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Wuppertal bewirbt sich für Buga 2031 – und plant spektakuläre Hängebrücke

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Von: Stefanie Knupp

Aussichtsplattform Skywalk Blick über Wuppertal
Einen Skywalk gibt es schon im Wuppertaler Norden. Kommt bald eine Hängebrücke dazu? (Archivbild) © Jochen Tack/Imago

Der Rat der Stadt Wuppertal hat für eine Bewerbung für die Bundesgartenschau (Buga) 2031 gestimmt. Sollte es zur Austragung kommen, will die Stadt eine Hängebrücke bauen.

Wuppertal – Die Entscheidung ist gefallen: Wuppertal bewirbt sich für die Bundesgartenschau (Buga) 2031. Darüber hat der Rat der Stand in seiner Sitzung am Dienstag (16. November) abgestimmt. Sollte die Buga an die Stadt im Bergischen Land vergeben werden, hat Wuppertal Großes vor. Eine etwa 700 Meter lange Hängebrücke soll das Prunkstück der Ausstellung sein.

Die geplante Hängebrücke verbindet die historischen Wald-Parks Kaiserhöhe und Königshöhe miteinander. Das 700 Meter lange Bauwerk würde so einen spektakulären Blick auf das Tal der Wupper ermöglichen. Ein Ingenieurbüro und die Universität Wuppertal hatten bereits festgestellt, dass das Projekt tatsächlich realisierbar wäre. Die Brücke soll nach Angaben der Stadt auch nicht über das Gelände des in Wuppertal ansässigen Bayer-Werks führen. So wenig Grundstücke von Dritten wie möglich sollen überquert werden.

Buga Wuppertal 2031: Hängebrücke kostet 15 Millionen Euro

Die Stadt schätzt die Kosten für die Hängebrücke auf etwa 15 Millionen Euro. Damit wäre das Mega-Projekt das teuerste Element einer Buga in Wuppertal. Für die gesamte Buga müsste Wuppertal etwa 70 Millionen Euro investieren, erklärt aber: „Das Geld wird ganz überwiegend in Attraktionen und Werte investiert, die Wuppertal auch nach einer Buga erhalten bleiben.“ Allerdings nennt die Stadt auch die finanziellen Risiken, die die Rieseninvestition mit sich brächte. Besucherzahlen, die Entwicklung von Baukosten oder nicht absehbare finanzielle Belastungen würden beispielsweise Risiken bergen. Zu rechnen ist allerdings mit Fördermitteln und Unterstützung vom Land NRW.

Dem „Ja“ zur Bewerbung für die Buga 2031 ist eine jahrelange Diskussion vorausgegangen. Der Rat hatte 2018 schon einmal abstimmen wollen. Die Entscheidung wurde damals aufgrund offener Fragen vertagt. Eine Machbarkeitsstudie liegt inzwischen vor, ebenso eine Studie der Uni zu den wirtschaftlichen Effekten. Am 16. November 2021 stimmte die Mehrheit im Wuppertaler Rat schließlich für die Bewerbung.

Bundesgartenschau

Die Bundesgartenschau ist eine Ausstellung zum Gartenbau. Sie findet alle zwei Jahre in einer deutschen Stadt statt. Alle zehn Jahre ist sie eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA). Seit 1951 gibt es die Buga, die „nicht nur Präsentationsfläche für die Leistungen des Gärtnerhandwerks, sondern von Anbeginn ein Motor der Stadtentwicklung sein wollte“. Die Ausstellung dauert etwa sieben Monate und zieht bis 2 Millionen Besucher an.

Die letzte Buga ist 2021 in Erfurt zu Ende gegangen, die nächste gibt es 2023 in Mannheim und 2025 in Rostock. 2017 kommt die Buga dann als IGA nach NRW zurück, nämlich in die Metropole Ruhr.

Quellen: Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH; Stadt Wuppertal

Buga Wuppertal 2031: OB Schneidewind begrüßt Bewerbung

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind twitterte am Tag nach der Ratssitzung zur Entscheidung: „Damit schaffen wir einen Katalysator und ein Schaufenster für die Entwicklung Wuppertals in den 20er-Jahren – in den Bereichen Klima, Kreislaufwirtschaft, Mobilität und Stadtentwicklung.“ Die Hängebrücke soll nicht die einzige Aufwertung für die bergische Großstadt werden.

Weitere Ideen sind unter anderem eine Seilbahn über den Wuppertaler Zoo und dessen Sanierung, Fahrradtrassenprojekte und die Aufwertung des Bahnhofs Vohwinkel. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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