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Wölfe in NRW: Landwirte beunruhigt – so will das Land helfen

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Ein Wolfspaar schleicht durch Büsche.
Das Land NRW hat eine Wolf-Hotline eingerichtet (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

Das Land NRW hat jetzt eine Wolf-Hotline eingerichtet. Landwirte und Tierhalter können so mit Experten zum Schutz vor Wolfsangriffen Kontakt aufnehmen.

Bad Sassendorf – Seit September veröffentlichte das Landesumweltamt in NRW bislang etwa 20 Meldungen zu möglichen Angriffen, vor allem über tote oder verletzte Schafe mit Wolfsverdacht. In einigen Fällen stehen die Raubtiere als Verursacher fest, andere werden noch untersucht oder wurden als Falschmeldungen eingestuft. Immer mehr Landwirte sind wegen des Wolfsverdachts beunruhigt.

Wolf-Hotline für Landwirte – „Die Nachfrage der Landwirte ist in letzter Zeit schon hoch gewesen“

Darum hat die Landwirtschaftskammer eine Hotline eingerichtet, die Fragen von Tierhaltern zum Schutz vor Wolfsangriffen beantworten soll. Mit dem Service werde die Kontaktaufnahme zu Experten vereinfacht, erklärte die Kammer. „Die Nachfrage der Landwirte ist in letzter Zeit schon hoch gewesen“, sagte Sprecherin Saskia Wietmann.

Bei dem Angebot informieren drei Berater über den Schutz von Nutztieren in Wolfsgebieten und Pufferzonen durch spezielle Zäune und Herdenschutzhunde. Angesiedelt ist es beim Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse in Bad Sassendorf.

Wölfe in NRW: Hat Wölfin Gloria drei Ponys gerissen?

Erst kürzlich wurden im niederrheinischen Wolfsschutzgebiet Wesel-Schermbeck innerhalb von zwei Wochen drei Ponys gerissen. Ein weiteres Pony sei durch einen Biss am Hinterlauf verletzt worden, teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium mit. Alle Umstände deuteten darauf hin, dass Wölfe die Kleinpferde angegriffen hätten. Die genetischen Untersuchungen liefen aber noch. Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat bereits erklärt, Förderrichtlinie und Unterstützung würden auf Pferdehalter ausgeweitet.

Der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) äußerte sich skeptisch, dass die für viele Risse im Raum Schermbeck verantwortliche Wölfin, die Gloria genannt wird, dadurch gestoppt werden könne. In Frankreich gebe es schon lange eine jährliche Entnahmequote, um den Bestand des Raubtieres zu begrenzen. „Das wäre auch den leidgeprüften Tierhaltern hierzulande zu wünschen, sodass sie endlich wieder ohne Angst und Einschränkungen ihre Tiere auf der Weide halten können“, erklärte der rheinische Bauernverband.

Wölfe in NRW: Hier wurden sie gesichtet

In NRW hat bislang vier Wolfsgebiete. In dreien leben Wolfsrudel: im Raum Schermbeck, im Hohen Venn und im Oberbergischen Land. Auch in Köln machte in diesem Jahr ein Wolf das Stadtgebiet unsicher. Das Tier lief nachts mitten durch Köln-Ehrenfeld – und traf dabei sogar auf eine Spaziergängerin. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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