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Zoll Dortmund: Artengeschützter Graupapagei sitzt plötzlich am Fenster

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Graupapagei sitzt auf der Schulter eines Beamten vom Hauptzollamt Dortmund
Ein Graupapagei saß beim Zoll Dortmund plötzlich am Fenster. Bis die Feuerwehr das Tier abholte, gab es ein Plausch mit einem Zollbeamten. © Hauptzollamt Dortmund

Da haben die Mitarbeiter vom Zoll in Dortmund wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt. Auf einer Fensterbank saß plötzlich ein unter Artenschutz stehender Graupapagei.

Dortmund – Ausgerechnet, oder vielmehr passenderweise, tauchte an einem Fenster des Zolls in Dortmund ein unter Artenschutz stehender Graupapagei auf. Denn Artenschutz und der Kampf gegen den illegalen Handel mit exotischen und geschützten Tierarten sind Aufgaben des Zolls.

Graupapagei sitzt am Fenster vom Zoll Dortmund: „Kollege dachte, es sei eine Taube“

Das Tier saß am Dienstagmorgen plötzlich auf einer Fensterbank im vierten Stock, wie das Hauptzollamt am Mittwoch mitteilte. „Der Kollege dachte erst, es sei eine Taube“, sagte eine Sprecherin. Der Papagei sei sehr zutraulich gewesen und habe sich widerstandslos ins Gebäude heben lassen.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr, die den Papagei dem Tierschutz übergeben habe, habe es sich der Vogel im Büro auf der Schulter eines Zollbeamten gemütlich gemacht, teilte das Hauptzollamt mit. Woher das Tier stamme, stehe demnach noch nicht fest. Nach Angaben der Sprecherin war der Papagei beringt. Darüber könne nun eventuell der Halter ermittelt werden.

Graupapageien sind laut Hauptzollamt unter anderem gemäß der Europäischen Artenschutzverordnung sowie des Bundesnaturschutzgesetzes geschützt.

HerkunftAfrika
Größebis 33 cm
Lebenserwartung in Freiheitrund 23 Jahre
FamilieEigentliche Papageien

Zoll in NRW: Nicht immer gehen tierische Geschichten gut aus

Nicht immer sind die Geschichten, die Zollbeamte erleben so nett, wie der aktuelle Fall aus Dortmund. Der Kölner Zoll entdeckte im Dezember am Flughafen Köln/Bonn artengeschützte Reptilien, die in Schmugglern aus Mexiko in Stoffpuppen eingenäht worden sind. Weil es den Tieren an Sauerstoff mangelnde, überlebten zehn der 26 artgeschützten Reptilien die Reise nicht.

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