im Kreisverkehr mit offenem Kofferraum liegen geblieben
Ein Mann (27) fuhr in Wesel als Geisterfahrer in den Kreisverkehr und widersetzte sich anschließend einer Verhaftung (Symbolbild). © Polizei Mönchengladbach/dpa

In Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel sollte am Mittwochabend (12. Januar) ein 27-jähriger Geisterfahrer festgenommen werden. Doch dessen Vater hatte andere Pläne.

Wesel ‒ Wie der Sohn, so der Vater: Eine Anwohnerin der Nieper Straße (Neukirchen-Vluyn, Kreis Wesel) hörte am Donnerstag gegen 23:30 Uhr einen lauten Knall. Sie ging der Sache nach und konnte auf der Straße feststellen, dass ein unbekannter Autofahrer mit einem Auto entgegengesetzt in den dortigen Kreisverkehr gefahren und mit zwei Verkehrszeichen und einem Baum zusammengestoßen war. Anschließend sah sie einen jungen Mann weglaufen und alarmierte die Polizei.

Polizei verfolgt Geisterfahrer (27) bis nach Hause ‒ „roch stark nach Alkohol“

Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei Polizistinnen den vermeintlichen Fahrer an der Wohnanschrift seiner Eltern antreffen. Der 27-jährige Neukirchen-Vluyner, auf den die Beschreibung der Zeugin passte, roch stark nach Alkohol. Die Polizistinnen wollten zunächst seine Personalien feststellen, was er verweigerte. Zudem bestritt er, an dem Unfall beteiligt gewesen zu sein. Die Beamtinnen forderten daraufhin Verstärkung an, da der junge Mann zunehmend aggressiver ihnen gegenüber war.

Wesel: Geisterfahrer (27) soll festgenommen werden ‒ plötzlich schaltet sich sein Vater ein

Als er in Gewahrsam genommen werden sollte und ihm eröffnet wurde, eine Blutprobe abgeben zu müssen, widersetzte er sich und beschimpfte die eingesetzten Beamten. Er versuchte, sich aus dem Griff eines 34 Jahre alten Polizeibeamten zu winden und sperrte sich massiv. Doch damit nicht genug. Auch der Vater des jungen Mannes versuchte, die Polizisten zu behindern und trat nach einer 23-jährigen Polizistin.

Nach Attacke auf Polizistin: Vater des 27-jährigen Geisterfahrers muss sich Strafverfahren stellen

Alle Beamten blieben unverletzt. Dem 27-Jährigen entnahm ein Arzt eine Blutprobe. Anschließend blieb der renitente junge Mann im Gewahrsam der Polizeiwache. Seinen Führerschein und das Auto stellten die Beamten sicher. Ihn und auch seinen Vater erwartet jetzt ein Straferfahren. (ots/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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