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Wuppertal: „König von Oberbarmen“-Mitglied sprang bei Flucht sieben Meter in die Tiefe

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Zwei Hände halten Handschellen fest und nehmen eine Person fest.
Ein Mitarbeiter des „Königs von Oberbarmen“ wurde festgenommen (Symbolbild) © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

In Düsseldorf wurde ein Mitarbeiter des „König von Oberbarmen“ festgenommen. Der Mann soll hunderte Kilo Drogen verkauft haben. Bei seiner Flucht sprang er aus einem Fenster.

Düsseldorf/Wuppertal – Ein Drogenring in Wuppertal sorgte immer wieder für Aufsehen. Nun macht er erneut für Schlagzeilen: Der sogenannte „König von Oberbarmen“ soll im großen Stil Drogen verkauft haben. Dabei wurde er von einer ganzen Tätergruppe unterstützt. Während einige, darunter auch der 37-jährige Mann, der intern als „König“ bekannt war, bereits rechtskräftig verurteilt worden sind, wurde ein 26 Jahre altes Mitglied der Gruppe schon seit einem Jahr von der Polizei Wuppertal gejagt – bis jetzt. Denn am 30. Juni wurde der mutmaßliche Täter von Ermittlern gestellt. Die Festnahme hätte dabei kaum filmreifer sein können. Das teilt die Polizei Wuppertal und die Staatsanwaltschaft Wuppertal nun mit.

Der König von Oberbarmen

Hinter dem „König von Oberbarmen“, auch „König vom Berliner Platz“ genannt, steckt eine Tätergruppe, die mehrere hundert Kilo Marihuana in Wuppertal und Umgebung verkauft haben. Im September 2019 wurden bereits mehrere Tatverdächtige festgenommen, die mittlerweile rechtskräftig verurteilt worden sind.

Wuppertal/Düsseldorf: Filmreiche Festnahme von Mitarbeiter des „König von Oberbarmen“

Während die meisten mutmaßlich beteiligten Personen des Drogenrings bereits rechtskräftig verurteilt worden sind, entzog sich der Beschuldigte zunächst erfolgreich seiner Ergreifung. Doch nach „intensiven Fahndungsmaßnahmen“ konnte die Polizei den 26-Jährigen nun doch noch festnehmen – und das war äußerst filmreif.

Die Polizeiarbeit ergab, dass sich der mutmaßliche Täter in der Mintropstraße in Düsseldorf aufhielt. Am 30. Juni machte sich daraufhin ein Sondereinsatzkommando der Polizei auf den Weg. Die Einsatzkräfte stürmten die Wohnung. Doch anstatt sich zu ergeben, sprang der 26-Jährige aus einem Fenster im zweiten Stock. Bei dem Sprung aus circa sieben Metern Höhe verletzte sich der Geflüchtete, sodass er rettungsdienstlich versorgt werden musste. Lebensgefahr habe jedoch nicht bestanden, so die Polizei weiter.

Mitarbeiter des „König von Oberbarmen“ droht lange Gefängnisstrafe

Nun muss sich der mutmaßliche Täter vor einer Haftrichterin am Amtsgericht Wuppertal verantworten. Ihm wird vorgeworfen, „wiederholt mehrere Kilogramm Betäubungsmittel für einen gewinnbringenden Weiterverkauf erworben zu haben“, so die Polizei. Für den Fall einer Verurteilung droht ihm eine langjährige Freiheitsstrafe. Auch in Dortmund gelang der Polizei kürzlich ein Schlag gegen den Drogenhandel. Dort entdeckte die Polizei eine groß angelegte Cannabis-Plantage. (jw mit ots)

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