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So viel Schnee wie seit Jahren nicht – Liftbetreiber im Sauerland machen trotzdem Verluste

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Skipiste in Winterberg am 14.02.2021.

In Winterberg standen die Lifte in dieser Saison häufig still (Archivbild). © IMAGO / Rene Traut

An 50 Tagen gab es in dieser Saison genug Schnee für Wintersport im Sauerland. Doch Corona machte den Liftbetreibern einen Strich durch die Rechnung.

Winterberg/Willingen – Der schneereichste Winter seit fünf Jahren ist für die Skiliftbetreiber im Sauerland wegen der Corona-Pandemie ein Verlustgeschäft. In nur zwei von über 30 Skigebieten gab es überhaupt Liftbetrieb – und das an voraussichtlich 42 von 120 angesichts der Witterungsbedingungen eigentlich möglichen Tagen, wie die Wintersport-Arena Sauerland, der Zusammenschluss der Liftbetreiber in der Region, am Dienstag mitteilte. Selbst Skigebiete ohne Beschneiungsanlagen hätten in der nun überall auf das Ende zusteuernden Saison an 50 Tagen ausreichend Schnee auf den Pisten gehabt, um Wintersport zu ermöglichen – durften aber zu der schneereichen Zeit nicht, so die Bilanz.

Der Betrieb der Lifte in Willingen und Winterberg nach der Anfang März erteilten Genehmigung sei dabei alles andere als wirtschaftlich, hieß es weiter: Hohe Sicherheitsauflagen und die auf ein Fünftel der möglichen Besucherzahl gedeckelten Ticketkontingente sorgten dafür, dass kostendeckendes Arbeiten nicht möglich sei. Zwischenzeitlich drohende Insolvenzen seien aber bislang durch Coronahilfen verhindert worden, sagte eine Sprecherin.

Winterberg will Lifte bis nächste Woche laufen lassen

Wegen frostiger Nächte in den vergangenen Tagen seien die Bedingungen auf den beschneiten Pisten weiterhin gut, sagte sie weiter. In Willingen sei das Skigebiet daher bis mindestens Mittwoch geöffnet. Winterberg wolle seine Lifte bis mindestens nächste Woche laufen lassen. So spät im Frühjahr sei seit Bestehen der Wintersport-Arena noch nie Liftbetrieb angeboten worden, hieß es. Zwar liege im April gelegentlich genug Schnee, die Nachfrage sei aber nicht so groß wie in dieser wegen der Verbote erst sehr spät gestarteten Saison, in der alternative Freizeitbeschäftigungen so rar seien.

Der Hochsauerlandkreis gehört mit Projekten in Schmallenberg und Winterberg zu den 14 ausgewählten Regionen die testweise Öffnungen vornehmen sollen. (dpa)

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