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Wuppertal: Tafel-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht – erneute Durchsuchungen

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Erste Lebensmitteltafeln in Thüringen schließen
Ein ehemaliger Mitarbeiter der Wuppertaler Tafel steht unter Betrugsverdacht (Symbolbild). © dpa / Roland Weihrauch

In Wuppertal hat es erneut Durchsuchungen bei einem ehemaligen Tafel-Mitarbeiter und weiteren Verdächtigen gegeben. Er soll Spenden im Internet weiterverkauft haben.

Wuppertal – Im Betrugsfall bei der Tafel in Wuppertal hat es am Donnerstag (11. November) erneut Durchsuchungsmaßnahmen gegeben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten, wurden Wohnräume und Kraftfahrzeuge von vier Personen durchsucht.

Im Verdacht stehen ein ehemaliger Kantinenleiter der Tafel, zwei seiner Familienangehörigen und der Gründer und ehemalige Vorsitzende des Vereins. „Um die bestehenden Verdachtsmomente intensiver überprüfen zu können, erließ der zuständige Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft weitere Durchsuchungsbeschlüsse, die durch Beamte der Kriminalpolizei Wuppertal vollstreckt wurden“, hieß es in einer Mitteilung.

Wuppertaler Tafel: Corona-Betrug durch ehemaligen Kantinenleiter?

Sichergestellt wurden demnach Unterlagen und Datenträger, die jetzt ausgewertet werden. Die Polizei ermittelt bereits seit März gegen Mitarbeiter der Tafel in Wuppertal. Gegen den Kantinenleiter besteht der Verdacht, Sachspenden gestohlen und im Internet verkauft zu haben. Laut einer Mitteilung von Anfang April handelte es sich unter anderem um eine erhebliche Menge Schokolade.

„Zudem besteht der weitere Verdacht, dass durch die Familie Leistungen des Jobcenters sowie Zahlungen der Corona-Soforthilfe erschlichen worden sein könnten“, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft.

Tafel Wuppertal: Ehemaliger Vorsitzender soll von Taten gewusst haben

Der ehemalige Tafel-Vorsitzende soll davon gewusst haben. Deshalb wird auch gegen ihn wegen eines Anfangsverdachts ermittelt. Er selbst soll auch Sachspenden an einen ehemaligen Mitarbeiter herausgegeben haben. (sk/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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