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Wupper-Talsperre: Wasser abgelaufen – Überflutungsgefahr bestand

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Auf einer Autotür steht Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalen
Die Behörden befürchtetem einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald. © Fabian Strauch/dpa

Schon am Mittwochabend wurden Anwohner in Radevormwald evakuiert. Die Wupper-Talsperre drohte überzulaufen und eine Welle auszulösen.

Update vom 15. Juli, 15:20 Uhr: Im gesamten Oberbergischen Kreis hat es bisher rund 1200 Unwetter-Einsätze gegeben. Nach Angaben des Kreises waren bis zu 1300 Einsatzkräfte seit dem gestrigen Abend im Einsatz. Die Städte Hückeswagen und Wipperfürth sind weiterhin Einsatzschwerpunkte. „Aber auch in Gummersbach, Lindlar und Engelskirchen haben die starken Regenfälle für Überflutungen gesorgt“, schreibt der Kreis.

Hochwasser im Bergischen Land: Wupper-Talsperre kontrolliert abgelaufen

Erstmeldung vom 15. Juli, 14:40 Uhr: Radevormwald/Wuppertal – Nach enormen Regenfällen haben die Behörden im Bergischen Land in der Nacht einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald befürchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Wasser jedoch kontrolliert ablaufen lassen, teilte ein Sprecher der Leitstelle Oberbergischer Kreis am frühen Donnerstagmorgen mit. Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises soll durch das Ablaufenlassen Druck vom Sperrdeich genommen werden.

Der Oberbergische Kreis warnte am Abend unter der Überschrift „Evakuierung“ davor, dass der Wasserstand der Wupper im Stadtgebiet von Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen wird. „Es besteht die akute Gefahr der Überflutung“, hieß es in der Warnung. Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. „Es besteht akute Lebensgefahr!“

Hochwasser im Bergischen Land: Menschen in Hückeswagen evakuiert

Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Für Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet. Seit Mitternacht wurden auch die Anwohner von Bever und Wupper in Hückeswagen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. In Hückeswagen sei aufgrund der heftigen Regenfälle die Bevertalsperre übergelaufen. Über 1000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Zudem wurden angrenzende Ortschaften und Häuser evakuiert. (dpa)

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