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Wuppertal: Mann (25) stirbt im Polizeigewahrsam – „kein Hinweis auf Fremdverschulden“

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Eine Polizeiwache von außen.
In Wuppertal ist ein 25-jähriger Mann im Polizeigewahrsam gestorben (Symbolbild). © Michael Gstettenbauer / Düsseldorf

Nach einem Streit wurde ein 25-jähriger Mann in Wuppertal festgenommen. Kurze Zeit später starb er im Polizeigewahrsam.

Update vom 11. November, 16:35 Uhr: Nach dem Tod des 25-Jährigen im Polizeigewahrsam in Wuppertal hat dessen Schwester Strafanzeige gegen mehrere Polizisten erstattet. Das hat die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage mitgeteilt. (dpa)

Wuppertal: Mann (25) stirbt im Polizeigewahrsam – „kein Hinweis auf Fremdverschulden“

Erstmeldung vom 8. November

Wuppertal/Hagen - Ein 25-jähriger Mann ist im Gewahrsam der Polizei in Wuppertal ums Leben gekommen. Er sei bereits am vergangenen Montag gestorben, teilten die Wuppertaler Staatsanwaltschaft und die Polizei in Hagen am Sonntag mit.

Wuppertal: Mann nach Streit festgenommen – er stirbt im Polizeigewahrsam

Aus Neutralitätsgründen hatte die Polizei in Hagen die Ermittlungen übernommen. Die Obduktion habe inzwischen ergeben, dass der Mann an einer Grunderkrankung im Zusammenwirken mit seinem Drogenkonsum gestorben sei. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder Gewalt als Todesursache seien nicht entdeckt worden.

Ein Taxifahrer habe eine Polizeistreife am 1. November nachts gegen 5:20 Uhr alarmiert, teilten die Behörden mit. Der 25-Jährige habe sich mit seiner Schwester heftig gestritten, wobei die 34-Jährige verletzt worden sei. Der Streit habe sich aus dem Taxi auf die Straße verlagert.

Als die Polizei den Vorfall zu Protokoll nehmen wollte, habe der 25-Jährige eine Polizistin angegriffen und zu Boden gerissen. Der danebenstehende Polizeibeamte habe daraufhin versucht, den Angreifer zu überwältigen und zu fesseln.

Polizei Wuppertal: Mann wird Blut abgenommen – dabei wird er ohnmächtig

Dagegen habe sich der Mann massiv gewehrt. Erst mit Verstärkung sei es gelungen, den renitenten 25-Jährigen zu fesseln und ins Polizeigewahrsam zu bringen. Dabei seien zwei Polizisten leicht verletzt worden.

Weil der Verdacht bestand, dass der 25-Jährige unter Einfluss von Alkohol und weiteren Drogen stand, wurde ihm von einem Arzt eine Blutprobe entnommen. Dabei habe der 25-Jährige plötzlich das Bewusstsein verloren. Der Arzt und später auch ein hinzugerufener Notarzt hätten vergeblich versucht, den jungen Mann zu reanimieren.

Das Todesermittlungsverfahren richte sich nicht gegen die eingesetzten Polizisten, betonten die Behörden. Warum sie über den Vorfall erst knapp eine Woche später berichteten, teilten sie nicht mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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