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Wann dürfen Wölfe abgeschossen werden? NRW will Regeln festlegen

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Europäischer Grauwolf in einem Wald.
In NRW könnten bald Regeln zum Abschuss von Wölfen eingeführt werden (Symbolbild). © Martin Wagner / Imago

Immer wieder sterben Schafe oder Ponys in NRW durch Angriffe von Wölfen. Zum möglichen Abschuss der Wölfe will die Landesregierung nun Regeln festlegen.

Düsseldorf – Nach zahlreichen Nutztierrissen von Wölfen – vor allem am Niederrhein – plant die NRW-Landesregierung eine Wolfsverordnung mit genauen Regelungen für Wolfs-Entnahmen, also den Abschuss von Tieren. Grundlage werde dabei die niedersächsische Regelung sein, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Übergeordnetes Ziel bleibe, den Artenschutz des Wolfes und den Schutz der Weidetiere in Einklang zu bringen. Über das Thema solle zu Jahresbeginn mit den Fraktionen im Landtag diskutiert werden.

Wölfe in NRW: So könnten die Regeln zum Abschuss aussehen

In diesen Fällen erlaubt die Verordnung in Niedersachsen den Abschuss von Wölfen (Beispiele):

Die niedersächsische Verordnung erlaubt Entnahmen unter anderem dann, wenn Wölfe sich Menschen gegenüber aggressiv zeigen, sich ihnen auf unter 30 Metern nähern oder wenn sie Wolfsschutzzäune mindestens zweimal überwunden und ein Tier gerissen haben. Aus jetziger Sicht müssten solche Übersprünge eines 1,20-Meter-Elektrozaunes „mehrfach in engem zeitlichem Zusammenhang“ passieren, um eine Verhaltensauffälligkeit des Wolfes anzunehmen, sagte die Ministerin.

Wölfe in NRW: Landesregierung und Bürgerinitiative widersprechen sich

Laut Heinen-Esser gab es NRW-weit 2021 bisher rund 40 Angriffe von Wölfen auf Nutztiere – knapp die Hälfte davon durch das Wolfsrudel am Niederrhein. In der Mehrzahl der Fälle sei aber kein ausreichender Schutz gegen Wölfe vorhanden gewesen, erklärte das Ministerium. Eine Bürgerinitiative am Niederrhein, die Wolfsattacken ebenfalls registriert, spricht für das Wolfsgebiet von 20 Wolfsattacken mit 34 getöteten Tieren. Dabei hätten Wölfe in sechs Fällen Zäune von mindestens 1,20 Metern überwunden, was die Landesregierung bestreitet. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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